DIE LINKE.Berlin – so sympathisch wie noch nie

Das nenne ich mal einen Wochenstart! Die Partei DIE LINKE ist nach über einem Jahr Beteiligung an der Rot-Rot-Grünen Landesregierung zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung stärkste Kraft in den Umfragen. Freilich hatte die Partei zur Zeiten des Spitzenkandidaten Gregor Gysi höhere Werte, war aber nie die umfragestärkste Partei. Ein Grund zum Jubeln also.

Es wird gejubelt – aber leise.

Statt sich angesichts des großen und anhaltenden Erfolges der eigenen Arbeit in den Augen der Wählenden selbst zu loben und damit über die politischen Bündnispartner in der Dreier-Regierung zu erheben, reagieren die Funktionäre der Berliner LINKEN zurückhaltend und partnerschaftlich.

So lesen wir bei Michael Grunst, Bezirksbürgermeister in Lichtenberg:

„Wir arbeiten weiter“, heißt es da. Sicher nicht nur weil die Probleme der Stadt und die Aufgaben aus der Koalitionsvereinbarung noch längst nicht gelöst sind, sondern auch weil man eben nicht auf die eigene Stärke zu Lasten anderer hinweisen muss.

Noch deutlicher wird Tobias Schulze, stellvertretender Landesvorsitzender:

Auf die Augenhöhe in der Zusammenarbeit hinzuweisen bietet sich nicht nur angesichts der nahezu Gleichverteilung der Umfragewerte der Koalitionsparteien. Es zeigt auch, dass gemeinsames Regieren eben auch ein Geben und Nehmen ist und als solche verstanden werden will. Ich begrüße das.

Im Vergleich noch bescheidener wirkt Sören Benn, Bezirksbürgermeister von Pankow:

Denn natürlich hat er recht. Umfragen sind Momentaufnahmen und gerade mit so kleinen Unterschieden ist eine verlässliche Aussage schwierig. Genosse Benn möchte sich nicht auf vermeintlichen Lorbeeren ausruhen. Recht so.

Mir waren diese Reaktionen so sympathisch, dass es mir einen eigenen Beitrag wert war. Ich hoffe der gute Trend hält an und wir schaffen in dieser Regierung noch viel umzusetzen.