Bildungsausschuss in Neapel: Inklusion mit sozialen Brennpunkten – geht das?

Neapel
Vom 24.3. bis zum 27.3. fährt der Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses nach Neapel um dort das Italienische Bildungssystem und Zentren der Jugendarbeit zu besuchen und sich über den Stand der inklusiven Beschulung zu informieren. Mit einem straffen Programm und vorher vorbereiteten Fragen an die verschiedenen Ansprechpartner_innen sollen möglichst viele Informationen und Eindrücke mit nach Berlin genommen werden. Ein Vorab-Reisebericht.

Die Fahrt wird von Montag bis Donnerstag dauern und bezahlt vom Abgeordnetenhaus. Ich fahre für die Piratenfraktion mit und werde uns dort in den Themen Schule und Jugendarbeit vertreten. Den Zeitplan habe ich hier veröffentlicht.

Die zentralen Themen der Reise werden die Umsetzung der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen im Bereich Schule und Jugendarbeit und der Umgang mit so genannten sozialen Brennpunkten sein. Natürlich sind aber auch allgemeine Informationen zur politischen Situation in Neapel, dem Bildungssystem und den Beziehungen zwischen Neapel und dem Rest des Landes von Interesse. Teilweise begleitet und ständig unterstützt werden wir als Gruppe durch das Büro des Honorarkonsuls der Bundesrepublik in Neapel Giovanni Caffarelli.

Auf dem Plan stehen dann auch mehrere Vorträge über das Bildungssystem, der Besuch zweier Schulen und das Einschnuppern in einen Deutschunterricht. Spannend wird außerdem ein Gespräch mit Dr. Andrea Morniroli, der gerade ein Buch über Armut in Neapel herausgebracht hat.

Rione Sanita - Ein Stadtteil in Neapel Die Region und die Stadt Neapel haben stark mit sozialen Unterschieden und Brennpunkten zu kämpfen. In verschiedenen Gesprächen werden wir hoffentlich einiges darüber erfahren können, welche Auswirkungen soziale Unterschiede auf eine inklusive Beschulung haben und wie damit umgegangen wird. Eine wichtige Adresse dafür ist die Stiftung Rione Sanita, die im Bereich Neapel sozial benachteiligte Jugendliche in kultureller und beruflicher Bildung fördert. Dort werden wir am Dienstag sein und es wird sicher interessant zu sehen welche Unterschiede in der Darstellung der privaten Stiftung und der des Schulamtsleiters in Kampanien, den wir am selben Tag besuchen, zu finden sind.

Fragen

In den vergangenen Wochen haben wir uns in der Fraktion immer wieder mit der Reise auseinandergesetzt und auch ein paar Fragen formuliert, die wir vorab dem Ausschussbüro übermittelt haben, damit sie von den entsprechenden Personen in Neapel beantwortet werden. Das Pad dazu ist öffentlich und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir auf meiner Reise noch ein wenig mehr Input geben könnt.

Natürlich werden wir auch die obligatorische Stadtführung über uns ergehen lassen und gemeinsam zu Mittag und zu Abend essen. Ich werde versuchen die Reise auf Twitter und in meinem Podcast zu begleiten.

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