Ja ich habe das wirklich gesagt… Ein Fehler

Spiegel online titelt: Berliner Pirat vergleicht Aufstieg der Partei mit dem der NSDAP

Und zitiert mich mit „Der Aufstieg der Piratenpartei verläuft so rasant wie der der NSDAP zwischen 1928 und 1933“

Ich könnte jetzt “Falschzitat” rufen aber das wäre weder angemessen noch wahr.

Das Zitat ist mir wirklich so passiert und was der Schlusssatz einer Ausführung zum derzeitigen beispiellosen Wachstum der Partei. Die Aussage, dass es in unserer Demokratie keine andere Partei mit so einem extremen Erwartungsdruck und Mitgliederwachstum gibt und gab, stand davor.

Doch: Die beiden Parteien sind nicht vergleichbar! Wir haben keine strukturellen inhaltlichen oder historischen Gemeinsamkeiten. Das wollte ich auch nie andeuten.

Genau wie ich arbeiten seit Jahren viele hundert Menschen für und mit dieser Partei. Ich entschuldige mich bei allen Piraten und Unterstützern für den Vergleich und die damit verbundene Aussenwirkung.

Ein Problem besteht dennoch

Wir haben – und darauf wollte ich eigentlich hinaus – ein Problem mit unserem Wachstum. Ich halte unsere direkt demokratischen Prinzipien hoch und will sie in einer Zeit erhalten in der es immer schwerer wird die Piraten unter einen Hut zu bringen. Einer Zeit in der wir einem Druck von Außen und Innen ausgesetzt sind, der die Gefahr birgt, dass wir uns von den großartigen Möglichkeiten offener Strukturen und direkter Beteiligung zu lösen beginnen. Das will ich verhindern.

Fast täglich hört man von Piraten, dass wir nicht immer alle Entscheiden lassen können, dass es auch mal persönliche Meinungen eines Vorstandes bedarf, dass wir im Hintergrund arbeiten müssen um es in der Politik zu schaffen. Das alles hält uns davon ab die innerparteiliche Demokratie, die wir leben, weiter zu entwickeln. Und das haben wir nötig damit wir sie erhalten können.

Ohne unsere Beteiligungskultur und einen diskriminierungsfreien Zugang dazu können wir unser Versprechen eine neue demokratische Kultur zu leben und zu etablieren nicht einhalten. Wir müssen die Problem jetzt sehen und angehen und uns bewusst werden, dass nicht alles rosig läuft sonst fällt uns unser Erfolg auf die Füße.

Gleichzeitig bin ich der Überzeugung, dass wir das schaffen. Weshalb mir der Vergleich so wie er zitiert wurde so leid tut.

Wir haben nicht nur uns gegenüber eine Verantwortung sondern auch den Menschen, die so viel Hoffnung mit uns verbinden. Ich werde weiter dagegen kämpfen, dass aus dem rasanten Wachstum und den offenen Strukturen die wir haben wollen diskriminierende, totalitäre oder auch nur klassisch parteipolitische Strukturen werden.

Wir haben jetzt die Chance etwas zu verändern. Nur wenn wir die Gefahr ernst nehmen und ich nicht weiter solche Interviews gebe.

290 Kommentare zu “Ja ich habe das wirklich gesagt… Ein Fehler”

  1. fishrun sagt:

    ja bitte keine Interviews mehr. wie schon geschrieben: ich schäme mich für dich!für mich ist dein verhalten einfach nur parteischädigend! erst denken dann sprechen!!!
    entspannte woche
    birgitta

    • Swen sagt:

      Meine Güte, wie hier die Piraten aufeinander rumhauen und aus einer Maus einen Elefanten machen…. “Keine Interviews mehr” toll wie bei den Nazis, du solltest dich für dich selbst schämen und niemanden sonst.

    • Jan sagt:

      Nun, es war ein Fehler, sei’s drum. Dass jetzt eifrig von anderen Parteien versucht wird, Kapital daraus zu schlagen, war zu erwarten. Ob alle das wirklich so ernst meinen mit ihrer geforderten Abgrenzung zur Nazi-Ideologie, weiß ich nicht. Aber auch wegen der Empflindlichkeiten an dieser Stelle scheint mir diese Zeit noch längst nicht verarbeitet zu sein. Vorsicht: Wer Hitler oder die Nazi-Zeit erwähnt, muss gleich 10 Sätze hinterher sagen, dass er absolut gegen diese Ideologie ist. Wie verklemmt!!

    • Was ist los? sagt:

      Wo ist bitte das Prroblem? Sobald in Deutschland etwas über Hitler gesagt wird schreien alle rum Höööööööööh Nazi. Irgendwann muss die Vergangenheit dochmal soweit aufgearbeitet sein, das man ihn wenigstens wieder erwähnen kann. Delius will doch nur den rasanten Aufstieg verdeutlichen und findet dafür meiner Meinung nach einen guten Vergleich. Warum wird das in Deutschland immer so aufgebauscht. Und die Überschrift “ein Fehler”, Ich kann keinen Fehler erkennen. Unter dem Druck der Medien und der ganze Leute die dich hier fertigmachen ist das villeicht verständlich. Erklärt mir bitte was daran falsch ist den rasanten Aufstieg der Piraten mit dem rasanten Aufstieg der NSDAP zu vergleichen. Man kann ja nocht nicht einmal mehr sagen das man das gleiche Lieblingsessen mag wie Hitler ohne danach in allen Medien aufgemischt zu werden.
      Armes Deutschland

      • Henning Uhle sagt:

        Also ich bin kein Pirat. Ich weiß nicht, ob ich mal einer werde. Aber mir ist auch das Wachstum aufgefallen. Die Piraten sind halt ein bisschen schnell den Kinderschuhen entstiegen.
        Der Vergleich mit der NSDAP ist schon nicht verkehrt, wie “Was ist los?” schreibt. Euer Wachstum könnte euch nämlich auch auf die Füße fallen, indem die Falschen angelockt werden.
        Ich würde eher den Vergleich wagen, dass Eurer Wachstum so rasant verläuft wie damals die Kurssteigerungen am Neuen Markt. Darum: Baut euch nicht zu sehr Popanz auf.
        Ihr seid dem Welpenschutz entsprungen. Nun wird es Medienschelte aus allen Ecken geben. Und solche Äußerungen wie die vom Autor werden dann genüsslich ausgeweidet. Und zwar ungefähr so wie der Dreck von den Fußnägeln in Christian Wulffs Socken. Seid darum ein wenig vorsichtiger. Aber leid tun sollte euch so etwas nicht.

      • Knut Voigt sagt:

        sachliche vergleiche sollten immer zulässig sein, meinetwegen auch mit der nsdap. nur hatte die nsdap ihren rasanten aufstieg wesentlich auch der finanzierung durch äußerst starke quellen (auch durch deutsche und amerikanische industrielle) zu verdanken. davon kann ja nun bei den piraten wirklich keine rede sein.

    • Jakob sagt:

      Genau in der Frage “Dumme Zitate” solltet Ihr Piraten andere Wege gehen, als andere Parteien. Wer frei denkt und frei spricht, kann auch falsches oder dummes sagen. Wer jedes Wort abwägt, wird bald so sprechen wie all die weichgespülten Hunde in der heutigen Politik. Kritik an Falschem ist richtig, weghauen der ganzen Person nicht, denn dann kommen nur noch Weichspüler nach.

    • Frank sagt:

      Hallo Herr Delius,
      warum haben Sie den Vergleich benutzt?

      • Hans sagt:

        Weil es für diesen Rasanten Aufstieg eben keinen besseren Vergleich gibt!
        Wie lange ist die Nazi Zeit vorbei? Und wie viele aus dieser Zeit,die aktiv darin verwickelt waren leben noch? Glauben denn wirklich – die Verantwortlichen – , daß die mündigen Bürger so was wie damals wiederholen möchten??? Aber weil wir mündig sind lassen wir uns keinen Maulkorb mehr verpassen!! Das war mal!! Ich bin 61 Jahre und habe diese Duckmauserei langsam satt.
        Endlich mal Junge Bürger die sich das Maul auftun trauen und auch nicht gewünscht Formulierungen gebrauchen. Sondern reden wie Ihnen der Schnabel gewachsen ist. Recht so. Solltet Ihr auch wieder wie die Verantwortlichen der Presse-Fernsehen- Regierung und sonstigen Parteien werden, dann könnt Ihr gleich wieder einpacken. Von den Oben zitierten haben wir genug.
        Dank dem Internet können wir mündigen Bürger unsere Meinung kund tun. Oder glaubt Ihr irgend eine Zeitung würde einen Leserbrief dieses Inhalts veröffentlichen?????
        Bitte Bitte bleibt kritisch, dem eigenen Gewissen verpflichtet und nehmt die Lehre Jesus als Wegweiser Eures Handelns.

    • Rainer sagt:

      Unfassbar dieser Kommentar und man könnte glatt meinen das Du aus der FDP- oder Grünenzentrale schreibst:)) Sorry, aber ich habe wirklich ein Problem damit, das wenn man hier in Deutschland nr das Wort Nazis oder Juden erwähnt sofort in die Naziecke gedrängt wird und das, wo jeden Tag in irgendeinem Kanal über die Nazis geredet wird! Mann, das ist Geschichte und 90% der Bevölkerung will damit nichts mehr zu tun haben.Das machen die Piraten für mich aus, das sie sagen was sie denken und nicht das sagen was sie denken sollen. Jetzt reißt Euch mal am Riemen und zeigt den korrupten Lobyistenparteien wo der Hammer hängt. Wir Deutschen,also DAS VOLK ist bereit für Veränderungen…also lasst Euch nicht auseinander dividieren!!!!

    • Mal ganz im Ernst, das hätte mir auch rausrutschen können. Deshalb Danke für Deine Reaktion, und nochmal Danke für Deine bella Figura bei Illner

    • AUREL sagt:

      Hallo Martin Delius,
      wie schnell kann ein unbewusst ausgesprochener Satz, zunächst von den Medien gegen Dich und die junge überaus interessante Piratenpartei ausgelegt werden, sie in ihrem empfindlichsten Nerv treffen!

      Längerfristig betrachtet, auch in Hinblick auf den kommenden Bundesparteitag Neumünster, wird diese Aufmerksamkeit der Medien nur positive Folgen haben. Ihr werdet Euch nun in ganzer Klarheit von der Rechten Szene zu distanzieren wissen. Dies ist durch das Interview von Marina Weisband am 23. April 2012 auf Stern.de und auch durch Dich selbst bereits gestern mehr als deutlich ausgedrückt. Das finden Sie im Netz: “Piratin Marina Weisband zur Nazidebatte”

      Gleich zweimal in der BZ, die Titelseite und Seite 12 ganzseitige Aufmerksamkeit für die Piraten, das ist quasi unbezahlbar für eine Privatperson. Klasse gemacht! Nachrichten Kanäle finden Platz für eine kurze Berichterstattung, man möchte meinen die Medien würden heimlich die Piratenpartei gar lieben.

      Eine „neue politische Kraft“ formiert sich nicht nur in Deutschland sondern in ganz Europa.
      Bitte macht weiter so und lasst Euch nach den vielen Jahren unbezahlter Arbeit die Partei zu etablieren, nicht die gleich vom Hocker stoßen. AUREL

    • Jan sagt:

      Hallo Martin,
      nimm dir das nicht zu sehr zu Herzen. Im üblichen Politik-Spielchen ist das natürlich ein Fehler gewesen. Aber was war denn eigentlich so schlimm daran, dass es ein großes Geheul gibt und Versuche, dir eins auszuwischen.
      Ein vernünftiges Umgehen damit stelle ich mir so vor (ganz einfach):
      Jemand sagt dir, dass es unklug ist und am besten so nicht gesagt wird. Du kannst es dann richtig stellen, so wie du es auch getan hast.
      Alles darüber hinaus riecht nach Profilierungssehnsucht. Ja die Mainstream-Meinung von sich geben, die so üblich ist, mag ja besonders schlau sein. Aber diese stramme Richtigstellerei und das Niedermachen des Nicht-Üblichen – das irritiert doch. Wenn man eben das Geschehen im dritten Reich gar nicht aufgearbeitet hat (“die Unfähigkeit zu trauern”) dann wird man sehr empfindlich und bemüht sich, “richtig” zu denken.
      Schade.

    • Gernot sagt:

      Hallo, Brigitte!

      Ist aber nicht das erste Mal, dass eine(r) unserer fuehrenden Politiker(-innen) einen Bock geschossen hat, oder? Denk mal z.B. an Herrn Jenninger, ehemaligen Bundestagsvorsprecher, dessen (wenn ja schon unueberlegten) Bemerkungen ueber den Aufstieg des Dritten Reiches einen dermassen Aufruhr damals entfacht hatte.

      :-)

      • tropica sagt:

        Hallo,
        Ich kann Holger Hendel nur recht geben.
        Ich finde den Vergleich zwischen Politik und Playboy überaus lustig aber er stimm wohl oder übel. :D
        mfg
        tropica

  2. JuanZorro sagt:

    Ja, dieser Blogeintrag erklärt es vielleicht, aber er entschuldigt nicht. Zu so Aussagen lässt man sich schlichtweg nicht hinreißen. Einfach mal öfter nachdenken und erst dann schwätzen! Danke! Und ja, ich fühle mich angepisst und reagiere dünnhäutig!

  3. Anonymous sagt:

    Danke für die Klarstellung. “Don’t Mention the War”, wie es Basil Fawlty so schön sagte.

  4. Gonokoke sagt:

    Ich als Basispirat Müh mich in NRW an Infoständen ab und du “ihr” die so im Focus der Öffendlichkeit steht haut euch solche Vergleiche raus, die wir wider ausbügeln sollen.
    Nicht gerade förderlich.

    Ein etwas angepisster Basispirat

  5. Basis sagt:

    Hallo Martin,

    du sprichst von Verantwortung. Übernimm Sie einfach mal und zieh Deine Kandidatur zum pol. GF zurück.

    Basis

  6. Domi sagt:

    An diesem Beispiel sieht man, was euch die Behauptung, postideologisch, “nicht links, nicht rechts, sondern vorne” zu sein, gebracht hat: ihr habt zum großen Teil versucht, unsere Geschichte zu vergessen, weil ihr sie für irrelevant gehalten habt. “Man muss auch endlich mal nach vorne schauen.” Funktioniert ja toll. Ihr hattet es satt, über politische Richtungen und Extreme zu diskutieren und genau mit der Mischung aus Enerviertheit und Ignoranz habt ihr euch selbst geschadet. Der Kompass, dem jeder deutsche Demokrat nicht fehlen darf, weil er der Grund ist, warum er in diesem Lande trotz allem Demokrat sein *kann*, genau der fehlt euch, scheint es. Dass er dir als Mandatsträger fehlt, ist besonders schlimm.

    Ich hatte dich für deine spontane Souveränität bei Illner sehr respektiert, aber der Makel dieses unseligen Vergleiches – als gewählter Abgeordneter – wird durch einen guten Talkshowauftritt und die vielen kleinen guten Dinge, die du als Abgeordneter unsichtbar für andere getan haben magst, nicht aufgewogen.

    Im gleichen Artikel lese ich, dass der NRW-Landeschef die Idee von Basisdemokratie für Bullshit hält – war das nicht mal die ursprüngliche Idee der Piraten?

    Ich habe erneut das Vertrauen in die Piraten verloren und erneut muss ich eine geplante Mitgliedschaft bei den deutschen Piraten verschieben. Wenn die rechtsextremen Ausbrüche in der Partei nicht aufhören, sie sogar die Oberhand gewinnen, dann können wir uns gewiss sein, dass ich niemals beitreten werde. Auch wenn ich zurzeit für die Piraten, wegen der Vorfälle vor allem in Österreich, einer der “Machis” bin.

    Tut mir leid.

    • spyro sagt:

      Äh, sorry aber unter “rechtsextrem” verstehe ich dann doch noch etwas anderes.

      • Domi sagt:

        Ich bin heute bereit, einige meiner ursprünglichen Aussagen zu relativieren. So glaube ich zum Beispiel nicht, dass Martin Delius der innere demokratische Kompass fehlt, nachdem ich von dem wahren Umfang seines antinazistischen, prodemokratischen Engagements unterrichtet worden bin.

        Allerdings bleibe ich dabei: in der Piratenpartei gibt es – die Veröffentlichung mag dem Wahlkampf geschuldet sein – insgesamt zu viele rechtsradikal motivierte Vorkommnisse und Eskalationen. Bodo Thießen, Aaron Koenig bereitet sein Comeback vor, und Boris Tuvorovskiy, der sich gestern erst “weiterhin scharfe Angriffe gegen Menschen” vorbehält, wird fortwährend vom bayerischen Landesverband hofiert, seine Positionen verharmlost. Der bayerische Landesverband verliert moderate Mitglieder und gerät zum Brennpunkt der Extremen.

        Ich biete meine Hilfe beim Kampf gegen Rechtsradikalismus in der Piratenpartei an, aber eine Mitgliedschaft muss ich mir vorbehalten, bis diese Situation bereinigt ist und das Vertreten menschenfeindlicher, nämlich sexistischer, rassistischer, antisemitischer, antiislamischer Positionen, die diskriminierende Hassrede gegen Menschen, die durch das Antidiskriminierungsgesetz geschützt sind, mit Satzungsrang als unvereinbar mit einer Mitgliedschaft in der Piratenpartei erklärt wurden.

  7. Herbert sagt:

    ROFLCOPTER wie konntest du denen sowas erzählen?!?! Ist alles in Ordnung mit dir? SONST GTFO!!!!11

  8. Lars Berger sagt:

    Lieber Martin, es gibt ein paar Vergleiche, die man in Deutschland einfach nicht macht… ganz egal, ob richtig oder falsch. Erinnerst du dich an Frau Däubler-Gmelins Bush/Hitler-Vergleich? Dabei wollte sie Bush nicht einmal als Diktator oder Massenmörder bezeichnen… sie meinte etwas ganz anderes. Trotzdem musste sie zurücktreten. Zurück zum Thema: War ist, dass zurzeit viele Pirat werden wollen und unsere Partei damit teilweise überfordert ist. Da sind leider auch viele dabei, die mit unseren Grundsätzen nur sehr begrenzt etwas im Sinn haben. Deshalb brauchen wir unbedingt klare Vorgaben, wann jemand aus der Partei auszuschließen ist. Zum Beispiel bei Leugnung der Shoah, volksverhetzenden Äußerungen usw.

  9. Stefan Lorengel sagt:

    Ganz schön bitter, wenn man in einen so kurzen Text über 20 Rechtschreibfehler reinhaut. Davon über 15 Kommafehler.

    • Jörg Hippmann sagt:

      Auch wenn ich diesen Ausrutscher von Delius für total daneben halte, aber ich denke, klugscheissende deutsch-rechtschreib-tümelnde Erbsenzählerei ist wirklich das Letzte, was wir in dieser Debatte brauchen.

      • Horst sagt:

        Die Rechtschreibung hat mich ebenfalls gestört. Eine halbwegs korrekte Rechtschreibung gehört zu einem Auftreten, das man ernst nehmen kann, ebenso dazu, wie auf vollkommen unsinnige rhetorische Dampfhammervergleiche zu verzichten. Denn mit Gestammel (nichts anderes ist ein Text, dessen Schriftbild nicht stimmt) und rhetorischen Blackouts bietet man Angriffsfläche und macht man sich sehr schnell lächerlich. Ich fände es interessant, wenn mir hier erklärt würde, inwiefern die NSDAP ein Beispiel für die Piratenpartei sein kann. Mir fallen auf Anhieb nur wenige Parteien ein, deren Nähe man normalerweise mehr meiden würde als die zur NSDAP. Was ist denn für Herrn Delius so faszinierend an dieser Partei?

        • Piratenfreund sagt:

          Jungs lasst Euch nicht Bange machen den:
          1. Echte Piraten lassen sich nicht den Mund verbieten.
          2.Der Vergleich war dämlich aber Ihr steht erst am Anfang da sind Fettnäpfchen vorprogrammiert.
          3.Passt Euch nicht an sonst werdet Ihr wie die grün/rot/schwarzes/gelben Gutmenschen
          4.Trotz “Political Correctness” muss man Ross und Reiter nennen!
          5.Kein Applaus für Scheisse

          In diesem Sinne Klar zum Entern

  10. Hainz sagt:

    Danke für Deine Richtigstellung.
    Das Problem ist m.E. nicht oder nicht nur das Wachstum der Partei. Uns ist gerade ein gesellschaftliches Problem auf die Füße gefallen. Ich denke, dass unsere Transparenz dazu führte, dass latent vorhandene menschenverachtende Vorstellungen offen zu Tage treten. Dies ist nicht unser Verdienst und wir sind hierauf nicht vorbereitet. Das Thema wird nicht von der Presse und anderen Parteien uns aufdiktiert, sondern von Parteimitgliedern aus der Gesellschaft in die Partei getragen. Diese hat trotz aller Grundsatzbeschlüsse noch nicht gezeigt, dass sie kompetent ist Antworten auf das gesellschaftliche Problem, dass eben nicht alle als gleichwertig angesehen werden, zu geben. Ich könnte als Neupirat nun sagen, falsche Partei und tschüß. Aber auch ich trage den Optimismus in mir, dass wir das schaffen können. Wir haben Wissenslücken und ein mangelndes (Problem-) Bewußtsein. Das Problem ist nicht der Schaden, den die Partei nehmen kann. Das Problem sind die gesellschaftlichen Zustände, die keinen Ansatz erkennen lassen menschenverachtende Thesen zu überwinden. Wenn wir einen solchen Ansatz als basisdemkratische Partei finden, haben wir sicherlich auch die Fähigkeit Antworten auf alle anderen Themen zu finden.

  11. Bernd sagt:

    Ja, diese Aussage war ein Querschläger, dazu noch zur Unzeit. Ärgerlich, kann aber passieren und passiert wie man gesehen hat. Du solltest dich aber deswegen nicht jetzt wegducken und Interviews und TV-Auftritte meiden.

    Dein Posting hier und die parallele Reaktion von Christopher Lauer auf die -an sich faire- Spiegel Story sind gute und wichtige Fingerzeige. wie wir fortfahren sollten und worauf wir uns zu konzentrieren haben.

    Danke für diese Impulse und Dank dafür dass ihr auch immer wieder den Kopf in die Kamera haltet!

  12. ExPiratin sagt:

    Es wieder verharmlosen und schreiben, es sei nicht so oder ganz anders gemeint. Eure permanenten Versuche, Eure Gesinnungsäußerungen zu relativieren macht es nicht besser.
    Bei normalen Menschen kann nur ein Mangel an politscher Bildung zu einem solch geistigen Ausfall führen. Das scheint in der Summe bei Euch nicht der Fall zu sein.

    • Zipf sagt:

      Einfach mal Hirn einschalten und benutzen! Seine Aussage ist völlig korrekt.
      http://de.wikipedia.org/wiki/NSDAP#Die_Wahlergebnisse_der_NSDAP_bei_den_Reichstagswahlen_1930_bis_1933

      Oder darf man NSDAP nicht mehr sagen? Darf ich auch nicht mehr Adolf Hitler sagen?
      Sind Schüler Nazis weil in ihren Geschichtsbüchern was über die Vergangenheit steht?
      Lächerlich.

      Lieber Martin,

      deine Entschuldigung war schlimmer als die Aussage die du getätigt hast. Denn die war absolut korrekt. Der Rücktritt ist völlig übertrieben.

      Einfach nur ein #Spiegel #fail.

      • @Zipf sagt:

        Du sprichst mir aus der Seele. Ich esse Kartoffeln. Das ham die damals in der NSDAP auch gemacht. Bin ich jetzt ein Nazi? Oder Böse? Soll ich mich entschuldigen und sagen ich hab einen Fehler gemacht?
        Kriegt euch wieder ein! Irgendwann muss man die NSDAP und Hitler doch wenigstens mal wieder erwähnen dürfen, solang man nicht gut über sie redet.
        Aber das wird wohl noch einige Hundert Jahre dauern.

        • dfsdfsdfsdf sagt:

          Nö, aber angenommen du würdest jedes Mal, wenn du Kartoffeln ist, zu den anwesenden Personen sagen: “Schau mal, ich esse Kartoffeln, wie damals der Hitler.”

          … dann würden sich die Anwesenden vermutlich schon fragen, was mit dir nicht stimmt.

    • spyro sagt:

      Von welcher “Gesinnung” ist denn bitte die Rede? Und wer ist “ihr”?

  13. Selbsterkenntnis und ich würde Vorschlagen das WIR durch ICH zu ersetzen. Wirklich unnützer Vergleich, die Singularität und nicht die Parallelen unterstreichen. Ansonsten sonnige Grüße nach Berlin.

  14. Tom sagt:

    So oft ich den Beitrag auch lese: Ich verstehe nicht, weshalb das “Wachstumspelroblem” einen NSDAP-Vergleich braucht. Oder wurde eine unbedarfte NSDAP irgendwann von Rechtsaußen-Mitgliedern, Spinnern und Opportunisten geentert? :-/

  15. FBM sagt:

    danke für das statement!

    ich glaub einige piraten müssen lernen zu manchen themen einfach mal die klappe zu halten.

    ein vergleich mit irgendwas aus dem 3. reich geht so gut wie immer nach hinten los.
    das passiert teilweise auch echten politprofis und uns erst recht.

    fehler können passieren, nur lasst uns schnell lernen

  16. Janik sagt:

    Leute, Leute,

    seid doch mal nicht so naiv was die Presse angeht. Es wird zur Zeit versucht die Piratenpartei klein zu halten, dazu wird aktuell massiv versucht die Piratenpartei in die Rechte Ecke zu schieben und da ist so ein Zitat natuerlich *DAS* gefundene Fressen. Also denkt bitte, bitte, bitte zweimal darueber nach was ihr so von euch gebt.

    Hinweiss zum Spiegel: Der gehoert inzwischen zu Bertelsmann.

    Und, ja. Eines ist ja wohl Sonnenklar: Personen mit rechter Gesinnung haben in der Piratenpartei nichts verloren und gehoeren rausgeschmissen.

  17. Eisfieber sagt:

    Einsicht war schon immer der erste Weg zur Besserung.
    Wenn Meinungsvielfalt gefragt ist, muss eine Partei auch unsinnige Äußerungen des einen oder anderen Mitglieds aushalten können. Allerdings muss die Meinungsfreiheit ihre Grenzen haben.Diese Grenzen zu definieren – das ist eine Aufgabe, die zeitnah erledigt werden sollte.

  18. Valentin Brückel sagt:

    Hallo Martin,

    vielen Dank für Deine Klarstellung. Du hast selbst gemerkt, dass man bestimmte Schlüsselbegriffe besser vermeidet. Trotzdem sehe ich Deine Botschaft: Das gegenwärtige Wachstum der Piraten hat beängstigende Ausmaße angenommen. Falls das so weiter geht, können wir alles verändern. Das ist aber nicht nur eine Chance, sondern auch eine riesige Verantwortung. Dafür, dass Du uns dafür (hoffentlich) sensibilisiert hast, möchte ich dir ebenfalls danken.

  19. Ja, der Vergleich ist nicht besonders glücklich.

    ABER: Wenn jetzt jeder peinlichst genau darauf aufpasst, ja nichts falsches zu sagen, dann werden wir bald nur noch solche Sprechblasen absonsern wie die Vertreter anderer Parteien. Und dann untergraben wir einen der wichtigsten Pfeiler unseres Erfolgs.

    “Ganz normale Menschen” haben wir plakatiert. Ganz normale Menschen sagen auch mal etwas weniger Gelungenes. Das schadet uns weniger, als wenn wir zu Sprechblasenabsonderern werden.

    Von daher: Klarstellung, und gut ist.

  20. Marc sagt:

    Gut das du selbst darauf regierst!

    Ja, deine Aussage wahr (gelinde gesagt) gequirlte Kacke und es sollte dir eigentlich bewusste sein das solche Aussagen Wellen schlagen werden, und zwar in die falsche Richtung!

    Auf meinem PC liegt jetzt schon sein 3 Monaten ein eigentlich ausgefüllter Mitgliedsantrag für die Piratenpartei.

    Aber jedesmal wenn solche Sachen wie deine unglückliche Aussage rausgehaunen werden habe ich Zweifel…

    Ich weis nicht ob ich euch KOMPLETT vertrauen kann als Partei, ja ihr geht in die richtige Richtung, ja ihr macht Fehler, ja ihr habt ne Menge Spinner, Querulanten und Faker dabei.

    Bitte lasst euch nicht von solchen Mist wie deiner Aussage von der Öffentlichkeit zerfleischen, macht euer Ding!

  21. Nils sagt:

    Ich kann nicht beurteilen, ob der Vergleich historisch korrekt ist.
    Aber wofür entschuldigen Sie sich genau?

    War der Satz wirklich inhaltlich falsch, oder war es nur ein Fehler ihn zu sagen? Und warum war es ein Fehler? Es werden Leute Schlagworte wie Verharmlosung anführen. Sie haben einen reinen Vergleich über einen zahlenmäßigen Anstieg gezogen. Bewertet haben Sie die Sache in keinster Weise. Eine Verharmlosung gab es nicht; ein solcher Vorwurf wäre konstruiert.

    Wenn jeder Vergleich mit allem, was zur NS Zeit passierte, sich verbietet, weil es doch nichts Vergleichbares geben kann, dann könnten wir genau aus dem Grund alle Aktivitäten gegen Rechtsextremismus heute einstellen.

    Ich würde mir wünschen, wenn es mehr Menschen gibt, die sich wirklich am Inhalt von Aussagen orientieren und nicht an Äußerlichkeiten. Das halte ich auch für piratentypisch, denn sonst müsstet ihr ja auch die Anzugpflicht einführen.

  22. Wo es Erfolge gibt kommen auch gleich die Neider … und gerne wird da jedes Wort auf die Goldwage gelegt … und wer es Missverstehen will, der wird auch was finden. Also nicht Entmutigen lassen und klar bleiben in Absicht, Weg und Ziel. Finde Ihr macht einen tollen Job da in Berlin.

    Grüsse aus dem Süden …

    Klaus Backhaus
    https://twitter.com/BackhausKlaus
    http://www.kbmusic.de
    mailto:piraten@kbmusic.de

  23. Detlef genthe sagt:

    “verläuft so rasant” ist eine Aussage über die Rasanz des Wachstums. Es ist klar eine formale, keine inhaltliche, Übereinstimmung.

    Sich Entschuldigen, genauer das Bitten um Entschuldigung, setzt eine Schuld voraus. Um Entschuldigung zu bitten für eine einfache nicht zu beanstandende Aussage, die aus Böswilligkeit oder Dummheit mißverstanden wird, ist absurd, da die zur Entschuldigung notwendige Schuld fehlt.
    Schreiben Sie meinethalben, daß Sie künftig ihre Sprechweise professionalisieren wollen, das war doch gemeint.

  24. Oliver sagt:

    Da sitze ich gestern hier in NRW in einer Runde intelligenter, milde politisch interessierter Menschen und erzähle denen von meiner Begeisterung für die Piratenpartei. Unverständnis, Kopfschütteln – “Aber das sind doch Nazis.”
    Seit ihr für die etablierten Parteien nicht mehr die “fehlgeleiteten jungen Leute aus diesem Internet”, sondern eine ernste Bedrohung ihrer Pfründe seid, suchen die nach einer Schwäche. Das mit dem angeblich mangelnden Programm zog nicht, die Details des Urheberrechts sind “zu technisch” – aber seit zwei Wochen gibt es so ein Thema und die Presse stürzt sich begeistert darauf.
    Unpassende Hitlervergleiche sind ein beliebtes Hobby in Deutschland (und sonstwo). Aber -bitte bitte bitte- bekommt das in den Griff!

  25. Peter sagt:

    Hallo!

    Was wie, erst der Hase und jetzt Du? Wenn’s nicht so lustig wäre, wär’s fast traurig.

    Bitte gib weiter Interviews! Bitte ohne Nazivergleiche… aber selbst wenn Du nochmal Jehova sagst, ist es kein Grund, Dich zu lynchen.

    Nein, von solchen Griffen ins Klo kann man kein rechtsradikales Gedankengut ableiten.
    Nein, solche Vergleiche ebnen den Nazis nicht den Weg.
    Und ja, das ist parteischädigend, aber shit happens und eine gewisse Fehlertoleranz, wenn der Fehler eingesehen wurde, ist doch das natürlichste von der Welt.

  26. X-Cracker sagt:

    Ihr seid doch alle U-Boote des Verfassungsschutzes, mit dessen Hilfe die etablierten Parteien ihre wegschwimmenden Felle retten will, besser gesagt ihre Pöstechen und Pfründe! Und um die Piraten aus dem Rennen zu nehmen eignet sich nunmal nichts besser als dieser unsägliche Nazi-Scheiss!

    Ach, und die “Ähnlichkeit” soll sich allein auf das Phenomän des Wachstums beziehen, nicht auf Partei-Inhalte??! Da gäbe es tausende andere Möglichkeiten -auch aus der Politik – aber wie wär’s mal aus einem anderen Gebiet? Könnte ja vielleicht auch ein Angstspross aus der allgemeinen Unzufriedenheit der Wählwerschaft sein oder was weiß ich.

    Mensch, bei Illner warst Du top, warum jetzt sich selbst die rote Karte geben? Ich bin kurz vor’m aufgeben …

  27. klaus w. sohl sagt:

    Ich lese gerade den Spiegel und überall diese tolle Schlagzeile.
    Du hast es absolute richtig gemacht.
    Manchmal sind es genau diese Provokation, die zum Zuhören zwingen.
    Und plötzlich spitzen Alle die Ohren und zerlegen jedes Wort.
    Du hast Jehova gesagt.
    Und dein Statement spricht mir aus der Seele.
    Lieben Gruss
    swanro

  28. Andreas sagt:

    Ja, das war ein Fehler. Aber Ihr seid jung und dürft auch mal Fehler machen ( und zugeben). Mit “Jung” meine ich nicht nur Euer persönliches Alter, sondern vor allem Euer “Partei-Alter”. Ihr seid noch nicht angepasst und gerade dass macht die Piraten sympathisch und wählenswert. Ich wünsch Euch alles Gute und viiiiele Stimmen bei den nächsten Wahlen. Bringt ordentlich frischen Wind in das allgemeine “Parteiengeklüngel”.

  29. Micha sagt:

    Alles schön und gut. Mir ist auch klar, wie Du es gemeint hast. In den Medien wird versucht ein Bild von der Piratenpartei zu zeichnen, das die Piratenpartei als Gefahr für die Demokratie darstellen möchte. Ich möchte Deine (und andere) Äußerungen einfach wohlwollend als ‘Naivität oder Unachtsamkeit’ abhaken. Aber es werden genug Konstrukte geschaffen, die bei den Menschen die Piratenpartei mit Rechtsradikalen in Verbindung bringen sollen. Solche Aussagen sind Wasser auf den Mühlen und haben eine verheerende Außenwirkung. Schlimmer kann es fast nicht mehr werden. Wenn ‘ihr’ (nicht Du alleine, auch andere Piraten in Funktionen) das Problem des rasanten Wachtums so lösen wollt, ‘ihr’ seid auf dem besten Weg dazu. Die Piratenpartei wird Wählerzustimmung verlieren. Und wenn ich heute in WON das Piratenparteilogo auf rotem Hintergrund sehe oder in SPON Dein Zitat breitgetreten wird, kommt mir das große Ko****. Ich habe seit nicht ganz 3 Jahrzehnten immer gemeint, ‘taktisch’ wählen zu müssen, und ich bin immer wählen gegangen. Bis mir klar wurde, das bringt auch nichts. Trotzdem habe ich mich in Bayern konsequent als SPD-Stützwähler verstanden, weil jahrzehntelange absolute Mehrheiten einer Parteistruktur (hier CSU) ihrer demokratischen Wahrnehmung und ihres demokratischen Selbstverständnisses nicht förderlich sind. Bis zum Höhepunkt der ‘Katastrophe’ einer Zweidrittelmehrheit von Stoiber auf der Basis der geringsten Nettowählerzustimmung, die die CSU jemals hatte. Ich bleibe jedenfalls den Piraten erhalten, verbunden mit der Hoffnung, in Zukunft nicht noch häufiger ko**** zu müssen als unbedingt notwendig. ;)

    • Thomas Nimmesgern sagt:

      Hallo!

      Zitat: “Aber es werden genug Konstrukte geschaffen, die bei den Menschen die Piratenpartei mit Rechtsradikalen in Verbindung bringen sollen”.

      Das ist meines Erachtens nicht richtig.
      Da wurde kein Konstrukt erschaffen, die Medien haben (zumindest in diesem Falle) nichts erfunden. Vielmehr ist diese Aussage tatsächlich gefallen, dieser Satz wurde -in einem Interview- so gesagt. Dazu sagen andere ihre Meinung – das nennt man dann Meinungsfreiheit, ob einem das nun passt oder nicht.

  30. stimmviech sagt:

    Die Partei wird wohl oder übel mit sogenannten Nazis leben müssen.
    Wie schon auf dem Blog von Frau Weisband bezüglich ihrer Forderungen geschrieben:
    Darf ich die Piraten wählen?
    Ich bin ja nicht Mitglied der Piraten, könnte mir aber vorstellen, in der nächsten Zeit statt NPD die Piraten zu wählen. Mein eigenes Weltbild ist eher liberal-national und liegt damit eigentlich links von der NPD, sie ist allerdings die einzige Partei, die die multikulturelle Gesellschaft hinsichtlich ihres Funktionierens publikumswirksam hinterfragt. Von den Piraten und ihrem Mehr-Demokratie-wagen-durch liquid-feedback verspreche ich mir, daß vernünftige nationale Prinzipien stärkeren Eingang in die Politik finden. Man sieht ja schon am Zukunftsdialog der Bundeskanzlerin, daß das Islamthema die Leute drückt, sie aber wegen der politischen Korrektheit und dem den meisten Deutschen eigenen Duckmäusertum nicht offen darüber zu reden wagen. Ich sehe die Möglichkeit, daß sich meine Motive, die NPD zu wählen, durch Wahl der Piraten und auch dem daraus resultierenden Druck auf die anderen Parteien, auch unkoorekte Meinungen vertreten zu müssen, besser verwirklichen als durch Wahl der NPD. Zu den Weisbandschen Forderungen:
    Rassismus: Ich bin Rassist, denn das bedeutet die Anerkennung verschiedener Leistungsfähigkeiten unterschiedlicher Ethnien. Daraus folgt übrigens weniger Diskriminierung leistungsschwächerer Ethnien als durch das heutige Gleichheitsdogma, was dem Westen z.B. ermöglicht , die afrikanischen Küsten mit industriellem Fischfang leer zu fangen, während die Afrikaner wegen ihres geringeren intellektuellen Leistungsvermögens diese Möglichkeit nicht haben und verhungern.
    Nationalsozialismus: Kann ich mich absolut von distanzieren, bedeutet nämlich Diktatur kombiniert mit Vernichtungsdogma, ich stehe auf beides nicht.
    Geschichtsrevisionismus: Sehe ich differenziert. Mit Holocausleugnung oder gar Holocaustbefürwortung habe ich nichts zu tun. Die Kriegsschuldfrage sehe da schon differenzierter. Viele wissen z.B. heute gar nicht mehr, daß England Deutschland den Krieg erklärt hat. Hintergrund waren meines Erachtens nicht vorgeschobene Schutzgarantieen für ein Land oder gar die Menschenrechte, sondern der Wunsch, das Imperium zu erhalten.
    Antisemitismus: Sehe ich hauptsächlich mit Intelligenzfurcht der Masse und dem Aufstiegswunsch nichtjüdischer Hochintelligenz( die Naziführung hatte teils IQs im Hochbegabtenbereich, Göring 138) motiviert, ist nicht mein Ding, wird aber so erklärbar.
    Islamophobie; Halte ich für wichtig, denn Ängste vor einer faschistoiden Religion sollten doch Gegner des Nationalsozialismus alle haben. Ich erinnere daran, daß Hitler und islamische Führer sich gegenseitig wertschätzten, die SS hatte die Division Handschar.
    Homophobie halte ich für unsinnig, allerdings scheint eine Überbewertung der Homosexualität mit dem Untergang von Gesellschaften zu korrelieren, nur mein persönlicher Eindruck.
    Sexismus: In dem Sinne, daß ich Mann und Frau in ihrem Erleben und Verhalten als sehr unterschiedlich erlebe, bin ich Sexist.
    Ausgegrenzte Menschengruppen; Realistisch gesehen, wird immer jemand ausgegrenzt. Die Piraten grenzen z.B. Dumme aus, weil die sich lieber führen lassen als sich überfordert selbst in die Politik einzubringen. Halte ich für unrealistisch.
    Kurz gefragt: darf ich die Piraten wählen?

    • Ulrich Beckers sagt:

      stimmviech,

      natürlich _darfst_ du die Piraten wählen. Die Frage ist aber, ob du das _möchtest_. Ein großer Teil deiner angesprochenen Punkte wird von der Piratenpartei grundsätzlich anders bewertet. Wir in der Piratenpartei mögen zwar keine Denk- und Redeverbote, haben aber im Grundsatz ein tiefes Bekenntnis zum Grundgesetz und zu den Menschenrechten verankert. Wer dieses Bekenntnis nicht teilt, _darf_ zwar Piraten wählen (denn keine Partei kann vorschreiben, wer was wählt), sollte aber nicht mit Applaus für seine Ansichten in Reihen der Piraten rechnen.
      Überlege dir gut, was du willst, suche den Dialog und hör nicht auf zu denken. Ob du nun npd (mag ich nicht), Piraten (mag ich), FDP (no comment) oder was auch immer wählst, ist letztlich deine Entscheidung. Das kann dir niemand abnehmen, es gilt Eigenverantwortung statt Führerprinzip.

    • Jack Sparrow sagt:

      Die Chance das es sich beim Uhrheber dieses Beitrags um einen Auftragsschreiber handelt ist fast 100%. Ich tipp mal auf ne Made von Springer, aber das ist eigentlich egal sind sie doch alle gleich.

      Den Antidemokraten, auch Lobbyisten genannt, geht die Düse weil wir aufgrund dezentralen Machstrukturen eine Grundimminität gegen Korruption besitzen.

      Weil wir Politik für den kleinen Mann auf der Strasse machen sind wir sind der natürliche Feind der Lobbyisten, eine friedliche Koexistenz kann und wird es nie geben. Mit den Morlocks können die Eloys keine Frieden schliessen.

      Leute, wacht auf und geht nicht davon aus das andere so anständig und ehrlich seid wie ihr !

      Nächste Woche zieht irgend ein Apparatschick der Lobbyisten das raus was irgend ein Pirat
      gerade gut gemeint schreibt, vedreht die Fakten komplett und setzt es über PC Medien als Waffe gegen die Piraten ein um die zu beschädigen.

      Na, könnt ihr schon die Talkshow sehen ?

      Ich sehe sie glarklar: Heute auf XYZ: “darf ein NPD´ler die Piraten wählen ? Eingeladen ist ABC von den Piraten usw. Folgedes aus dem Blog von Martin Delius……..Anscheinend fehlt den Mitgliedern das Bewusstsein das…alarmierend….memschenverachtend…nicht ausreichend distanziert…trägt Mitschuld…Nazi…versagt…müssen noch lernen…nicht wählbar…bei Friedmann bereits…keine Lehren gezogen…ekelerregend.

      So funkt das bei BILD Dir deine Meing & Co. nun mal.

    • Pirate Pier sagt:

      Es gibt keinen Grund, aus dem du die Piraten wählen solltest. Das dürfte nach einer Lektüre des Grundsatzprogramms deutlich werden. Du darfst selbstverständlich deine Stimme dennoch den Piraten geben, aber inhaltliche Überschneidungen wirst du kaum finden.

    • subjekt21 sagt:

      @ stimmviech: korrekt hätte man besser nicht schreiben können…..

  31. Andreas Böttcher sagt:

    Deine Klarstellung dazu – frühzeitig genug – ist wichtig und angemessen.
    Ich nehme Dir auch ab, dass dies eine unbewusste Fehlleistung war, frage mich aber dennoch, welchen Mechanismen wir uns zur Zeit stellen, dass so etwas eben auch geübten Leuten passiert.
    Die Tendenz, einfach jedes Interview, jede Talkshow zu besetzen, auf jede Mail, jeden Blog und Twitter zu antworten – weil es ja dem Bekanntheitsgrad der Piraten und auch der eigenen Person dient, führt fast zwangsläufig dazu, dass dieserart Fehler passieren, die uns jedesmal wieder Meilen zurückwerfen können.
    Wenn wir das Politiksystem wirklich nachhaltig verändern wollen, und nicht bald wie eine Sternschnuppe verglühen, dann ist Selbstreflektion und Geduld wichtiger, als Statements rauszuhauen.
    Andreas Böttcher

  32. egladil sagt:

    Klingt doof, … ist aber so.
    Ich hoffe du kommst gut durch den Shitstorm durch.

    MfG egladil

  33. judger sagt:

    “Das Zitat ist mir [...] passiert”??
    Das kann doch nicht wahr sein. Wie kann man so einen dämlichen Vergleich anstellen und sich nicht über die Konsequenzen im Klaren sein?

  34. Wilz sagt:

    Mit Verlaub, so dumm kann man doch gar nicht sein. Ausgerechnet in der jetzigen Situation einen derartigen Vergleich zu ziehen, ist einfach nur behämmert. (Von dem hanebüchenen Vergleich an sich ganz abgesehen.) Die Medien hitlerventilieren eh schon wie verrückt und dann kommst du mit der NSDAP?!

    Ihr solltet Euch mal in den öffentlichen Foren umschauen. Da sind die Piraten teilweise schon jetzt die Nazi-Schmuddelkinder. Springer & Co. werden Euch so was von runterschreiben; dieses Image kriegt Ihr jahrelang nicht wieder los.

  35. Zwotin sagt:

    Unglaublich dumm.

  36. Der Fall zeigt das wir nun sehr vorsichtig sein müssen was wir schreiben, die anderen Parteien werden jeden solchen unüberlegten Vergleich oder Kommentar sofort aus dem Kontext Gerissen im Wahlkrampf gegen uns verwenden.

    Der NSDAP Vergleich ist Inhaltlich natürlich ziemlich unsinnig, sowas darf einfach nicht mehr passieren.

  37. Ich bin immer wieder überrascht, wenn jemand Vergleiche zieht, die man nur als provokant und mit bestem Willen wenig hilfreich bezeichnen kann. Ich finde es gut, Fehler einzugestehen. Insofern passt das hier jetzt wieder. Aber das alles kann man und sollte man sich ersparen. Um seiner selbst Willen, aber auch, und das ist hier der Fall, um anderen nicht unnötig das Leben schwer zu machen.

    Ich werde manchmal das Gefühl nicht los, dass man sich auch in der Piratenpartei manchmal zu wichtig nimmt. Es geht um die Sache und nicht um das eigene Ego. Das war bisher ein wichtiger Unterschied zu anderen Parteien. Da muss man sich kein Vorbild nehmen…

  38. Hessie James sagt:

    Und schon wieder wird zurück gerüdert.

    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Aber (Piraten-) MANN sollte wissen:

    Die NSDAP-Mitglieder waren zunächst überwiegend männlich und jung.

    Und ihre Zahl entwickelte sich rasant:

    Ende 1919 64
    Ende 1920 3.000
    Ende 1921 6.000
    23. November 1923 55.787
    Ende 1925 27.117
    Ende 1926 49.523
    Ende 1927 72.590
    Ende 1928 108.717
    Ende 1929 176.426
    Ende 1930 389.000
    Ende 1931 806.294
    April 1932 1.000.000
    Ende 1932 1.200.000
    Ende 1933 3.900.000

  39. Wittenzwerg sagt:

    Davon sind die Piraten noch weit entfernt.
    Dürftige Gechichtskentnisse von Martin Delius :-).

    • Rhett66 sagt:

      Das ist nicht ganz richtig. Man betrachte die Ergebnisse für die NSDAP bei den Reichstagswahlen:
      1928 – 2,56%
      1930 – 18,3 %
      1932 – 37,4 %
      Darauf hat sich Herr Delius vermutlich auch bezogen. Und das wirft ein Licht auf die Stimmung beim Wähler 2012. Ein Vergleich mit den Verhältnissen zum Ende der Weimarer Republik (damals Weltwirtschaftskrise und Versailler Vertrag, heute die inszenierte Finanzkrise und Euro-Rettungsschirm) ist alles andere als unpassend!

      Herr Delius, ich bedaure es, daß Sie Ihre Kandidatur zurückziehen. Beim nächsten Mal wissen Sie, daß so ein Satz niemals am Ende eines Statements stehen darf, denn der Normalbürger pflegt nicht über Hintergründe nachzudenken, wenn man sie ihm nicht erklärt.

      Gruß Rhett

  40. NeoVG sagt:

    Ich habe mich gerade via Twitter etwas darüber ausgelassen – bzw. darüber nachgedacht.
    IMO ist die Aussage (mal ganz unabhängig vom restlichen Kontext – den ich nicht kenne) problematisch, weil sie – gerade im Kontext der aktuellen Diskussionen – ohne nähere Betrachtung eine ideologische Verbindung suggerieren kann.

    ABER: Ich weiß nicht, wie genau dein ursprünglicher Gedanke war, aber nur auf den Aufstieg bezogen ist es durchaus interessant. Parteien können IMO einen (derart) rasanten Aufstieg nur dann haben, wenn ein hinreichender Teil der Wähler sehr unzufrieden mit den etablierten Parteien und deren Politik sind. Sie suchen Alternativen, die primär “etwas anders machen”. Ob die etablierten ihre Sache gut oder schlecht machen, hat damit nichts zu tun. Sie suchen Alternativen, die etwas extrem anders machen. Ob dahinter eine gute oder schlechte Ideologie oder einfach gar nichts steht, hat damit ebenso wenig zu tun. Dieses Extrem kann auch vieles bedeuten (was bei der Diskussion über den Vergleich eben nicht bedacht wird): Es könnte eine Fokussierung auf Nationalismus oder Rassismus bedeuten (siehe NSDAP), aber auch eine Fokussierung auf Sozialismus oder Kommunismus, auf Umweltthemen (siehe Die Grünen) oder eben eine Fokussierung auf Dinge wie Transparenz, Basisdemokratie, Bürgerrechte usw (siehe Piraten). Ja, auch letzteres könnte man im Vergleich mit den erstarrten Strukturen der etablierten Parteien als politischen Extremismus ansehen – extrem offen, extrem bürgernah, extrem freiheitlich. Verglichen mit den derzeit etablierten Parteien!
    Es ist offensichtlich, dass viele Wähler derzeit nach einer Alternative suchen. Sollen sie diese bittebitte bei uns finden und nicht z.B. bei der NPD oder einer anderen Mistpartei.

    Mein persönliches Fazit: Ungeschickte Aussage, da es eine Steilvorlage für einen Shitstorm ist. Normalerweise würde der von der Opposition kommen, bei uns kommt er halt auch gleich von innen. Wobei der Shitstorm nicht unbedingt gerechtfertigt ist, aber “zu erwarten”, da erfahrungsgemäß viele Leute wunderbar auch knackige, aus dem Kontext gerissene Worte aufspringen, anstatt darüber nachzudenken, was es wirklich implizieren könnte (oder einfach zu fragen).
    (Ok, das ging jetzt alles ziemlich am Blogpost selbst vorbei, musste ich aber loswerden)

  41. Sascha Endlicher sagt:

    Was ist nur in Sie gefahren, die Piratenpartei mit der NSDAP in einem Atemzug zu nennen? So einen Vergleich erwartet man vielleicht von einem äußerst ungeschickt agierenden Hinterbänkler einer gegnerischen Partei, aber nicht von einem Piraten.

    Ich denke, damit haben Sie der Außenwirkung ihrer Partei erheblichen Schaden zugefügt. Positiv ist Ihnen zwar zuzugestehen, dass Sie schnell gemerkt haben, dass dies ein Fehler war, für viele ist dies wahrscheinlich allerdings ein unverzeihlicher Fehler.

  42. Ghodly sagt:

    Du hast Bedenken ausgesprochen, die ausgesprochen werden mussten und müssen.

    Ich fände es schade wenn du dafür einen Shitstorm kassierst.

    Wir müssen das Problem jetzt angehen und nichts verharmlosen. Dein letzter Satz sollte lauten: Wir haben die Chance etwas zu verändern, SODASS ich keine solchen Interviews mehr geben muss.

    Jeder Pirat muss für sich selbst eine Grenze zu Linksradikalem und Rechtsradikalem Gedankengut ziehen.
    Die Beteiligung Aller in diesem basisdemokratischen Projekt bedeutet auch ein verantwortungsvolles Handeln jedes Einzelnen.
    Je mehr wir auf Schwarmintelligenz setzen, desto wichtiger wird der Minderheitenschutz.

    • Daniel sagt:

      Es wurde nicht der schnelle Wachstum kritisiert, sondern gesagt die Piraten würden “so schnell wachsen wie es die NSDAP tat”. Wenn dies eine Kritik am schnellen Wachstum bzw. die Äußerung von Bedenken sein sollte, ist dies nicht angekommen und mehr als ungünstig ausgedrückt. Dieser Vergleich macht eher deutlich, dass das eigentliche Problem der NSDAP damals der schnelle Wachstum gewesen ist. Ich hoffe doch, dass dies nicht so gemeint war.
      Mich stört allgemein diese Pseudo-Liberale Haltung zu Themen bei denen man sich klar äußern müsste. Es ist eben keine persönliche Sache ob man sich gegen oder für rechtsradikalismus ausspricht. Es ist die Pflicht jeder demokratischen Partei sich konsequent und klar gegen diese Positionen auszusprechen und sich abzugrenzen. Hier müssten die Piraten mal langsam wirklich Stellung beziehen. Ich sehe aber nur einen planlosen, unfähigen Haufen der schlecht organisiert und informiert ist, sich aber gerne selbst darstellt und überall wo es die Möglichkeit gibt mit dummen Aussagen und Unwissenheit glänzt. Mich langweilt das Ganze langsam.
      Nach diesen ganzen Vorschusslorbeeren die es ja ohne Zweifel gibt, muss langsam was kommen, sonst hat sich dieser momentane Hype nämlich bald erledigt. Die Piraten sollten mal langsam ihrem eigenen Maßstab gerecht werden und anfangen etwas zu leisten. Eine ernstzunehmende Partei sind die Piraten noch lange nicht.

    • Manfred Schmidt sagt:

      very well my dear! je mehr die diktatur der masse entsteht, je mehr bedarf es des minderheitenschutzes, sonst haetten wir nichts gelernt.

    • Fatih sagt:

      Schlimm ist es nicht – nicht wirklich – aber eine sek. darüber nachdenken hättest ja können, bevor du es aussprichst!

      Nunja, es ist also ausgesprochen.

      Aber was der +Ghodly hier sagt! Es hätte ausgesprochen werden MÜSSEN?!?
      Kann ich nicht nachvollziehen! Muss ich auch nicht.

      Aber lerne und lernt einfach dazu wie etwas rüberkommt! Aber verliert diesen Charme um keinen Preis.

      Alles Gute weiterhin,

  43. Regierungs4tel sagt:

    Soeben ist auf twitter zu lesen:

    Sylvia ‏ @die_sylvi
    Der @martindelius zieht seine Kandidatur zurück. #buvogrillen #nürnberg

    Warum? Des Vergleiches wegen?

  44. Klischeepunk sagt:

    Mir will nicht ganz klar werden, und du schlägst auch den Bogen geschickt, inwiefern das angesprochene Problem etwas mit der NSDAP zu tun hat. Die NSDAP war für ihr Konzept notwendigerweise eine Massenbewegung. Für Partei(nahe) Kampftruppen die noch keinen “offiziellen Auftrag” haben braucht man Massen, um eine Kontrolle und Repression zu etablieren auch, von daher will mir das schlicht in keinem Bezug verständlich werden.

    Aber sieh’s von der positiven Seite, mit dieser Einordnung stehst du nicht alleine, selbiges wurde mir die Tage als Zitat eines Geschichtslehrers zugesteckt, nur mit anderem Bezug (beides Protestparteien blablubb…)

  45. intermerker sagt:

    Gemessen an dem Geist den die Piraten ständig vorgeben zu vertreten. ist der Ungeist in dessen Nähe sich einige von ihnen bewegen schon sehr verwunderlich. Da wird von morgens bis abends ständig von der Visison einer neuen und radigal veränderten Demokratie geredet, gepostet, gebloggt und getwittert. Gleichzeitig führt man eine Diskussion und zieht Vergleiche mit einem System und Gedankengut, welches aber auch gar nichts mit den Werten der Demokratie zu tun hat.
    Was veranlasst diese Leute dazu? Vor allen Dingen aber wie und warum kommen die darauf? Schließlich müsste doch eigentlich die eine Haltung die andere automatisch ausschließen. Wie kann man da rein geistig auch nur irgend eine Verbindung herstellen?

    Also wofür stehen denn nun die hochgelobten Piraten? Für eine pluralistische, freie und demokratische Gesellschaft? Oder einfach nur dafür das ein jeder sein vergorenes Halbwissen mit der Macht eines Wahlergebnisses und der Kompetenz des ihm blindlinks folgenden Schwarms als neue Wahrheiten dahertuten kann?

  46. Du beklagst, daß es immer schwerer wird, alle “unter einen Hut zu bringen”. Das sehe ich nicht so. Wenn sich die Piraten mal darauf festlegen könnten, was wirklich alle wollen: Jeder möchte, daß es ihm gut geht (Wohl); jeder möchte, daß seine Möglichkeiten gesteigert werden (Nutzen mehren); jeder möchte, daß er den geringsten Schaden dafür trägt (Schaden abwenden). Wenn das aber alle wollen, ergeben sich daraus gewisse Konsequenzen: Willkommen in der Politik…
    Gebt doch endlich der Politik den Sinn und Zweck, den sie hat!

  47. Ich sehe die Piraten kritisch. Ich empfand eigentlich alles, was sie während der Sendung beigetragen haben, als angenehm zurückhaltend aber nichtsdestoweniger ziemlich überzeugend.

    Dass Sie dieses Zitat anders verstanden haben wollten, als die Medien es in der Öffentlichkeit darstellten, glaube ich Ihnen. Ohne Einschränkung!

    Ich finde es gut, dass SpOn heute Ihre Klarstellung wiedergegeben hat: http://goo.gl/PZOlI

  48. Sabine sagt:

    Auch Piraten leben in einem historischen Kontinuum.

  49. matze sagt:

    hab das grad auf Spiegel.de gelesen – das schreckt ab…. Bitte vorher überlegen was man sagt ….. matze

  50. Streitsucht sagt:

    Der eigentliche Vergleich mit dem Aufstieg von Parteien finde ich gar nicht mal so schlimm, denn beiden wurde von der Bevölkerung erstmal blind vertraut. Ich weiß nicht, ob es da nicht doch ein paar Parallelen gibt, was den Aufstieg angeht, mit dem Unterschied, dass wir uns dem Rechtsstaat verpflichtet haben und nicht einmal im Traum programmatisch in die Nähe jener Partei kämen.

    Auch wenn du hier einen Fehler gemacht hast, weil der Vergleich unpassend war und man damit immer in ein mediales Bienennest sticht, sprichst du im zweiten Teil deines Blogeintrags etwas sehr wichtiges an: “Fast täglich hört man von Piraten, dass wir nicht immer alle Entscheiden lassen können, dass es auch mal persönliche Meinungen eines Vorstandes bedarf, dass wir im Hintergrund arbeiten müssen um es in der Politik zu schaffen.”

    Ich weiß, wie verdammt schwer das ist. Wie viel Gegenwind man ertragen muss, wenn man diesen Leuten sagt, dass man das Spielchen nicht mitspielen will und nur verwaltend tätig ist. Es sind alte, eingefahrene Denkmuster, die auf einen hier einprasseln und dementsprechend kommen diese Forderungen hauptsächlich von Menschen, der älteren Generationen. Diese kennen keine Schwarmintelligenz, keine Selbstorganisation, bei denen gibt es nur das hierarchische Konzept. Das macht Veränderungen nicht leicht und erschwert das Festhalten an unserem direktdemokratischen Konzept. Aber, um ein wenig Hoffnung mitzugeben, ich sehe viele Mitpiraten, die genau dieses Konzept beibehalten wollen und an denen orientiere ich mich.

  51. Marianne Gabel sagt:

    Fehler seien jedem Menschen zugestanden…, das “wachsen” der Piraten mit dem Wachstum der NSDAP zu vergleichen war kein Fehler sondern zeigt wie wenig sich die Mitglieder mit der jüngeren Geschichte Deutschland und den Folgen beschäftigt haben. Als Entschuldigung taugt auch nicht die “Gnade der späten Geburt” .
    Am liebsten würde ich sagen– haltet doch mal den Bagger, denkt nach bevor Ihr ein Statement abgebt, auch das wäre falsch. Welch beispielloses Wachstum als Grund für die Aussage genannt wurde spielt auch keine Rolle.
    Dieser Satz zeigt mangelndes historisches Bewusstsein einschließlich all seiner daraus folgenden Grausamkeiten.

    Und noch etwas– wer dem Druck nicht gewachsen ist sollte nicht in die Politik drängen.Sorry- aber dann geht wieder nach Hause, übt noch ein bisschen. Das sollten Euch wenigstens der Bürger Deutschlands wert sein.

  52. Lieber Martin,

    Vergleiche mit der braunen Soße kommen nicht gut, und auch ich finde, das sie uns nicht zu und anstehen. Sie sind ein sprachliches und inhaltlicher #Fail. NoGo und do.

    Das was Du damit sagen wolltest, beobachte ich an vielen Stellen ebenso. Und wir werden erwachsen werden, im Moment kämpfen wir um eine Struktur. Wir werden entscheiden müssen, was davon gehen wird, und was nicht. Was wir werden tun müssen, und was nicht.

    Und auch bei uns Piraten werden wir Abschleifprozesse haben. ICh hoffe nur, das wir unsere Kerninhalte alle erhalten, das wir es besser machen als jene, die die Ursache für unsere Politik und unser Politikverstehen sind, und vor allem das wenn es Politik 3.0 gibt, wir uns nicht so idiotisch wie die jetzt etablierten benehmen und die Kurve in die neue Zeit bekommen. in 25 oder 30 Jahren.

    Bis dahin hat das Grundgesetz wieder seinen Namen verdient, haben wir transparenz geschaffen, sind Bürgerrechte wieder etwas wert und der Schrott der dargestellten pateigeführten Demokratie ist wieder eine Volksvertretung.

    Klar zum Ändern!
    Thomas

  53. Güven sagt:

    Ob das nun einen “Shitstorm” gibt oder nicht, ist nebensächlich. Das Wichtige ist, daß ihr mit solchen Aussagen unentschlossene Wähler, die sich noch nicht entscheiden können, ob sie die SPD wählen und damit die große Koalition, oder doch die Grünen und damit die neue FDP, oder doch die Linken und damit Alt-Kommunisten… all jene also, die prinzipiell auch die Piraten wählen könnten, vor den Kopf stößt. Wie soll ich den guten Gewissens eine Partei wählen, die sich selbst mit der NSDAP vergleicht? Und nein, es geht nicht darum, daß ein Einzelner so etwas sagt, sondern daß diese Einzelfälle immer mehr werden… und daß es sich um recht prominente Mitglieder handelt. Die ihrer Partei damit einen Bärendienst leisten.

    Wenn ihr eine ernsthafte Alternative zur Parteienlandschaft werden wollt, dann müßt ihr nicht nur besser darauf achten, was ihr von euch gebt… sondern vor allem solche dumpfe Gedanken nicht haben. Außer natürlich ihr wollt eine entsprechende Wählerklientel… auch wenn ich nicht glaube, daß es da Bedarf an einer neuen Partei gibt.

  54. dot tilde dot sagt:

    @1 (ghodly):

    darf ich das postideologisch verstehen, oder am ende völlig unpolitisch?

    .~.

  55. Chriscache sagt:

    Also mit diesem Satz ist die Piratenpartei für mich ganz gestorben. Ich hatte ernsthaft überlegt, ob ich bei der Wahl in S-H. die Piraten wähle. Der NichtAusschluss des Herrn Thiesen hat mich schon zweifeln lassen. Aber Ihre Aussage nun ist für mich das Signal, euch nicht zu wählen.

    @Ghodly – Minderheitenschutz ist gut. Bei Rechtsradikalen ist aber eine Null-Toleranz-Politik Pflicht!

    Also Herr Delius, treten Sie sofort zurück, um das Image der Partei nicht weiter zu beschädigen!

  56. Peter sagt:

    Es ist schwierig, solche Vergleiche nicht als pure Dummheit zu bezeichnen.

  57. Andreas Schütze sagt:

    Beisst Euch doch bitte demnächst auf eure Zunge, bevor ihr nochmals etwas über das “braune” Volk sagen wollt. Das kommt in Deutschland nun wirklich nicht gut an. Müsst Ihr Euch Euren Erfolg selbst kaputt machen?

    MfG
    Andreas Schütze

    • Bernd von Kraut sagt:

      Schlauer Pirat, steh zu deinem Wort!
      —————————————————
      Sunday, 22. april 2012
      Der Unterschied zwischen dummen Nerds und schlauen Nazis

      Die Probleme mit Rechtsradikalen haben wir immer. Nicht nur zu Wahlkampfzeiten, wenn die Presse im Dreck wühlt und einzelne Piraten zu Antisemiten aufbaut, um die ganze Partei in die Rechte Ecke zu rücken. Dies ärgert mich maßlos, denn hier wird Fremdenfeindichkeit instrumentalisiert, um einer politischen Gruppierung ans Bein zu pinkeln. Man muss fast glauben, einzelne Medien-Protagonisten würden sich über rechtes Gedankengut freuen, weil sie endlich etwas gefunden haben, was sie den Piraten zum Vorwurf machen können.

      Jetzt wird bei den Piraten plötzlich über Antisemitismus diskutiert, über Fremdenfeindlichkeit und Nazis. Wo waren denn die ganzen Chef-Theoretiker, als vor Monaten in Köln gegen den Nazi-Aufmarsch demonstriert wurde? Habe ich da Massen von Piraten aus NRW oder gar ganz Deutschland gesehen? NEIN! Die haben nämlich lieber über unsere Homepage diskutiert, die bis heute wie eine Baustelle aussieht.

      “Wünschis” und “Machis”

      2009 musste ich mich ganz weit aus dem Fenster lehnen, um eine Positionierung gegen ProNRW zu erzwingen. Damals wurde ich als Privatperson gezielt aus dem Rechtsextremen Millieu angegriffen und diffamiert, mit erfundenen Straftaten in Verbindung gesetzt. Der damalige NRW-Vorstand hätte das klar stellen, eine Gegen-Darstellung verlangen oder Klage einreichen können. Aber es kam nichts, außer einer pseuydoakademischen Diskussion über den Streisand-Effekt. Lediglich Einzelne, wie zum Beispiel der damalige Landesvorsitzende, standen mir zu der Zeit beiseite. Das ist im Übrigen auch der Grund, warum ich bei den Piraten nirgendwo mehr mit meinem Klarnamen schreibe.

      Heute: Wieder musste ICH aktuell zum Vorbereitungstreffen im DGB-Haus rennen, ICH habe die Mitgliederversammlung initialisiert, um eine Positionierung und einen Teilnahmeaufruf zur Gegen-Demo zu erwirken, ICH habe nach vier Tagen endlich ein PM dazu geschrieben und vermutlich muss ICH jetzt nochmal vier Tage nörgeln und betteln, damit diese PM es auf unsere HP oder in den Presseblog schafft.

      Was wäre denn passiert, wenn wir auf unserer Mitgliederversammlung am Mittwoch über die Teilnahme an einer Blockade diskutiert hätten? Es wurde angeführt: eventuell, vielleicht, mit vielen, vielen Fragezeichen hätte in irgendeiner Zeitung stehen können: „Piraten positionieren sich EINSTIMMIG!!!! gegen Rechts und diskutieren über eine Blockade.“ Wie genial wäre das denn gewesen? Einstimmig, super, klarer geht gar nicht! Endlich mal nicht das übliche „Antisemiten in der Piratenpartei, Mitglieder diskutieren über Satzungs- Formalitäten.“ Jetzt steht gar nichts in der Zeitung. Warum? Weil negativ in der Presse hätte Niederschlag fingen können, wenn über eine mögliche Blockadeteilnahme diskutiert worden wäre.

      Die Angelegenheit erfordert mehr Engagement, als sich zu Wahlkampfzeiten INTERN, auf Blogs die keiner (außer den Piraten) ließt, Twitter und Mailinglisten zu echauffieren. Die Nazis sind nämlich auch dann noch da, wenn die Wahl vorbei ist und die Journaille die nächste Sau durchs Dorf treibt. Und die Nazis sind in Echt da, auf der Straße, nicht in der Blogosphäre, auf Mailinglisten oder auf Podiumsdiskussionen, wo eh nur die hingehen, die eh schon einer Meinung sind.

      Der Unterschied zwischen dummen Nerds und schlauen Nazis

      Da hat sich in den letzten Tagen auf der Mailingliste einer zu Wort gemeldet, der die gleichen Zweifel anmeldete, wie sie zur Unterdrückung eines Meinungsbildes auf dem KPT führte. Das nämlich eine Blockade illegal sein KÖNNTE. Nun ist es aber auch so, dass diese Argumentation seit Jahren immer wieder von einzelnen Parteimitgliedern propagiert wird. Und das alles, weil hier Leute debattieren, die Demomäßig null Praxiserfahrung haben, aber meinen, sich mal schnell eine Expertenmeinung zusammengooglen zu können, welche lediglich eine selbst gebastelte PR-Strategie befriedigt.

      Deshalb halte ich es auch für höchst dubios, wenn aus diesem Hype heraus, Einzelne mundtot bzw. regelrecht diffamiert werden. Besonders der gemeine Nerd läuft sehr schnell Gefahr, eine wiedersprechende Meinung zu postulieren, nur um anderen seinen überragenden Möchtegernintellekt in Form eines Advocatus Diavoli zu demonstrieren.

      Zwei Möglichkeiten

      Es ist ein Nerd, der über acht Banden denkt und deshalb nicht bemerkt, wem und was er mit dieser Logik indirekt den Weg bereitet. Solchen Leuten kann man die Zusammenhänge erklären und zum gesellschaftlichen Engagement bewegen.

      Oder es ist ein Nazi-Troll, der nicht wirklich einen Mitgliedsantrag ausgefüllt hat und hier nur eine rechte Ideologie durch die Hintertür kommunizieren will. Derjenige hätte einen Kick-Ban verdient.

      Aber im Moment wissen wir nichts. Nicht wer das ist, ob er tatsächlich den Piraten beitreten will und auch nicht, ob es sich lediglich um eine Provokation handelt. Deshalb halte ich es dringenst geboten, diese Leute ZUNÄCHST mal zu einem persönlichen Gespräch einzuladen. DANACH können wir immer noch einen Scheiterhaufen errichten.

      Ob die Piraten lernfähig sind oder nicht, wird sich am 1. Mai auf der Straße beantworten

  58. Sophia sagt:

    Lieber Martin Delius,

    ich würde Ihnen gerade heute, da Sie vermutlich überschüttet werden mit Kritik und #fails, den Rücken stärken wollen, Ihnen vermitteln, wie wichtig und wie GUT Sie sind.
    Man muss sich nicht jeden Tag neu erfinden und definieren, auch wenn einem mal ein unglücklicher Vergleich unterkommt.
    Sie haben in Ihrer ganzen bisherigen Karriere und in Ihrem Tun mehr als unmissverständlich klar gemacht, wie und…wie konsequent Sie gegen rechtsextreme Tendenzen (und Mitglieder) in der Piratenpartei vorgehen wollen.
    Ich halte das für sehr wichtig und vor allem: JETZT wichtig, in den Anfängen, denn sonst kriegt ihr dieses Thema und diese Leute nicht mehr los und setzt auch nach Außen hin die falschen Signale.
    Lassen Sie sich nicht entmutigen und grämen Sie sich nicht zu sehr über den eigenen kleinen fauxpas, der wie Elefantekacke jetzt breitgetreten wird.

    Leider kann ich mich heute nur krückenhaft und holprig ausdrücken, aber es ist mir Bedürfnis, Sie zu bestärken. Ohne Leute wie Sie würden mein Interesse und meine Sympathie für die Piraten längst verebbt sein.

    Machen Sie weiter und…machen Sie’s gut!

    Sophia (twitter: @undividet)

  59. Veritas sagt:

    Die Situation ist hier schon dramatischer: In der Regel wird ja das Interview dem Interviewten noch vorgelegt, damit dieser bestätigen kann, dass die Aussagen richtig wiedergegeben wurde. Spätestens dann hättest du merken müssen und sollen, was für ein dummer Vergleih das ist!

  60. Manfried Hammer sagt:

    Mit Unsinn reden und sich nahchher “entschuldigen” (bis zum nächsten Unsinn) ist man ganz im mainstream der Politikerkaste angekommen.Besser: WENIGER Verlautbarungen(blog, twitter, Radio, fernsehen) – man muss doch nicht ständig in den Medien sein oder doch? – und GUT nachdenken bevor man was rauslässt. Gerade wenn die Kenntnisse bei solchen THemen nur auf schmaler Basis ruhen.

  61. Ich frage mich, wie so ein Vergleich überhaupt in deinen Kopf gekommen ist! Liegt das am derzeitigen Piraten-Bashing wegen Rechtstendenzen in den eigenen Reihen – so dass quasi alles “Rechte” als potenziel provozierend (=interessant) als mögliches Statement erscheint?

    Schön, wenn Fehler zugegeben werden, auch das macht die Piraten BESONDERS. Aber ein bisschen Selbstreflektion, wie es zu so etwas kommt, wäre auch nicht schlecht!

    Zur Info in der Sache empfehle ich im übrigen mal die Lektüre zur NDSAP bei Wikipedia
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei

    Daraus geht hervor, dass diese menschenverachtende Partei 1920 mittels Umbenennung aus der 1919 gegründeten “Deutschen Arbeiterpartei” hervor ging und noch 1928 lediglich 2,6% der Stimmen erhielt.
    Wogegen die Piratenpartei Deutschland 2006 gegründet wurde und 2012 in Umfragen bei bis zu 13% gesehen wird (http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm).

  62. Haderlump sagt:

    Ich habe vollstes Verständnis für diesen kleinen Lapsus. Du bist erst 1/2 Jahr Politiker, da klappt das mit dem weitgehend inhaltsleeren political correctness Neusprech noch nicht so ganz. Politiker der etablierten Parteien haben, bevor man sie auf die Medien loslässt, ja in der Regel eine längere parteiinterne Einlaufphase hinter sich, nach der der geistige Selbstzensurmechanismus wohlgeölt sein Werk verrichtet.

    Ich glaube, da kannst du dich ganz auf normative Kraft des bundesdeutschen Medienbetriebs verlassen – wer bei dem Treiben beabsichtigt mitzumischen ist nach 1-2 Jahren entweder eingeschliffen, aussortiert oder ein geistiges Wrack.

  63. irmtraut sagt:

    Das ist schon mal mutig, dass du dein Kommentar zugibst und erklärst. Das ist sympathischer und ehrlicher als bei anderen Pateien. Lasst euch eure Basis-Demokratie nicht kaputt machen, denn das ist eure Stärke…und diese ist umsetzbar im Computer-Zeitalter.
    Ich bin eine bisherige Grün-Wählerin, die deswegen überlegt, bei der nächsten NRW-Wahl Piraten zu wählen.

  64. SamusAran sagt:

    Diese ganzen Ausrutscher können doch langsam kein Zufall mehr sein.

    Mehr Fakten und Infos zum “Vergleich” : http://​artikel.schuelerlexikon.de/​Geschichte/​Machtuebertragung_an_Hitler_und​_seine_Machtergreifung.htm

  65. kimme sagt:

    Die Aussage ist, egal in welchem Kontext, dumm. Gut, dass du das so schnell und offen klargestellt hast. Auch, wenn mir persönlich nicht einleuchtet, wie man sowas auch nur im Ansatz sagen kann, ist es jetzt nunmal gesagt worden. Die Medien machen sich jetzt ein paar Tage in unangemessenem Ausmaß darüber her und dann ist’s wieder gut. Sei’s drum.

    Das Problem, dass du ansprichst sehe ich auch und es ist wichtig das zu thematisieren.
    Der Aufhänger der Piraten ist für viele Wähler und Sympathisanten ihre Herangehensweise an Politik, was ich persönlich auch als politischen Inhalt sehe. Sollten die basisdemokratischen Strukturen flöten gehen, werde ich die Piraten nicht mehr wählen. Sollte sich die Tendenz weiterhin dahingehend abzeichnen, dass Mandate verlängert und Entscheidungen der Basis aus ‘pragmatischen’ Gründen übergangen werden, ist die Partei (und damit auch, viel wichtiger Die Idee!) gescheitert.

  66. M. Kohlhaas sagt:

    In Zukunft vielleicht erstmal Gehirn einschalten? Dummlaberer haben wir bereits genug in anderen Parteien!

  67. berberking sagt:

    Hey! Laß dich doch nicht gleich so einschüchtern! Da hab ich aus anderen Parteien schon wesentlich schlimmere Aussagen gehört und die kleben an Ihren Stühlen wie Patex!!! Das ist wahrscheinlich leider die Bestehungsprüfung in der deutschen Politik!!! Aber wenn Du jetzt einfach aufgibst, dann haben die ja mit ihrer Masche/Taktik gewonnen!!! Hast Du nimmer die Kraft das durchzustehen? Das wäre echt schade, weil Du einer der besten warst, die sich in der Öffentlichkeit präsentiert haben! Das ist doch ganz normal, daß die versuchen Menschen, die Ihnen die “Pfründe” wegnehmen könnten auf irgendeine Weise zu demontieren… Siehe Günther Grass und Co.! Die Bevölkerung steht hinter Dir! Laß Dich auch von den Medien nicht entmutigen! Die gehören zum System! Bitte macht einfach so weiter… Ihr wolltet doch was ändern, oder haben die euch auch schon gekauft!!! Bitte nicht! Gruß K.

  68. matze sagt:

    dieser Vergleich ist nur schwer erträglich – gut dass wir die Medien haben die so schnell ans Licht der Öffentlichkeit bringen was einer so sagt.

    Es ist nur schwer erträglich Leute in polit. Positioen zu sehen die Vergleiche mit der NSDAP bemühen….
    Hoffentlich sind diese TAGE bald gezählt

    Matze

  69. Das war natürlich ein riesiger politischer Faux Pas, der Kandidaturrückzug ist ehrlich und konsequent. Mehr:

    Ein Schiff, das sich “Piraten” nennt… und schon auf Grund gelaufen!
    http://kielspratineurope.eu/?p=683

  70. PS sagt:

    Doofes Thema…
    Irgendwie fällt es mir schwer, Dir für diesen echt super-dämlichen Satz Mut zuzusprechen.
    Es gibt eben Vergleiche und Vergleiche. Und das war ein schlechter Vergleich.
    Andererseits ist ein interessanter statistischer Vergleich.
    Ein anderer interessanter Vergleich wäre “Wachstum (der PP) im Vergleich zum Verschwinden der FDP” oder “(PP) Ohne wirkliche Macht mehr Medienpräsenz als Guttenberg” gewesen.
    Auch schön kontrovers, aber ohne Godwin’s Law zu strapazieren ;-)
    Also viel Erfolg noch mit besseren zugespitzten Kloppern!

  71. Zeno sagt:

    “Berliner Pirat vergleicht Aufstieg der Partei mit dem der NSDAP” Ähm. Na und? Schlimm wäre gewesen, wenn beapirate die Politik der NSDAP mit der Politik der Piratenpartei verglichen hätte. Aber eine tendenzielle Akzeptanzerhöhung zweier Entitäten in einem zeitlichen Rahmen miteinander zu vergleichen ist doch legitim.

    Das Problem ist nun leider lediglich, dass viele Medienvertreter – und leider auch Bürger – nicht in der Lage sind klare Linien zu denken und in einen Gedankenbrei “NSDAP/Piratenpartei” fallen.

  72. Ich finde, dass du in der Vergangenheit in den allermeisten Fällen bedacht und richtig gehandelt hast und wegen so einem Ausrutscher wirst du nicht plötzlich ein anderer Mensch. Die Forderungen, komplett zurück zu treten oder diese alberne Forderung von SLS, das sich jetzt bitte mal eben der ganze LV distanzieren soll.. Soviele Hände habe ich gar nicht, um mich ausreichend zu fazialpalmieren..
    Du hast auch weiterhin mein Vertrauen und, wenn ich das so sagen darf, mein Schwert.

    Grüße
    alex

  73. drittlaender sagt:

    Herr Delius, Sie haben Gestaltungsmacht. Ich befürchte, dass auch bei den Piraten – bei aller von Ihnen hochgehaltenen “Basisdemokratie” – diejenigen mit dem größten politischen Verständnis in der Politik agieren. Und wenn Sie, Herr Delius, einer derjenigen mit dem ausgeprägtesten politischen Bewusstsein sein sollten, ist davon auszugehen, dass ein nicht unbedeutender Teil Ihrer Mitglieder bzw. Sympathisanten gar nicht versteht, ahnt oder nachvollziehen kann, warum Sie Ihre Äußerung im Nachhinein für einen Fehler halten bzw. warum sie eine Klarstellung erfordert: “Was soll denn bitte daran so schlimm sein, das Tempo des Aufstiegs der Piratenpartei mit dem der NSDAP zu vergleichen?”, werden so manche Ihrer Parteigänger fragen. Wie auch immer Sie es erklären, entschuldigen oder rechtfertigen, wie Ghodly so schön darstellt, es gilt bei den Piraten Mund abwischen und weitermachen.
    Aber ganz so nebenbei verändern Sie, Herr Delius, politisches Bewusstsein. Indem Sie Undenkbares, Unglaubliches real machen, aussprechbar machen. Sie schaffen mit Ihrem Ausspruch Fakten. 2012 kann man sagen: „Der Aufstieg der Piratenpartei verläuft so rasant wie der der NSDAP zwischen 1928 und 1933“. Zwar schreien welche auf, aber andere wiegeln ab, es sei “schade wenn du dafür einen Shitstorm kassierst”. Sie sind Politiker. Sie schaffen politische Realitäten. Sie repräsentieren unsere Stadt.
    Mir ist Angst und Bange, was Sie und Ihre Kollegen noch so alles ihren Wählern vorleben und salonfähig machen werden. Denn ich habe Kinder, die in der Welt, die Sie gestalten, in Zukunft leben müssen.

    • drittlaender sagt:

      Z.B. Leser Franko http://www.tagesspiegel.de/sse/Franko im Tagesspiegel:
      “Der Pirat vergleicht nicht seine Partei mit der NSDAP, sondern die Razanz des Aufstieg seiner Partei, mit der Rasanz des Aufstieges der NSDAP. Das ist etwas anderes. Ist das wirklich so schwer zu verstehen?”
      Alles klar? Warum also überhaupt ein Rückzug von Ihrer Äußerung? Jetzt betreiben Sie mal ein bißchen politische Bildung, Herr Delius, und erklären den Leuten, warum Ihre Äußerung nicht geht!

  74. reini sagt:

    ich bin ein sympathisant der piraten und habe auch den spiegel online artikel gelesen.

    ich habe schon oft festgestellt, dass spiegel online – oder spiegel im allgemeinen – auch manchmal nur propaganda ist und wenn ich dort einen artikel lese versuche ich nicht als pure wahrheit aufzufassen.

    heute sind kommunalwahlen in thueringen und obwohl ich keinen der kandidaten so richtig mag wollte ich eigentlich den unabhaengigen kandidaten meine stimmte geben, der auch von den piraten unterstuetzt wird – werde ich wahrscheinlich auch.

    bei der anstehenden bundestagswahl aber bin ich mir nicht so sicher. ich will meine stimme jedensfalls nicht der NSDAP des 21. Jahrhunderts geben!! Bin ich dann vielleicht auch mit schuld wenn Deutschland von einer Piratendiktatur regiert wird? .. und ein Piratendeutschland den 3. Weltkrieg mit anzettelt?

    Was fuer eine bloede Bemerkung war den das?? auch wenn vielleicht aus dem Zusammenhang gerissen oder sonst was, aber so etwas weckt doch ungewollte assoziationen.

  75. Simon Lange sagt:

    Er hat Jehova gesagt.

    • Rhett66 sagt:

      Wer versteht denn diesen Satz, außer Kennern der Bibel und des Judentums?

      • PS sagt:

        Eigentlich: “Don’t Feed the Troll”, da man eigentlich erwarten sollte, dass der Bezug bekannt ist.
        Aber sicher ist sicher trotzdem hier die Erklärung:
        Das ist ein Bezug auf den Film “Das Leben des Brian”, der sich an dieser Stelle sehr schön mit der political correctness auseinandersetzt.
        Also sowas wie das an andere Stelle schon erwähnte “Don’t mention the War”.

        Das ist alles Popkultur, also für ernsthafte Dichter und Denker nicht akzeptabel.
        Aber trotzdem lustig oder eben “Leider Geil”.

        Morgen wir eine andere Sau durch’s (Medien-) Dorf getrieben und dann ist auch wieder gut. Schönen Abend noch und
        viele Grüße von der Basis

        • Rhett66 sagt:

          Ich bedanke mich! Das ist also ein Bezug zu einem Film, den man gesehen haben muß?
          Langsam fürchte ich, ich bin zu unmodern (und sowieso nicht offen genug für Medien wie Twitter usw., die ja scheinbar Voraussetzung sind), um Pirat zu werden. Schade irgendwie …

          Gruß Rhett

      • Buggy sagt:

        Kennern von Monty Python sollte das auch ein Begriff sein.

  76. indosolar sagt:

    Naja, der Vergleich ist für eine öffentliche Diskussion unmöglich, auch wenn er unter Kontextbeziehungen und für Politikwissenschaftler durchaus zulässig sein dürfte. Z.B. für die Frage: Ist der rasante Aufstieg der Piraten mit strukturellen Ursachen zu begründen, die auch zu einem rasanten Anstieg der Mitgliederzahlen der NSDAP in den Jahren zwischen 1928 bis 1933 führten. Es ist ja ebenfalls erstaunlich, welche ausserhalb des Kontextes, getroffene Feststellung der Justitzministerin in der Öffenlichkeit erscheint: “Die Piraten müssen klarstellen, dass mit ihren rechtsextremistischen Umtrieben nicht der Eindruck entsteht, sie fischten rechte Proteststimmen ab”. Für eine Justizministerin unmöglich, denn diese Worte unterstellen rechtsextremistische Umtriebe. Es dürfte zukünftig für jeden Piraten besser sein, langsam zu antworten, notfalls kein Statement zu geben, mit der Begründung: “Alles was gesagt wird, wird gegen uns verwendet, daher brauchen wir zum Ankommen im Politkbetrieb Bedenkzeit für ehrliche Sätze, denn wir möchten uns von der üblichen inhaltslosen Phrasendrescherei absetzen.”

  77. derbroker sagt:

    Der Vergleich ist und war sehr unglücklich! Aber diese heftige Reaktion darauf zeigt doch, wie sehr sich die anderen politischen Kräfte vor den Piraten fürchten! Und das zeigt mir wiederum, wie wenig Ahnung die von uns haben!
    Wer sich vor den Piraten fürchtet, der fürchtet sich von Basisdemokratie!
    Ahoi!

  78. Mario sagt:

    Man sollte einfach nie solche Worte verwenden. Nie.

    Aber jetzt ist es passiert. Ich fände es besser, wenn Du stattdessen für Klarstellung sorgst, und den Shitstorm als das, was es ist, demaskierst: Schmutzkampagne der Etablierten.

    Du bist gut und wir brauchen Dich.

  79. Bravo. Ich bin kein Pirat und stehe als Künstler eher zwischen allen Fronten (wo ich mich schon immer wohl fühlte).
    DAS ist die politische Kultur, die wir uns wünschen: Menschen, die Verantwortung tragen für ihre Handlungen. Niemand ist davor geschützt, Scheiße zu reden. Das passiert sehr leicht. Und mit modernen Zitiermöglichkeiten kann jeder Satz zum gesellschaftlichen Selbstmordversuch werden.
    Aber das Zeichen eines reifen Erwachsenen ist, anschließend dazu zu stehen, was man getan hat, und aus seinem Fehler zu lernen.
    Ich wähle keine Politiker, die keine Fehler machen. Die halte ich für verdächtig. Ich wähle auch keine Politiker, die nach Fehlern sofort aufgeben. Das halte ich für feige. Ich wähle Politiker, die aus ihren Fehlern lernen.
    Du hast bei mir gerade richtig Pluspunkte für deine Partei gemacht.

  80. Dirk Klose sagt:

    Als Nicht-Pirat bemerke ich: Es war wirklich kein kluger Satz. Ein bisschen enttäuschend auch, da ich einen guten Eindruck von Dir/von Ihnen bekommen hatte, nach der Sendung bei Illner letzte Woche. Es war ein Fehler und aus Fehlern kann man lernen.

  81. Mattheo sagt:

    Der deutsche Beißreflex beim Thema “Schuld und 3. Reich” ist lächerlich und ermüdend. Klar ist der Vergleich ungeschickt, aber die Reaktion darauf ist typisch überzogen deutsch. Mich kotzt es etwas an, dass soviel Zeit an eine so sinnlose Diskussion verschwendet wird.

  82. Detlev sagt:

    Ich hege große Sympathien für die Piraten. Und ich sehe auch, das die Piraten mit ihrem Wachstum teilweise überfordert sind. Meine Bitte: Reißt nicht mit dem Hintern ein, was Ihr mit Euren Aktivitäten aufbaut. Es gibt Begriffe, die für die ältere Generation (und da sind viele dabei, die Euch wählen würden) auch heute noch negativ besetzt sind. Bietet den anderen Parteien nicht die Angriffsfläche. Ihr seht ja, die warten nur drauf.

  83. BieTho sagt:

    Ich verstehe dich nicht. Was ich von dir bisher wahrgenommen habe, habe ich eigentlich geschätzt, ungeachtet der Tatsache, dass ich meine Wahlstimme für die Piraten längst bereue.

    Wenn du selber richtig meinst, wie im Tagesspiegel zum “Fall Semken” abgedruckt, dass eine klare Abgrenzung gegen rechts notwendig ist, wie kannst du dann kurze Zeit später so einen Satz äußern? Selbst wenn er aus einem Zusammenhang gerissen ist, müssten doch im Kopf schon Warnsignale angehen, bevor man “NSDAP” überhaupt nur in den Mund nimmt.

    Ihr solltet wirklich eure Position zur Überflüssigkeit der Landeszentrale für politische Bildung überdenken (Haushaltsdiskussion) und mal ein paar der Heftchen in die Hand nehmen, bevor ihr euch die nächste Häme einfangt.

    Ich hätte mir dich als Weisband-Nachfolger echt vorstellen können, da du weiter denkst als ich es bei vielen anderen Piraten öffentlich wahrnehme. Leider hast du dir in offensichtlicher Übermüdung selbst ins Knie geschossen. Wie schade.

  84. Felix sagt:

    Wer von euch ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein.

  85. webwombel sagt:

    Ok, ich lese da eine Entschuldigung und es klingt glaubhaft, dass es Delius leid tun.

    Aber mir fehlt da ein bisschen die persönliche Distanzierung zur rechten braunen Denke. Der eine mag solch eine Distanz als Selbstverständlichkeit betrachten, aber wenn einem so ein Vergleich rausrutscht, fragt man sich schon wie einer darauf überhaupt kommt.

    verwundert…
    Wombel.

    P.S.: Piraten, die ihr dies lest: Lasst Euch bloß nicht zermürmen. Ihr seid sicher sehr vielen ein Dorn im Auge (was den desolaten Zustand unserer Republik aufzeigt). Die werden sich noch viele Dinge einfallen lassen um Euch Schlagseite zu verpassen. Ihr seid wichtig für die wahrung unserer tollen demokratischen freiheitlichen Verfassung.

  86. Hallo Martin,
    ich finde es sehr schade, dass man durch solch einen naiven und unbedachten Versprecher jetzt schon die eigene Karriere etwas aufgeben muss. Der Vergleich ist sicherlich unangemessen und sehr unglücklich gewählt aber jeder halbwegs normale Mensch weiß, wie Du es gemeint hast. Ich finde es schade, dass heute sofort alles von den Medien so künstlich aufgebauscht wird und dann solche Folgen hat. Gab auch schon Staatsoberhäupte, die sich schlimmeres geleistet haben :)

    Leider hat Deine öffentliche Position und Popularität nicht nur Vorteile… Ich drücke Dir die Daumen, dass sich das Ganze wieder legt und die Piraten das Thema endlich auch gegenüber der Öffentlichkeit in den Griff bekommen.

    Grüße
    Michael

  87. Kand.in.Sky sagt:

    ich komm mir vor wie im Kindergarten, zwischen welterfahren 20-jähirgen die ihre Weisheiten hinausposaunen… oh warte!

    Ernsthaft: Leg die Web-Revoluzzer Attitüde ab, sieh zu dass dein Profil gelesen werden kann ohne Facepalms (Nacktmulle… hahahaha! wie komisch wenn man noch 12 ist) und macht endlich Politik.
    Selbstzerfleischung überlässt man bitte den LINKEN, FDP und der SPD.

  88. Xavi Y sagt:

    schade, dass du deswegen durch den kakao gezogen wirst.

    so schlimm wie das alle darstellen is es wirklich nicht…

    Es gibt halt in der Politik das Spiel: “wer zuerst hitler sagt hat verloren”

    • intermerker sagt:

      Es ist kein Spiel! Denn es geht um Verantwortung und moralische Reife. Wenn Herr Delius das erkannt hat, dann wäre das erfreulich. Wenn dieses Fähigkeit dann auch noch bei anderen Mitgliedern dieser Partei durchsetzt ist die Hoffnung noch nicht verloren.

    • BieTho sagt:

      Deswegen gibt es nicht von ungefahr das sogenannte und in Forumskreisen beliebte Godwin’s law (https://de.wikipedia.org/wiki/Godwin%E2%80%99s_law)

    • Andreas Hüttenhölscher sagt:

      Was für ein Schwachsinn und was für eine billige Ausrede. Ich habe meine kompletten Vorfahren müttlicherseits in Auschwitz verloren, 56 Menschen, nur meine Mutter überlebte, weil sie in einem Krankenhaus war und nicht abtransportierte.

      Der Vergleich ist gut, denn es zeigt, dass eine Partei, die so drastisch nach vorne stürmt offensichtlich genügend Platz als Auffangbecken für Hirnlose hat wie es auch bei der NSDAP der Fall war. Looser, die woanders nicht landen konnten hatten hier plötzlich eine Karrierechance. Und reden ähnlichen Schwachsinn und werden dann auch noch von ebenso hirnlosen Anhängern verteidigt.

      Stimmt, war nicht so schlimm, der Hitler war ja auch nicht so schlimm sagte meine Großmutter väterlicherseits immer, schließlich hat er ja die Autobahnen gebaut. ich könnte kotzen!

    • Paul sagt:

      Willkommen in der Politik!
      Hört der Deutsche dieses Wort mit dem N, dann ist alles zu spät.
      Hättest Du aber wissen müssen!
      Wünsche Dir viel Erfolg, wird schon.

    • w00t w00t sagt:

      Mich wunderts dass dich noch keiner als Antisemiten beschimpft hat?!! War nicht wirklich der cleverste Vergleich, aber auch kein Weltuntergang. Dir hätte bewusst sein müssen dass gleich alle mit erhobenem Haupt und Finger aus dem Gebüsch gesprungen kommen bei so ner Aussage. Aber wie gesagt, keine Tragödie, du hast es ja nicht böse gemeint, von daher.

    • Elmar sagt:

      So ist es !

    • SP sagt:

      Es geht N I C H T um ein Spiel, schon gar nicht um eine schlimme Darstellung. Es geht um Prinzipien, die einen Vergleich mit der NS-Zeit absolut verbieten, egal zu welchem Thema. Die NS-Zeit ist historisch in seiner Gesamtheit einmalig und schon allein deshalb nicht zu vergleichen. Für den aktuellen Fall, empfehle ich Richard J. Evans “Das Dritte Reich”, Aufstieg.

      • Rhett66 sagt:

        Moment!
        Die NS-Zeit ist historisch einmalig und daher mit nichts zu vergleichen? Das mag für die Vergangenheit gelten, nicht aber für die Zukunft. Das NS-Regime entstand aus dem Chaos der Weimarer Republik, und es ist eine berechtigte Frage, wie weit wir heute noch davon entfernt sind.

        Die Piraten werden gewählt, weil sie “anders” sind. Wären die Piraten tatsächlich eine rechte Partei, würde man sie ebenfalls wählen! Und was machen wir dann besser als 1933?

        Gruß Rhett

    • matze sagt:

      staendig neue depeschen auf spiegel.de – jetzt kommt die debattenkultur in gang.
      Politik goes web 2.0 oder anders gesagt. die elektron. medien bestimmen mehr und mehr die politischen diskurse. Heute Mittag hat Leuteusser-Schnarrenberg noch gewettert – heut Abend ist es das politische Berlin – und morgen früh knöpfen sich die Zeitungen die Story vor. Das Thema ist noch längst nicht vom Tisch…..

    • Chriscache sagt:

      Aus gutem Grund, Herr Y!

  89. Johnny Galecki sagt:

    wie bekloppt muss man sein, wenn man sowas äußert…

  90. spyro sagt:

    Die momentane Situation ist wirklich unglücklich. In den letzten Wochen hat ein beispielloser Beißreflex bei den anderen Parteien und traurigerweise auch bei SPON eingesetzt..

    Dein NSDAP-Vergleich war eigentlich klar erkennbar auf das – fast unnatürlich schnelle – Wachstum der Partei ausgerichtet. Ich bin enttäuscht, dass man diesen Vergleich in dieser fast schon bösartigen Weise absichtlich aus dem Kontext reißt.

    Fair ist das nicht aber im Umgang mit den Medien gilt halt in Deutschland eine absolut eiserne Regel die man einfach verinnerlichen muss: Das H-Wort, das N-Wort und J-Wort ist tabu! Ganz egal um was es geht! Über dieses Thema sollte man nicht sprechen, ganz egal im welchen Kontext. GAR NICHT! Das mag man als ein Redeverbot empfinden aber alles andere ist ein Spiel mit dem Feuer. Da kommt man mit dem Relativieren sonst gar nicht mehr hinterher. Jetzt kann man natürlich so naiv sein und die Relativierung schon im Vorfeld vornehmen, ist dann aber von der Gnade der Presse abhängig ob das mitzitiert wird. Da sind schon ganz andere drüber gestolpert. Mein Rat: Lass’ es einfach. Man kann da nur verlieren.

    Da du kurz zuvor mehrfach den Parteivorsitzenden angegriffen hast weil er schon die Äußerung rechten Gedankenguts an sich nicht ausdrücklich verurteilt sollte eigentlich reichen um den Verdacht der Rechtslastigkeit auszuräumen. Das setzt aber voraus, dass man in dieser Sache neutral ist. Wenn man dir – oder den Piraten allgemein – schaden will dann ist sowas natürlich eine Steilvorlage. “Berliner Oberpirat zieht vergleicht den Erfolg seiner Partei mit der NSDAP”. Perfekte Schlagzeile. Natürlich ist das bösartig/manipulierend/unfair usw. aber jetzt bist DU der Depp. (Immerhin hast du danach nicht die Presse kritisiert, sonst wärst du natürlich erst recht fällig gewesen.)

    Ich halte nichts davon, wenn wir vielversprechende Leute in unserer Partei am Fließband opfern bis wir personell an der Spitze ausgedünnt sind. Nicht wegen sowas! Genau das soll natürlich erreicht werden. Wenn wir innerhalb der Partei hier nicht zusammenhalten und die Leute nach außen ruhig und besonnen verteidigen wenn jemand unfair zitiert wurde sondern jeden “Nestbeschmutzer” mit ängstlichen Blick auf die momentane Umfragewerte gleich an’s Messer liefern – ganz egal ob der Vorwurf gerechtfertig ist – dann haben wir es nicht anders verdient.

    Ich bedauere also deinen Verzicht und hätte mir gewünscht dass du’s trotzdem durchziehst solange die Leute hinter dir stehen. Auch das ist für mich ein Zeichen von Integrität. Ich hoffe also auf’s nächste Mal.

  91. Ja, es war ein riesengroßer Fehler. Damit es nicht nur ein saudämlicher Fehler bleibt, stellt sich die Frage, was wir daraus lernen? JedeR einzelne von uns: BuVo, LaVos, Amts- und Mandatsträger, die Basis. Vergleiche mit dem Faschismus sind immer daneben, denn sie verkennen die unbegreifbare Dimension seiner Verbrechen. Derzeit sehen wir uns permanent und zu Recht einer Kritik von außen ausgesetzt, weil wir in der Vergangenheit zu großzügig revisionistischer und diskriminierender Kackscheiße vergeben haben. Das Vorgehen der Partei *war* zu zögerlich und inkonsequent gegenüber unseren Grundsätzen! Faschismus ist eine Aggression gegen das Leben und die Menschenrechte und ist darum eben *nicht* durch Meinungsfreiheit geschützt! Diskriminierung und Vorurteile sind in weiten Teilen der Bevölkerung präsent, auch in der Piratenpartei, und es handelt sich nicht um Einzelfälle. Jede Relativierung ist unangebracht und schadet der Partei und der Diskussion um die Sache. Ich hoffe, dass wir alle endlich aus Fehlern lernen. Das wir nachdenken, bevor wir den Mund aufmachen. Das wir uns mit aller Konsequenz gegen Faschismus aussprechen, und dass dies mehr als nur unreflektierte Lippenbekenntnisse bleiben. Marina sagte sinngemäß, der neue Politiker und die neue Politikerin müsse auch Fehler machen, menschlich sein dürfen. Das akzeptiere ich, aber eine positive Fehlerkultur kann nur entstehen, wenn wir aus Fehlern lernen und es zukünftig besser machen. Das wünsche ich mir.

  92. Autokorrektur: es muss natürlich “dass” heißen.

  93. Manfred Schmidt sagt:

    Etwas einen Fehler zu nennen: ein Fehler:)

    Ich bemerke, dass durch die abwesenheit von filtern vieles durch Menschen, die sich recht frei assoziiert haben um politik zu gestalten, “die piraten”, gesagt wird, was tabu ist. tabuisiert wurde? wenn man den natsoz bearbeitet und analysiert hat, kann man frei darueber sprechen. das haben wenige getan. Ich meine es getan zu haben.
    Ich verstehe deine Äusserung wie sie oben geschrieben ist, als vollkommen zutreffend. Die Situation in D ist vergleichbar mit der gemengelage vor dem nat-soz.. wenn man befaehigt ist genuegend scharf zu analysieren, ausreichend zu abstrahieren und den kontext zu assoziieren.
    Da es der Legeslative nicht gelang, die Probleme in der Gesellschaft zu addressieren und zu loesen, Ohnmacht, konnten radikale ideen zulauf bekommen. Es liegt wohl an der naturgemaess hoeheren gewaltbereitschaft rechter gruppen bei der durchsetzung ihrer ziele, dass sich die rechten durch strassenterror dann auch an den urnen durchsetzen konnten.
    Diese ohnmacht des pol. systems haben wir erlebt/ erleben immer noch auch jetzt. dadurch haben radikalere ideen als die der etablierten Parteien zulauf. “die piraten” sprechen diese Ideen im pol. diskurs aus und an.
    nur diesmal sind die ideen menschenfreundlich. Lektion gelernt.
    Auch in der jetzigen situation wird es zu einem starken richtungswechsel in der politik, in der gesellschaft kommen, jedoch nicht top-down mit zwang und gewalt, sondern bottom-up durch freude und Liebe.
    Keep on tabus ansprechen!

  94. Jacky Neiwel sagt:

    Gibt wohl schon Leute, die den Rausschmiss fordern wegen sowas. Wen wunderts… In einem Land, indem man gekündigt werden kann, wenn man “Arbeit macht Frei” sagt. Meinungsfreiheit muss auch Redefreiheit bedeuten. Aber eine Meinung hast du ja nicht einmal von dir gegeben, sondern bloß eine inhaltlich korrekte Aussage getroffen. Zumindest kam sie dir inhaltlich korrekt vor. Die CDU war aber sogar schneller damals als ihr jetzt.

    Naja, es ist jedenfalls absolut lächerlich wie sich Leute über sonen Spruch aufregen undzwar jedes Mal. Bei ca. 27000 Mitgleidern sind auch nicht ne handvoll Rechtsextrimisten das größte Problem, sondern eher die Koordination der über 26995! Du hast dich auch damals dafür entschieden, die Minderheit der Skeptiker in deiner Fraktion damals mit einzubeziehen und gegen ein NPD-Verbotsverfahren zu votieren.

    Es ist zunächst mal wichtig, dass all diese Nebelkerzen aufgebrochen werden, die euch momentan von den etablierten um die Ohren fliegen. Wie oft hörte man schon von den Etablierten von der Abschaffung des Urheberrechts?

    Wenn man mal was dummes sagt, dann hat man mal was dummes gesagt. Wer damit nicht klarkommt hat offenbar gravierendere Probleme mit sich selbst, als die Meinungsfreiheit der anderen. Ihr müsst euch nicht jedem anpassen. Euer Geheimnis liegt darin zu bleiben wie ihr seit!

  95. m. sagt:

    @Ghodly @Xavi Y Es gibt auch Piraten und viele andere Menschen, deren Familien von den Nazis verfolgt und ermordet wurden – was glaubst ihr, wie der Vergleich dort aufgenommen wird. Die Kritik an den Aussagen ist treffend und wichtig. Kein “Spiel” oder “Shitstorm”.

  96. mysha sagt:

    Egal wie es gemeint war und welche Intention dahintersteckt, so etwas darf nicht passieren. Niemals nicht!

    Ich bin weder Parteimitglied, noch politisch sonderlich motiviert. Jedoch sympathisiere ich durchaus mit den Grundgedanken der Piratenpartei und hätte bei der bevorstehenden Landtagswahl in NRW gerne ein/zwei Kreuze bei euch gemacht. Nachdem dies aber nicht der erste Vorfall in diese Richtung ist, habe ich ernsthafte Zweifel, ob Ihr strukturell/inhaltlich schon so weit seit, meine Interessen zu vertreten. Wer kann mir versichern, dass so etwas nach einem potentiellen Wahlerfolg nicht auch in NRW oder nächstes Jahr auch auf Bundesebene passiert?

    Basisdemokratie und freie Meinungsäußerung schön und gut, aber es gibt gewisse Grenzen, die einfach nicht überschritten werden dürfen, inbesondere von einem gewählten Parteivertreter, der im Interesse der Öffentlichkeit steht.
    Egal wie es gemeint war und welche Intention dahintersteckt, dieser Vergleich war leider mindestens einen Schritt über diese Grenze hinaus.

  97. Stimpy sagt:

    Naja, Leute, das hat nix mit “durch den Kakao ziehen” zu tun, oder “wer zuerst Hitler sagt”. Das war ganz klar ein unangemessener und schlussendlich unüberlegter Vergleich. Und @Xavi Y: Doch, genau so schlimm ist es, wenn sich ein erwachsener Mensch in einem Anflug geistiger Umnachtung mit der NSDAP vergleicht.

    Shitstorm hin oder her: den hast du verdient.

  98. reiserobby sagt:

    Denke mal, Dir fehlt einfach die ethische Grundhaltung, die ich mir von politisch aktiven Menschen wünsche, denen ich mein Vertrauen schenken möchte, ebenso den Kommentatoren, die von Abgrenzung zur Links- und Rechtsradikalen salbadern und somit Faschismus und Nationalsozialismus verharmlosen oder sich mit dem “wer zuerst Hitler- schreit”-Spruch über Leute lustig machen, denen Geschichtsrevisionismus halt nicht egal ist. Das ist bedauerlich und stößt mich ab. Bleibt immer noch die Frage, wie Du auf so einen hanebüchenen und falschen Vergleich kommst, ist es als Provokation gemeint oder pure Dummheit?

  99. pat sagt:

    ja is mir passiert die xte von piraten, das is doch nur pose freunde..und in ner stellungnahme sollte man evtl mehr kommata setzen. nur mal so.. sonst gibts nur heres, möglicherweise richtiges gelaber aber keinen gegenentwurf.. setzen, 6

  100. RP sagt:

    Das glaub ich jetzt ja nicht. Was hat dich denn da für ein Esel geritten? Wieso stellst du solche Vergleiche an? Das ist doch völlig sinnlos? Oder hat du dass als Scherz gemeint nach dem dritten Bier? Findest du das lustig, und ich verstehe die Pointe gerade nicht?
    Ich bitte um Aufklärung, wie du sowas sagen kannst, wo die Partei gerade in diesen unsäglichen Rechtsabgrenzungsdiskussionen steckt. Taktik, Strategie, Freudscher Versprecher?
    Mit noch freundlichen Grüßen
    RP

  101. monika sagt:

    lieber martin,

    der vergleich war nicht gut, dafür deine entschuldigung.
    ich, eine im zweiten weltkrieg geborene, habe volles vertrauen in deine, in euere politik.
    aus fehlern lernt es sich am besten – dann erübrigt sich auch ein rücktritt.

    mit lieben grüßen aus stuttgart von monika

  102. Julius sagt:

    Hey,
    wieso hast du dir das nicht vorher durch den Kopf gehen lassen? Dir muss doch klar sein das schon bei bloßer Erwähnung der NSDAP ein Medien Echo nicht aus bleiben würde.

    So funktioniert das Game. Und das du das nicht beachtet hast, egal wie du es am ende gemeint hast, zeigt mir das du den Umgang mit den Medien noch lernen musst.

    Wozu überhaupt diese ganzen Vergleiche?
    Redet nicht von anderen, redet gefälligst von euch!

  103. Thomas sagt:

    Egal wie Du das gemeint hast, so ein Vergleich gehört sich einfach nicht sorry.

  104. J sagt:

    Aber so ein Zitat ist noch vorsichtig ausgedrückt mal wirklich dämlich. Es spricht aber für Sie, dass Sie so ehrlich sind, zu diesem Zitat zu stehen. Gerade wenn keine inhaltlichen, strukturellen und historischen Gemeinsamkeiten zur NSDAP bestehen, was kann man dann aus diesem Vergleich lernen? Kann man Entwicklungen immer nur einordnen, wenn man sie mit irgendeiner historischen Entwicklung vergleicht? Na ja, damit sollte die Sache dann aber auch gegessen sein.

  105. frank sagt:

    Sätze “passieren” nicht, man sagt sie. Und was soll dieser schwachsinnige Satz “Ich könnte jetzt “Falschzitat” rufen aber das wäre weder angemessen noch wahr.”? Wieso “könntest” du es denn? Du hast Scheiße verzapft, also stehe dazu und fülle Statements nicht mit dümmlichen Floskeln. Und jetzt geh einfach weg.

  106. webwombel sagt:

    “Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.” Die Skepsis steigt etwas.

  107. mactugger sagt:

    Bisher war ich der Meinung, daß die NSDAP die Zeit rasanten Wachstums zwischen 1928 und 1933 (leider) durchaus erfolgreich bewältigt hat.

    Du sagst, vor Deinem Vergleich stand : “Die Aussage, dass es in unserer Demokratie keine andere Partei mit so einem extremen Erwartungsdruck und Mitgliederwachstum gibt und gab”.

    Und was soll der Durchschnittsjournalist nun verstehen? Naheliegend ist doch tatsächlich, dass Du die Bewältigung der “Wachstumsschmerzen” der NSDAP als vorbildlich siehst?
    Und dann ist es egal, ob Du darüberhinaus inhaltliche, programatische oder sonstige Gemeinsamkeiten siehst, alleine durch diese Ansicht ist die Grenze des Tolerablen in diesem Land überschritten.

    Ich unterstelle Dir keinesfalls rechtes Gedankengut, allenfalls – wie selbst zugegeben – Gedankenlosigkeit, aber das war nicht nur ein Fehler, sondern eine Riesendummheit.

  108. jp sagt:

    Eigentlich wissen wir das alle doch schon seit 4 Jahren: “Autobahn geht garnicht” ;-)
    http://www.youtube.com/watch?v=ZZyGRxplVCQ

  109. Georg Mayer sagt:

    Hallo Martin,

    seit ich die Piraten interessiert und genauer betrachte, bist Du für mich einer der Sympathischsten in der ganzen Riege und mit ein Grund, weshalb ich die Partei höchstwahrscheinlich bei der nächsten Gelegenheit (für mich leider erst die Bundestagswahl) wählen werde.

    Es gibt ein paar Dinge, die mich bei den Piraten stören und eines davon ist der Umgang mit der extremen Rechten, ich mag da vorbelastet sein, aber ich finde, dass das Thema viel klarer und ohne Wenn-und-Abers verurteilgt gehört. In dem Zusammenhang ist Dein Fehler, wie Du den Satz ja selbst nennst, noch bedauerlicher als eh schon.

    Wenn ich mir jetzt den obigen Beitrag durchlese, dann wünsche ich mir, dass Du weniger auf Beteiligungskultur und andere Piratenspezifikia eingegangen wärst, sondern wesentlich klarer gesagt hättest, weshalb Du denkst, dass Du einen Fehler gemacht hast. Nein, ich will keine öffentliche Bloßstellung Deiner Person wegen eines verbalen Ausrutschers – ganz im Gegenteil – die Bloßstellung übernehmen andere schon. Du bist einer, der überzeugend darlegen kann, dass Du das nicht so gemeint hast. Bitte sei auch hier transparent, offen und ehrlich.

    Lieben Gruß,
    Georg

  110. uwe sagt:

    Xavi Y hat vollkommen recht: “wer zuerst hitler sagt hat verloren”
    warum machst du das spiel mit?
    nach deinem souveränen auftreten bei illner finde ich es schade, dass du jetzt den schwanz einziehst, ich hätte mir von dir mehr zähigkeit erhofft.
    kein mensch hat überprüft, ob der zitierte satz richtig oder falsch ist, mir wären zunächst die grünen eingefallen, egal.
    die dummheit und dreistigkeit, die hinter all den denk- und sprechverboten steckt, ist das eigentliche politische problem..

  111. Niels Adler sagt:

    Ich finde es wirklich sehr sehr traurig wie unüberlegt heutzutage junge Menschen wie du es einer bist, solch völlig überzogene und total unbegründete und einfach falsche Aussagen und Urteile fertigen.
    Gerade jetzt, nach einem erneuten Ausflug nach Rechts, ist es mir wahrlich PEINLICH, dass ich die Piraten schon einmal bei Diskussionen verteidigt habe und sogar bei einer Demo mitgelaufen bin. Zum Glück zeigt sich langsam euer wahres Bild und ich habe in Schleswig-Holstein mein Kreuz noch nicht gesetzt – und werde es mit über 100%iger Wahrscheinlichkeit auch nicht bei euch setzten.
    Also Danke für die Abnahme dieser Entscheidung und vielleicht ein bisschen mehr Geschick bei der nächsten Wortwahl – überlegen tut einfach gut. Und das Verstehen der deutschen Geschichte vielleicht auch..
    mfG Niels

  112. Roland M. sagt:

    Das ist wohl jedem klar, dass man eine demokratischen Partei nicht mit der NSDAP verwechseln kann, hier dreht es sich doch lediglich nur um die Schnelligkeit wie sich diese Partei entwickelt und nicht um den Inhalt. So wie es aussieht, wird hier versucht jedes Wort auf die Goldwaage zu legen, um der Ideologie einer transpareten Partei von vorneherein viele Steine in den Weg zu legen. Jedes ausgesprochene Zitat wird verschönschlimmert und verformt. Ich bin der Meinung ihr macht den Weg, da unseren restlichen demokratischen Parteien die Luft ausgegangen ist.

  113. downtown sagt:

    Du hast ein schlimmes Eigentor geschossen.
    In der Konsequenz beraubst du dich selbst einer Möglichkeit weitreichenderer Einflußnahme in der Partei.
    Die Decke der kompetenten Aktivisten in der Piraten-Partei ist noch dünn, deshalb fällt diesen wenigen eine größere Verantwortung zu – der bist du nicht gerecht geworden, leider.

    Jeder macht Fehler, doch wie so ein Lapsus passieren kann, ist mir vollkommen schleierhaft, zumal nach deinem Auftritt bei Illner, wo ich dich als bedacht und überlegt erlebt habe.

    Gerade Vergleiche zum 3.Reich sind schon immer besonders sensibel registriert worden, wenn sie aus dem Munde von politischen Mandatsträgern kommen.
    Dennoch, ich glaube im Hinblick auf die fehlende Routine (das ist auch in vielerlei Hinsicht ein Vorzug) im Umgang mit Macht und Medien solltest du deine gezogene Konsequenz überdenken. Deine Distanzierung vom Gedankengut der Nazis ist für mich glaubhaft.
    Good luck

  114. Daniel sagt:

    Wieso muss man in der Politik immer zurücktreten, wenn man etwas “Falsches” gesagt hat?

    Wieso verzeiht die Politik keine Fehler?

  115. Shredneck sagt:

    Lass dich nicht runterkriegen, das ist Medienhetze, da Großparteien schiss vor euch haben. Es ist doch wahr, es ging ja nur um das rasant schnelle aussteigen in einer Krisenzeit wie in den frühen 30ern. Ich hätte es nicht als Fehler bezeichnet. Es ist doch wahr und an der Aussage ist nichts Rechtes!

  116. Andres sagt:

    Sehr geehrter Herr.Delius,
    eine entschuldigung hätte es getan. Aus basta !
    Zeigt es den etablierten Blockparteien.Haut sie in die Pfanne !!

  117. steffen mehler sagt:

    Bange machen gilt nicht und es ist wie es ist, also durch und weiter machen.

  118. Michael sagt:

    Schade,
    der Vergleich ist vielleicht unglücklich.
    Nichtsdestrotrotz verdient Martin höchsten Respekt.
    Deswegen seine hervorragende Arbeit zu kritisieren,
    halte ich für falsch und verlogen!
    Martin ist ein toller Pirat!

  119. Alexandra sagt:

    historisch gesehen ist der Vergleich zulässig und die meisten denken auch so, was den Zulauf zu Eurer Partei betrifft. Das hat nichts mit den Inhalten zu tun. Verlogen sind die, die die Angst im Volk schüren: bei den Grünen seid Ihr rechte Gefahr, bei den Konservativen linke Gefahr…
    Ein Rückzug von irgendwelchen Ämtern ist m.E. nicht nötig – im Gegenteil: es ist die Gelegenheit, die Unzufriedenheit des Volkes deutlich ins Gespräch zu führen, und die Versicherung, daß Ihr die Absicht habt, aus der Geschichte zu lernen.

  120. Elmar sagt:

    Ein junger Mann, Jahrgang 1984, verwendet eine zutreffende Analogie und kommt in die Kritik. Dürfen wir bestimmte “Tabuisierte Begriffe” nicht mehr verwenden, nur weil sie eine “bestimmte Zeit” (na, Sie wissen schon…) betreffen. Bitte weiter machen: Zeitrechnung nur noch bis 1932 – danach beginnen wir wieder bei 1946 usw.

  121. baharry sagt:

    Schade….und meinen Respekt für dein Verhalten.

    Ich wäre froh, wenn andere, bei denen es weit mehr Gründe gibt
    das Amt abgzugeben, dich zum Vorbild nähmen.

  122. Eva sagt:

    Es ist wohl klar, dass die etablierten Parteien die Äußerung mit Wonne aufnehmen und versuchen werden, Euch in die Nähe des braunen Sumpfes zu rücken.

    Absurd. Ich werde Euch wählen.

  123. AliCologne sagt:

    Erst kommt der Sturm, dann das Gewitter und am Ende wieder ruhiges Fahrwasser. Alle Piraten zurück in den Heimathafen und nicht spalten! Ich sehe ein das man in Deutschland solche Vergleiche nicht ziehen sollte, aber vor dem Sturm sollte man lesen und Verstehen.

    Das reflexartige “Ich kandidiere nicht mehr” schadet noch mehr. Man muss so etwas auch aushalten können.

    Mach bitte weiter!

  124. Daniel sagt:

    Typisch Ossi…war wohl nix mit der Vergangenheitsbewaeltigung in der DDR…

  125. Ignaz Quadratwurzel sagt:

    Ich glaube schon, dass Herr Delius keine böse Absicht hatte.

    Die Medien sollten nicht das große Tohuwabohu machen, denn sie erklären ja nicht, worin die Abwegigkeit liegt, worin die Unterschiede liegen.
    Zu diesen gehört aber, dass die NSDAP über bezahlte Schlägertrupps verfügte und das Geld dafür nicht einfach vom Himmel gefallen war, doch darüber schweigt man ja bekanntlich auch heute gerne und oft. So steht der Name „Flick“ für Parteispenden vor und nach 1945.

    Gelegenheit also, um auch Piraten Nachhilfe in Geschichte zu bieten, die offenbar bislang nicht so vermittelt werden konnte, dass sie wissen was sich irgendwie dann doch verbietet

    Da fällt mir noch die Vorbildfunktion ein,
    welche Partei war es noch einmal, die vor einiger Zeit ihre verdeckten Parteispenden damit erklären wollte,
    es habe sich um “jüdische Vermächtnisse” gehandelt ?

    Gab es da Rücktritte rüber oder gar Parteiausschlüsse ?
    Wenn nicht, soll man sich nicht beschweren über eine Jugend, die immerhin belehrbar ist, wie Herr Delius in diesem Blogeintrag gezeigt hat.
    Aber die Piraten sollten lernen, wie leicht Kampagnen geritten werden in dieser Republik!

  126. kasimir sagt:

    Ich finde an deiner Aussage überhaupt nichts Anstößiges, wenngleich sie -wahlkampftechnisch betrachtet- sicher nicht gerade geschickt war . Du stellst einen strukturellen Vergleich zwischen dem rasanten Anwachsen der NSDAP und den Piraten her unter dem Einfluss einer Wirtschafts- und Bankenkrise fest, mehr micht. Über eine inhaltliche Nähe der Piraten oder deiner Person zu braunem “Gedankengut” ist damit überhaupt nichts ausgesagt.

    Widerwärtig und anstößig ist vielmehr, wie sich jetzt einige Medien darauf stürzen und daraus einen Skandal drechseln. Deshalb finde ich auch nicht, dass Du jetzt deine Kandidatur zurückziehen solltest; das hieße doch, den Verleumdern das Feld zu überlassen. Vermutlich hat aber Marina Weisband recht mit ihrer Forderung, dass die Piraten sich die “Piusbrüder” in ihren Reihen mal zur Brust nehmen. Vermutlich muss es tatsächlich eine Art Glaubenskongregation geben, die die Rechtgläubigen von den extremen Irrläufern scheidet. Wenn es jetzt “Säuberungen” geben wird, sollten nicht die Integeren und Rechtschaffenen wie Du zuerst die Brücke verlassen. Deshalb meine herzliche Bitte: lass dich nicht kleinkriegen von sowas, auch wenn ich mir sehr gut vorstellen kann, dass es nicht gerade kommod ist, derart am Pranger zu stehn und sich von
    Frau Leutheuser beschnarren zu lassen

    Die Medien haben ja ihre eigenen Gesetzlichkeiten. Gestern noch riefen sie Hosiannah, die Piraten sind da; das auf dem Fuße folgende “Kreuzigt-Sie” Geschrei ist nur die andere Seite derselben Medaille. Der Hohe Priester, Oberpharisäer und bekannte Sadist Michael F. hat sich schon in Stellung gebracht, und der Spiegel, das angebliche Sturmgeschütz der Demokratie, jetzt mit “Avanti Dilettanti” das Feuer eröffnet. Sich warm anzuziehen, ist vermutlich nicht das Dümmste, was man angesichts dieses Shitstorms tun kann. Der Wind kommt kommt jetzt von vorn.
    Das alles aber sollte einen Seemann wie Dich nicht erschüttern. Halt durch, Mensch !

  127. SilverSpirit sagt:

    Sehr gutes Statement!

    Ich kann nur raten: Bringt endlich dezentrale Parteitage auf den Weg. Der BPT in Neumünster mit 2800 Leuten muss Anlass sein, künftig auf Digitales zu setzen oder mehrere Veranstaltungen zeitgleich abzuhalten.

    Auch muss man sich die Frage stellen, was ist, wenn es mal 100.000 Mitglieder sind.

    Die Etablierten haben Angst. Erst war es KiPo, dann Sexismus und jetzt die Nazi-Debatte. Ich kann nur jedem Pirat raten, sich nicht länger aufs Glatteis führen zu lassen und jegliche Äußerungen dazu zu vermeiden.

    Ich finde es jedenfalls klasse, dass Du mithelfen willst, klassisch parteipolitische Strukturen zu vermeiden.

    NRW-Landeschef Michele Marsching sagte: “Wir haben keine Basisdemokratie. Die Vorstellung, dass die Basis bei jedem Thema gefragt werden muss, ist Bullshit! Das geht in der Politik nicht.”

    Das aber ist genau das Alleinstellungsmerkmal der Piratenpartei. Darum wählen euch die Leute. Es gibt genug geballte IT-Kompetenz, künftig die Basis auf breiter Front miteinzubeziehen.

    Deswegen: Nicht unterkriegen lassen, kämpfen und am Schluss stolz darauf sein, Deutschland positiv politisch verändert zu haben.
    Der Lohn ist, in 70 Jahren in den Schulgeschichtsbüchern zu stehen (wenn’s bis dahin noch Bücher gibt) :-) .

  128. fx_gee sagt:

    Ja, finds auch schade, ich vermute Du hast das gesagt um die Außergewöhnlichkeit eines solchen Parteiwachstums aufzuzeigen, das es statistisch gesehen nun mal 80 Jahre nicht gegeben hat. Kann mir auch nicht vorstellen dass Dir jemand NSDAP-Affinität zutraut, wirklich tragische entgleiste Aussage. Aber die Presse sucht ja mittlerweile händeringend nach Möglichkeiten die Piraten unter Beschuss zu nehmen. Vielleicht gelingt es ja, den Leuten verständlich zu machen dass es um die Seltenheit dieses Vorgangs geht und nicht um die NSDAP. Das von Xavi zitierte Spiel muss man ja nicht unbedingt mitspielen. In diesem Sinne: “Jehova!!” ^^
    (und damit mir das keiner fehlinterpretiert: Zitat aus “Leben des Brian”)

  129. Blogotron sagt:

    Wie kannst du angesichts der öffentlichen Diskussion sowas schreiben? Erst mal denken und dann an den PC? Wie wäre es damit? Du macht die Piraten kaputt, bevor sie den Einfluss haben, den sie verdienen.

  130. tachy sagt:

    Ich blick das nicht, wie kommt es Dir überhaupt in den Sinn, sowas zu sagen? Wär mir nie passiert!

    Alleine schon in die Richtung zu denken, wie kommt das?

  131. borgdrone sagt:

    Zu viele Nazi-Piraten-Geschichten in diesen Tagen in der Presse. Da sollte man mal einen Weg raus finden.

  132. Jack Sparrow sagt:

    Ich finde es einen feinen Zug auf die Kandidatur zu verzichten aber übertrieben.

    Der rasante Aufstieg der Piraten liegt an ihrer Systematik und nicht der Programmatik oder personellen Besetzung, diese Systematik gilt es zu schützen koste es was es wolle. Full stop.

    Die Piraten haben die Bürger auf ihrer Seite aber treten den Lobbyisten auf die Füsse, die wiederum werden allen tun um die Piratenfestung sturmreif zu schiessen.

    Es wird nie einen Frieden oder ein faires Interview mit der PC Presse geben, vergesst das nicht und lasst euch nicht einseifen. Das gilt doppelt für die Springer Presse, schlichtweg der Lobbyist in D und damit euer natürlicher Feind.

    Haltet den Ball flach und BEIBT EUCH TREU, dann sind locker mal 30% in ein paar Jahren drin. Legt NIEMALS die Macht in die Hand weniger sonst werden euch die Lobbyisten zur Strecke bringen; man kann Einzelne manipulieren aber nicht Tausende. There is safety in numbers.

  133. Ulrich Beckers sagt:

    Ich verstehe was du aussagen willst, aber die Erfahrung zeigt, dass, egal wie es gemeint ist, man irgendwas naziassozierbares besser nicht äußert, da es einem direkt im Munde umgedreht wird. Natürlich haben wir Piraten nichts mit der NSDAP gemeinsam – außer einem kometenhaften Popularitätsgewinn.
    Ich kann verstehen, dass einem so eine dämliche Äußerung mal rausrutscht (ich habe durchaus auch schon mal den ein oder anderen Blödsinn verzapft, wer hat das nicht?), aber es ist dennoch ein Fehler. Nur, Fehler passieren halt mal. Diese können einem vorgehalten werden, da muss man dann durch. Wollen wir hoffen, dass sich die Wogen bald wieder glätten und vor allem, dass die Menschen verstehen, dass die Piraten *inhaltlich, ideologisch und organisatorisch* nichts, aber auch gar nichts mit der NSDAP (oder auch anderen radikalen Systemen) gemeinsam haben. Die Piratenpartei ist weder eine rechte noch eine linke Partei – egal wie gern uns da de eine oder andere Schuh angezogen werden soll. Die Piratensind eine moderne, basischdemokratische und sozial-liberale Partei mit einem Faible für nachhaltige Lösungsansätze und weitgehend frei von Schubladendenken.

  134. Ci Mare sagt:

    An der hektischen Aufregung, nur weil einer etwas aus vergangen Tagen in dieJetztzeit bringt, merkt man das wir “Deutschland” die Vergangenheit nicht bewältigt hat. Wann hört das auf, das es unaussprechliches gibt .
    Habe gerade eine Banane gegessen. Bin gespannt ob es über diese Aussage auch soviel Echo gibt.

    Gruß Ci Mare

  135. J Jung sagt:

    der vergleich ist unglücklich aber nicht falsch soweit es die rasanz betrifft. ich wünsche Delius und kollegen bessere nerven. lasst euch nicht konformieren. findet euch und lasst euch auch zeit. nichtwähler zu aktivieren ist in jedem fall ein verdienst. bitte plant nicht nur opposition – da Ihr nach meiner hoffnung links von schwarz gelb steht wäre eine geplante opposition die verhinderung eines politikwechsels.

  136. datenklo sagt:

    Tja der Vergleich ist nun wirklich etwas ungeschickt gewesen.
    Trotzdem verstehe ich die Aufregung nicht.
    Aber in diesem Land bekommt ja sofort jeder Beißreflexe, wenn nur Wörter wie “SS”, “NSDAP” oder “39-45″ fallen.
    So schlimm das alles gewesen ist, irgendwann ist auch mal gut.

  137. Katjucza sagt:

    Schade. Alles richtig was du sagst. Aber du hast nun einmal einen selten dämlichen (gedankenlos – davon bin ich überzeugt) Vergleich gemacht und in deiner Stellungnahme sollte daher auch eine deutliche Forderung nach einer Auseinandersetzung mit dem Problem von rechten Strömungen in der Partei stehen.

  138. Teiler sagt:

    sorry, aber ich verstehe einfach nicht, wie dir das passieren konnte. Das weiß doch jedes Kind, dass die Presse Nazi-Vergleiche maximal ausschlachtet

  139. Beethopfen sagt:

    Die Piratenpartei will gleichzeitig tolerant und antifaschistisch sein (null Toleranz gegen intolerante Ideologien? Error!). Um aus dieser Zwickmühle rauszukommen muss sich mal einer von den Parteifunktionären hinstellen und sich nicht in ungeschickten Äußerungen verhaspeln sondern klar sagen:
    Die Piratenpartei lehnt rechtsradikale Gesinnung ab und distanziert sich davon ausdrücklich.
    Sie ist ausserdem eine pazifistische Partei.
    Beispiel: Wenn ein Journalist die Lieblingsfrage fragt: “und was ist mit Afghanistan” dann sollte es doch mal möglich sein dass man als Piratenverantwortlicher sagt: “Es ist meine Überzeugung dass wir sofort aus Afghanistan abziehen sollten und solange ich bei den Piraten was zu sagen habe werde ich dafür eintreten.”

  140. MD: Ich werde weiter dagegen kämpfen, dass aus dem rasanten Wachstum und den offenen Strukturen die wir haben wollen …. auch nur klassisch parteipolitische Strukturen werden.

    RS: Das wird nicht funktionieren, den die Gelder in den Parlamenten, die staatlichen Gelder an die Parteien, die Regeln der parlamentarischen und außerparlamentarischen Arbeit sind untrennbar verbunden mit den klassisch parteipolitischen Strukturen.

    Aufmerksamkeit ist heute eng verbunden mit der eingesetzten Geldmenge.

    Zu den klassisch parteipolitischen Strukturen gehört auch die Propagierung, dass Gesetze und Verträge bedingungslos eingehalten werden müssen. In Streitfällen entscheiden nur die Gerichte (Richter).

    Tatsächlich werden jedoch Gesetze und Verträge innerhalb Deutschlands und weltwewit nicht eingehalten. Desto höher die politische und wirtschaftliche Position und Macht desto häufiger und nachhaltiger.

    Das gehört nicht zu den klassisch parteipolitische Strukturen, ist aber ein Ergebnis der klassisch parteipolitischen Strukturen. Diese zu überwinden setzt voraus, dass man auch Gesetze und Verträge kritisch hinterfragt, gegebenenfalls auflöst bzw. einfach nicht beachtet.

  141. Olsche sagt:

    Der begriff Basisdemokratie zieht sich durch die Geschichte und hat immer wieder zu seiner eigenen Grenze geführt. Versuche fanden statt in der Rätedemokratie, in den Anfangsjahren der Partei “Die Grünen” und nunmehr wieder bei den Piraten. Ich sage euch “alles Unsinn”. Auf die Schwarmintelligenz zu setzen kann auch heizen sich wie die Fliegen auf einen großen Haufen zu setzen. Schwärme sind in der Geschichte schon oft Ideen gefolgt und es hat sich im Nachgang gezeigt, dass einzelne Individuen großes bewegt haben: Gandhi, Nelson Mandela, Martin Luther King. Der Schwarm ist groß, seine Intelligenz muss deshalb noch lange nicht groß sein.

    • der.Chris sagt:

      So so. Basisdemokratie ist schon oft gescheitert. Stimmt. die GRÜNEN sind dafür ein gutes und auch zeitnahes Beispiel.
      Und am Ende sind es große Einzelpersonen, die viel bewirkt haben?
      Ja, die gab es, gibt es. Aber mal ehrlich. Ist Ghandi nicht auch letztlich gescheitert?
      Stirbt mit Mandela nicht auch die Aussöhnung in SA?
      Verstehe mich bitte nicht falsch. Große Persönlichkeiten sind wichtig, toll, beispielhaft und oft sogar sehr bescheiden. Aber: wir bewundern sie statt sie zu begreifen. Wir beten sie an statt ihr Beispiel zu verinnerlichen. Sie bleiben letztlich einsam statt in unserem Denken und Tun weiterzuwirken.
      Und welche große Person soll es in D´land richten? Merkel?, Steinmeyer (schreibt der sich so?)?, Jesus?, Allah?
      Für alles und jeden gibt es Beispiele und Gegenbeispiele.
      Bei großen Persönlichkeiten stirbt die Idee leider oft mit diesen Menschen, und man wartet auf den nächsten Messias wie auf Godot (schreibt der sich so?). Lange und/oder vergeblich.

      Der Piraten sind viele, und sie können aus dem Fall des Hauses GRÜNE lernen.
      Sie können versuchen, es besser zu machen.
      Und selbst beim Scheitern leben die Ideen weiter, verteilt auf viele Schultern.
      Ich kenne niemanden, der sich heute für seine Überzeugungen ans Kreuz nageln lässt, seien sie noch so toll.
      Aber ich kenne viele Projekte, die erfolgreich waren, sind und sein werden, weil viele daran arbeiteten und arbeiten sie umzusetzen. Erfolg ist wahrscheinlicher, wenn eben nicht der große Guru alles zusammenhält, sondern viele (kleine) etwas lebendig erhalten.

  142. v3to sagt:

    Nazivergleiche werden in der Politik – jedenfalls in diesem Staat – wohl ein ewiges Problem bleiben. Ob es so oder so gemeint ist, spielt eigentlich keine Rolle. Für Presse und andere Parteien ist es wie ein Gong zum Essen (bzw zum nächsten Skandal).
    Btw Deine offene Stellungnahme finde ich vorbildlich.

  143. Stefan W.F. sagt:

    Bei aller grundsätzlichen Sympathie für eine Partei der “etwas anderen Art” und bei allem Verständnis für deren Unerfahrenheit kommt mir nur eine Frage in den Sinn: Wie dämlich muss man sein (obwohl die persönlichen Daten nicht danach aussehen), um ohne Not solch ein Eigentor zu schießen ?

  144. Der Vergleich ist echt kompletter Schwachsinn. Zum Glück bezieht er sich nur auf das Wachstum, aber auch da ist er Schwachsinn. Und auch in dem Kontext (“worauf ich hinauswollte”) ist er Schwachsinn. Aber wie es Sebastian Leber im Tagesspiegel schreibt: Den Vergleich kann man wahrscheinlich verzeihen, weil, so wie es aussieht, keinerlei menschenrechtsfeindliche Aussagen enthalten waren.

    Dagegen die Ausführungen ab “Ich halte unsere direkt demokratischen Prinzipien hoch und will sie … erhalten” finde ich extrem unterstützenswert. Genauso den Satz “Ich werde weiter dagegen kämpfen, dass aus dem rasanten Wachstum und den offenen Strukturen die wir haben wollen diskriminierende, totalitäre oder auch nur klassisch parteipolitische Strukturen werden.” Plus 1.

    Hoffentlich gehen diese wichtigen Punkte nicht unter! Im selben Spiegel Online Artikel steht nämlich auch dieses Beunruhigende: “Der NRW-Landeschef Michele Marsching dem SPIEGEL. ‘Wir haben keine Basisdemokratie’, findet er. ‘Die Vorstellung, dass die Basis bei jedem Thema gefragt werden muss, ist Bullshit! Das geht in der Politik nicht.’ “

  145. Uwe sagt:

    Entgegen meinen beiden Vorkommentartoren finde ich es für einen Politiker im Abgeordnetenhaus von Berlin schon schlimm so etwas zu äußern und finde die nachträgliche Verharmlosung der beiden Kommentare für das falsche Signal.
    Ein Fehler ist geschenen, dieser wurde eingeräumt. Eine Entschuldigung ist ausgesprochen. Punkt.
    Wichtig ist eigentlich nur, dass man daraus lernt und als Politiker immer vor Augen hat, sich jeden Satz wirklich zweimal zu überlegen,bevor man ihn an die Medien gibt. Das bringt der Job nun mal mit sich.
    Ich bin nun kein Pirat und stehe der Partei auch eher kritisch gegenüber, trotzdem glaube ich, dass die Medien das hier zu hoch stilisieren.
    Der wichtigste Punkt in dem Statement ist für mich Deine Erkenntnis, dass die Ansprüche und die Realpolitik manchmal nur schwer bis gar nicht zu vereinen sind und Ihr nun an einem Punkt steht, wo Ihr auf der einen Seite von den medien und durchs Internet hochgejubelt werdet, aber auf der anderen Seite dem kaum Rechnung tragen könnt. Das ist Stärke und Schwäche zugleich und es wird maßgeblich zeigen, wie ernst Ihr mit Euren eigenen Ansprüchen umzugehen versteht.

  146. efodlik sagt:

    Herr Delius, bitte nicht beleidigt sein, aber als ich die Meldung las, dachte ich laut: So ein Idiot.

    Gibt’s das? Hundertschaften von Politikern haben bereits ihr Handtuch werfen müssen wegen der unschuldigsten Äußerungen oder Vergleiche, und nach jedem Fall ist man geneigt, zu glauben: Ok – jetzt müssten es aber wirklich alle kapiert haben.

    Nämlich, daß die Öffentlichkeit beim Thema Nationalsozialismus nicht rational reagiert. Auch nicht ein bisschen, auch nicht sehr wenig, auch nicht fast gar nicht, sondern überhaupt nicht. Eine ganz andere Frage, die ich hier nicht diskutieren will, ist, warum das so ist. Aber es liegt doch wirklich, wirklich auf der Hand: Vergleiche sind verboten. Kategorisch. Bewertungen jenseits des öffentlichen Kanons sind verboten. Kategorisch. Denn sie gelten in jedem Fall als Relativierungen.

    Es ist doch wirklich einfach: Nicht drüber sprechen, nicht vergleichen, nichts in die Richtung implizieren, auch nicht vorsichtig, randseitig berühren – einfach Hände weg. Tut mir leid, daß Sie diese kalte Dusche jetzt auch bekommen, aber Sie haben sie voll und ganz verdient. Sie hätten das wissen müssen, das gehört zum Grundverständnis deutscher Politik.

    • Stefan W.F. sagt:

      In Antwort auf:
      “Vergleiche sind verboten. Kategorisch. Bewertungen jenseits des öffentlichen Kanons sind verboten. Kategorisch. Denn sie gelten in jedem Fall als Relativierungen.”

      Dieser Kommentar ist auch kategorisch. Kategorie Stammtisch. Leute, die wissen, wovon sie reden und was sie vergleichen und welchen Eindruck sie damit wecken (können), die dürfen durchaus vergleichen. Dass es so selten dazu kommt, liegt doch eher daran, dass es bald 80 Jahre nach der Machtergreifung kaum noch was zu vergleichen gibt, zumindest nicht auf stimmige und sinnstiftende Art.

      • efodlik sagt:

        Können Sie einen Grund angeben, warum Sie den Kommentar für “Kategorie Stammtisch” halten?
        (Die Verwendung des Ausdrucks “kategorisch” für eine Unbedingtheit und des verwandten Ausdrucks “Kategorie” ist übrigens grundverschieden, Sie haben da was grob missverstanden; oder Sie legen es wirklich darauf an.)

        Also passen Sie auf:
        Mit “Leute, die wissen, wovon sie reden und was sie vergleichen” setzen Sie bereits voraus, was erst zu beweisen ist: eine sichere Erkenntnis und damit Wahrheit oder Unwahrheit. Vielleicht glauben Sie ja, zu diesen Leuten zu gehören (das tun viele) und im Internet andere bekehren zu müssen. Aber Sie müssen Ausdrücke wie “wissen” erklären, sonst bleibt es eine hohle, wichtigtuerische Phrase; denn ‘etwas wissen’ setzt bewiesene Erkenntnis voraus. Sie zum Beispiel berufen sich großspurig auf diejenigen, die “wissen” und borgen sich deren (unbewiesene) Autorität. Selber haben Sie zu diesem Punkt nichts beizutragen. Schwach.

        “Leute, die wissen, wovon sie reden und was sie vergleichen und welchen Eindruck sie damit wecken (können), die dürfen durchaus vergleichen.”

        Interessant. Das Anstellen von Vergleichen ist also ein Privileg der Besitzer der Wahrheit? Mal abgesehen davon, daß Sie hier wieder voraussetzen zu wissen, was wahr und falsch ist – ist Ihnen bewusst, daß diese Logik in epistemischer Hinsicht konsequent faschistisch ist? Sie fordern damit eine Einschränkung bestimmter gedanklicher Akte – des Vergleichens – auf diejenigen, die durch ihr das “richtige Wissen” privilegiert sind; Unwissende und Irrende dürfen es nicht. Das ist nicht unbedingt kongruent mit unserem Grundgesetz und dem Satz von der Meinungsfreiheit, ist Ihnen das klar? Nehmen Sie mir nicht übel, wenn ich Ihnen sage, daß ich Ihre heldenhafte Haltung viel stammtischartiger finde als meine. Gehören Sie vielleicht zu jener Kategorie von Helden, die glaubt, im Kampf gegen das Böse seien Unbedingtheiten erlaubt, und dadurch ruck-zuck selber einer von den Bösen wird?

        “Dass es so selten dazu kommt, liegt doch eher daran, dass es bald 80 Jahre nach der Machtergreifung kaum noch was zu vergleichen gibt, zumindest nicht auf stimmige und sinnstiftende Art.”

        Gott, wie weise.
        Aber was ist “stimmig” und “sinnstiftend”? Erklären Sie doch bitte diese nebulösen Begriffe, wenn Sie sich mit ihnen verwegen in den Kampf gegen die Stammtischler dieser Welt stürzen wie Don Quichote, sonst werfen Sie nur Nebelkerzen und Knallfröschchen, die nicht hochgehen. Verstehen Sie doch, solche Phrasen besitzen ähnlich hohen Aussagewert, wie wenn ich schreibe: “Meine Position ist die richtige – denn ich kenne die Wahrheit”.

        Und was hat das mit den 80 Jahren auf sich? Spielt der Zeitpunkt eines Vergleichs eine Rolle? Sie meinen wahrscheinlich, daß in 80 Jahren schon derart viel Vergleiche angestellt wurden, daß keine weiteren mehr lohnen. Aber Ihnen ist hoffentlich klar, daß das ein rein quantitatives Argument ist? Ein Zeitraum von 80 Jahren garantiert keine bestimmte Qualität von Vergleichen. Die Idee, daraus eine Forderung nach Unterlassung von Vergleichen abzuleiten, scheint mir, mit Verlaub, die Kopfgeburt eines Idioten.

        Ein Tipp:
        Wären Sie Politiker und würden Sie ernsthaft versuchen, in Bezug auf NS-Themen Begriffe wie “wissen, wovon man redet” mit Inhalt und Bedeutung zu füllen, könnte es Ihnen ganz, ganz schnell gehen wie Herrn Delius, der die unverzeihliche Sünde beging, einen Moment lang nicht nachzudenken – und genau dafür kann man ihm ernsthaft etwas vorwerfen, sonst für nichts – und jetzt von den parteipolitisch durchwirkten öffentlichen Medien mit rechtsextremen Assoziationen bepflastert wird, in einer Weise, die so grobschlächtig und offensichtlich mit verleumderischem Missverständnispotential überladen ist, daß der größte Dummkopf erkennen müsste, wer von einer solchen Darstellung profitiert.

        Die Rückendeckung dieser selbsternannten Gewissenssoldateska sind all die braven Menschen wie Sie, die glauben, Angesicht in Angesicht mit verkappten Nazi-Intellektuellen und landsknechtartigen Stammtischlern für das Gute zu kämpfen – auch Sonntags, auch im Internet – obwohl sie selbst nur eine Bande verrohter Paranoiker sind, die das Gute bei sich selbst suchen, weil sie ihrer eigenen Gesinnung nicht trauen.

  147. Gunnar sagt:

    Die Reaktion der Medien auf dieses Zitat ist völlig überzogen und hat ganz andere Gründe als eine Kritik an der Aussage selbst.
    Ja, es wahr sehr ungeschickt, diesen Vergleich zu ziehen. Es war aber auf jeden Fall auch ehrlicher als das, was wir von anderen Parteien- auch in dieser Frage- gewohnt sind.
    Der shitstorm wird sich auch wieder legen. Wichtig ist, dass Ihr (bin selbst kein Pirat) das Problem ausdiskutiert und löst.
    Lasst Euch nicht von den gegenwärtigen Reaktionen der etablierten Parteien ins Bockshorn jagen. Sie werden auf die Dauer auch anders reagieren müssen und ihren eigenen Politikstil ändern.

  148. drittlaender sagt:

    Is doch supi! Nur positives feedback hier bei dir!
    also mund abwischen und weiter so!

  149. Frau Schneider sagt:

    Also ich finde das schon seltsam das dir dieser Vergleich eingefallen ist, sollte das witzig sein? schade jedoch das es so große konsequenzen erfordert ….

  150. Solly sagt:

    Hallo – lieber Martin, bitte TRITT BEI BUVO an….

    Deine Aussage ist
    1. wahr
    2. SOLLTE ALLEN positiv-produktiv und kreativ-konstruktiv-kritisch zu denken geben.
    punnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnkt :-)

    Schalom mi shlomo

    @martindelius es ist ne Tatsache & eher SelbstKritik,daß #Piraten so schnell wachsen.Der #Nsdap-Vergleich ist mutige Anregung zur DISKUSSION
    @martindelius TRITT bei #BUVO an. Als JUDE & Holocaust-Forscher fordere ich alle auf, wahre Aussagen als DiskussionsGrundlage zu achten. :-)

    • Jack Sparrow sagt:

      Jeder Narr kann Unrecht tun, aber gerecht kann nur ein Weiser sein.

      Recht und Willkür trennt der feine Schleier der Objektivität, die erfolgreiche Anstraktion der Zusammenhänge. Der Ojektivität gebührt ein gleichwertiger Platz an der Seite der Transparenz in der Systematik der Piraten.

      Lasst uns Mechanismen entwickeln die dies sicherstellen, dezentrale Machtstrukturen sind dafür eine erforderliche aber nicht hinreichende Bedingung.

      Power corrupts and absolute power corrupts absolutely.

      Schalom

  151. Kein Pirat mehr sagt:

    Stell Dir vor, die SPD würde sich rühmen, zweitstärkste Partei in Deutschland zu sein und dazu den Vergleich zum entsprechenden Wahlerfolg der NSDAP vom 14. September 1930 ziehen. Die eigentliche Frage hast Du vor allem nicht beantwortet.

    Wieso vergleichst Du die Piratenpartei überhaupt mit der NSDAP?

  152. Sebastian sagt:

    Wie krank sind denn hier die ersten zwei Kommentare.
    Die finden es sogar richtig die Piraten mit den Nationalsozialisten zu vergleichen.
    Obwohl Sie Herr Delius sich falsch in einen Kommentar geäußert haben und hier klar ihren Fehler darstellen, sehen dies einige anders.
    Jede Partei hat Schwierigkeiten am Anfang mit ihren Inhalt und Strukturen. Das ist bei der Union nicht anders gewesen und diese wurden nicht mit den Nationalsozialisten verglichen.
    Den rasanten Anstieg der Mitglieder bei den Piraten sehe ich mehr darin, das die jetzigen Parteien zu wenig für das Volk machen und mehr auf die Lobbyisten eingespielt sind.

  153. Bruno sagt:

    Du warst schon in der ZDF Sendung bei M. Illner sehr unsicher und vorsichtig !
    Ja warum gehst Du dann in eine solche Sendung, genau wie der Chr. Lauer ?
    So werdet ihr in die rechte Ecke diskutiert und helft dabei auch mit einer ungesunden
    Selbstüberschätzung von Dingen zu reden wovon ihr keine Ahnung habt!
    Bei der Redefreiheit muß ein Politiker wissen worüber er redet und auch die
    Konsequenzen bedenken?
    Ich bin kein Pirat freue mich aber das es Euch gibt um die Gegensätzlichkeiten
    der deutschen Politik transparenter zu erleben.
    Nun Dein Beitrag war auch genauso traurig wie diese ganze politische Landschaft
    richtig verunreinigt scheint von Dummschwätzern und Wichtigtuern!
    Wenigstens hast Du Frau Weisband durch den erklärten Rücktritt wahrscheinlich
    eine weitere Aufregung erspart, schäm Dich!

  154. Piet sagt:

    Schön gefilterte Kommentare hast du hier.

  155. Carl sagt:

    Halllo,

    ich bin gerade auf dein Zitat bei Spon gestoßnen und möchte dir nur sagen:
    Der Vergleich ist sicher nicht der riesen Aufreißer.
    Warum sind die Piraten unter anderem so populär?
    Weil keine routinierten Sprechblasenautomaten am Werk sind.
    Das macht euch sympatisch, bedeutet aber zwangsläufig auch, das immer mal wieder unüberlegte, unglücklich gewählte Äußerungen gemacht werden, so wie es dir gerade passiert ist.
    Du solltest damit offensiv umgehen, den Fehler zugeben, was du ja schon getan hast, aber desweiteren dich auf keinen Fall so klein machen und sogar von Kanditaturen zurücktreten.
    Steh dazu , dass du kein Politikroutinier bist und versuch ansonsten du selbst zu bleiben und nicht jede Kritik über das kritisierungswürdige hinaus persönlich zu nehmen.
    Fehler sind zum Lernen da, man darf sie machen, nur wiederholen sollte man sie nicht, geanus so wenig wie den Kopf in den Sand zu stecken.
    Ich hab viele deiner Auftritte und Reden verfolgt, du bist ein supersympatischer, junger Mensch, der bei einer großartigen Sache mitwirkt, also lass dich gefälligst nicht wegen so einer lächerlichen Sache von deinem Weg abbringen, auch wenn die Medien und abertausende nun vielleicht ihren Senf dazugeben!

    Alles Gute wünsch ick.

    Ein Sympatisant ;)

  156. klaubi sagt:

    Der Vergleich ist sicherlich unglücklich gewählt. Das Wesentliche dazu ist gesagt.

    Es ist trotzdem sehr schade wenn du deswegen deine Kandidatur zum Bundesvorstand zurückziehst. Denn ich finde (wenn ich an deinen Auftritt bei Maybrit Illner zurückdenke), dass du die Partei hervorragend repräsentieren kannst. Schlagfertig, kompetent und seriös also dreimal das Gegenteil von Herrn Lauer.

    Lass dich von dieser Geschichte nicht ins Abseits drängen sondern wachse daran.

  157. Entdecker sagt:

    @Martin Delius

    Martin Delius, ich habe Dich in der ILLNER-Talkshow gesehen und gehört. Ich war sehr beeindruckt von Deiner Gelassenheit, einer vernünftigen, konsequenten Argumentation zum Thema rechtsextreme Äußerungen bzw. Tendenzen in der Piratenpartei. Du warst der entspannteste in der ganzen Runde. Du sagtest, daß nach Deiner Meinung die rechtsextremen Tendenzen in der PIRATENPARTEI konsequent gestoppt werden müssen und rechtsextremen Störer entfernt gehören.

    Das ist absolut richtig und notwendig.

    Ich frage mich aber entsetzt, wie konntest Du diesen Partei-Vergleich im SPIEGEL verwenden: “Der Aufstieg der Piratenpartei verläuft so rasant wie der der NSDAP zwischen 1928 und 1933″.

    Es hat mir wahrhaftig den Atem verschlagen, als ich die Information auf den Schirm bekam, ich konnte es erst nicht glauben. Das ist keine Übertreibung.

    Der ganz gezielte Parteiaufstieg der Nationalsozialisten bewirkte die Unterdrückung des deutschen Volkes, den 2. Weltkrieg, den größten Genozid der Weltgeschichte und endete mit dem Selbstmord und der darauffolgenden Verbrennung Adolf Hitlers.

    Ich unterstelle Dir nicht eine rechtsextreme Gesinnung, aber ich frage mich ernsthaft, wie konnte mit diesem Hintergrund ein solcher Parteien-Vergleich zustande kommen?

    Du schriebst zwar in Deinem “Fehler-Geständnis”: “Die beiden Parteien sind nicht vergleichbar! Wir haben keine strukturellen inhaltlichen oder historischen Gemeinsamkeiten. Das wollte ich auch nie andeuten.”

    Eine Erklärung für diesen Parteien-Vergleich sehe ich aber nicht darin.

    Nur die Rasanz einer Partei-Mitgliederentwicklung war wirklich kein Grund, die NSDAP als Vergleich heranzuziehen.

    Ich bin ein hoffnungsvoller Beobachter und Sympathisant der PIRATENPARTEI und erwarte eine Konzentration auf eine überzeugende Außenwirkung dieser Partei, die nur durch Glaubwürdigkeit und Integrität möglich ist.

    Das beste Beispiel ist Marina Weisband.

  158. Malte sagt:

    Es ist wichtig, dass _du_ es gesagt hast. Das zeugt von Problembewusstsein und selbstkritischer Reflexion. Es hätte der Presse auch von selber auffallen können (bedauerlich, dass das nicht passiert ist, weil es so. offentsichtlich. ist.) und je nachdem, wie der Autor euch gegenüber eingestellt wäre, hätte man da nicht nur mit rhetorischem Sand, sondern rhetorischer Säure werfen können.

    Ich hoffe, die Titanic greift das Ganze auf. Comic relief und so.

  159. Sehr geehrter Herr Delius,

    Sie haben Ihrer Partei einen Bärendienst erwiesen, der nicht größer hätte sein können. Die NSDAP? Was ging in Ihrem Unterbewusstsein vor? – Es gab wahrlich andere Parteien und Bewegungen in Deutschland mit rasantem Wachstum, möglicherweise nicht so stark wie das der Piraten, dafür aber mit profilierteren Programmen und folglich deutlichen politisch-parlamentarischen Erfolgen – siehe die Grünen zwischen 1979 – 1983. Solche Erfolge stehen von den Piraten noch aus, und aufgrund der derzeitigen Selbstdemontage – eigenartigerweise stets mit einer Affinität zu rechtslastigen Ideen verbunden – könnte die Partei so rasch an Reputation verlieren, wie sie rasant gewonnen hat. Und wer könnte das besser wissen als eine Internetpartei! Wenn auch das Gros der Wähler noch nicht so recht weiß, wie man Shitstorm buchstabiert, solltet Ihr Euch doch bestens auskennen.
    Nein, rechts ist nicht sexy, Hitler bleibt ein Verbrecher (wie Stalin), und wir finden das nicht harmlos oder witzig. Das ist deshalb schade, weil die Zeit für ein Netz-fokussierte Partei eigentlich überreif ist.
    Eine kluge Idee könnte sein, sich als Herr Delius von Ämtern zurückzuziehen und ein paar Wochen Geschichte zu studieren. Eltern und Großeltern zu befragen. Wie das nochmal war mit Faschismus, Kommunismus und in einem Teil Deutschlands Diktatur zwischen ´33 – ´89. Das brauchen wir nicht mehr, auch nicht ansatz- und gedankenweise. Freien Austausch und Schwarmintelligenz übers Netz brauchen wir hingegen sehr, eine Partei dahinter wäre sehr hilfreich. Mit demokratischem Background BITTE BITTE !

    Freundliche Grüße aus Dresden
    Andreas Thiemig

  160. Picard sagt:

    Zwischen Kuscheln und Kuschen ist nur ein kleiner Unterschied. Piraten werden nicht weit kommen, wenn sie linke sowie rechte aktive Grundstellung in der Demokratie schlechterdings ignorieren. Es muß uns gelingen, außer ein paar Meinungsklicks zu dem zu stehen, was wir unter anderem sagen und tun.
    Meine Meinung ist, Ausgrenzung von politischen Problemen, gleichbedeutend mit entsprechend Problempersonal, verbietet sich schlicht. Gerade jetzt beginnen Piraten, sich von ihrem monothematischen Habitus zu lösen. Also rauf wieder aufs Podium, und vertritt deine Meinung. Möge der Schwarm mit Dir sein.

    Picard

  161. jay sagt:

    hitlervergleiche gehören dazu, es mit der eigenen partei zu machen ist eigentlich noch härter als ein normaler hitlervergleich. das problem sind aber nicht solche witzchen, sondern nazis positionen (holocaustleugner straffreiheit) denen nicht abartiger gegenwind aus der partei entgegenkommt. mag ja aus rechtsphilosophischen ansichten vielleicht gründe für solche forderungen geben, in der realität nützen sie einfach niemanden auser harten nazis und eine erlaubnis solcher äußerungen würde ein rechtliches mittel gegen antisemiten aus den verkehr ziehen, vor allem aber ein symbolisches statement gegen nazis aus der gesellschaft entfernen.

    schlagt die faschisten wo ihr sie trefft – wenns geht mit argumenten. mach weiter mit deiner antifaschistischen arbeit, auch und besonders in der eigenen partei. wer will schon für linke antifas und autonome unwählbar sein. und das seid ihr sonst.

  162. Ha. 192 sagt:

    Gerade dein kurzes Interview mit dem ZDF gesehen und finde es wirklich schade, dass ein solcher Satz – egal wie blöd er rückblickend sein mag – deine Kandidatur verhindert. Deine ruhige, sachliche Art ist mir höchst sympathisch und ich hoffe, dass du in Zukunft eine erneute Kandidatur erwägst um “ganz vorne” mitmischen zu können.

  163. Juergen Sievers sagt:

    Hallo Martin.
    Ich komme gleich zur Sache:

    OK, es sei Dir so raus-gerutscht, passiert halt, mir und jedem anderen Auch mal.

    RICHTIG!

    Dennoch weiss auch ein jeder der auf sich reflektiert, warum ihm das überhaupt so rausrutschen konnte, weil natürlich vorher im Kopf solche Überlegungen und Assoziationen durchgeknetet wurden und offensichtlich nicht lange genug, damit sie eine Gestalt annehmen konnten, zu der man sich dann ja willentlich äußern hätte können. Darüber hätte ich gerne mehr erfahren, wie die Entwicklung zu so einem Rausrutscher abgelaufen ist.

    Dieses ewige „Hubs“ und „Pardon“ ist mir zu wenig, ich möchte Dich gerne verstehen, nun ganz genau wissen, was Dich herumtreibt damit dir so etwas passieren kann?
    Mit deinen Auftritten in der Öffentlichkeit, für die Piraten, die ich wirklich als etwas ganz besonderes und absolut positiv Neues wahrnehme, habe ich ein Gefäß in meinem Kopf für Dich aufgemacht und Du konntest da hinein Deine Ideen füllen. Ich konnte die darinnen isoliert durchkneten, um mir ein Bild von Dir und Deinen Ideen daraus zu formen. Nun hast Du dieses Gefäß (versehentlich??) angeschlagen und ich möchte nun wissen ob es noch hält bis ich mir im klaren bin oder ob ich es mit samt dem Inhalt lieber wieder raus schmeißen soll. Es geht für mich um sehr viel, ich musste schon die Assimilierung der Grünen in das bestehende Unrechtssystem ertragen, will keinen Funken Hoffnung mehr in diesen Orcus entkommen lassen.

  164. BirrGarten sagt:

    Werter Martin,

    Du giltst als “ausgleichender Denker” (spon) und auch sonst als jemand, dem man eine rechtsfreundliche Gesinnung nun wirklich nicht vorwerfen kann. Von daher bitte ich Dich, Deinen Rücktrittsbeschluß von einer Buvo-Kandidatur noch einmal zu überdenken und hoffe, dass dieses auch noch andere “Vordenker” deiner Partei tun.

    Ihr habt es nicht nötig, Euch von den Medien Euer Verhalten diktieren zu lassen – aber genau dieses lasst Ihr momentan zu und kneift den Schwanz ein! Wo ist das Selbstvertrauen von Menschen, die durch ihr persönliches Verhalten, ihr Engagement für diese Republik und ihre Bewohner weit mehr erreicht haben als die Altparteien in den letzten zwanzig Jahren?

    Vielleicht wirfst Du einmal einen Blick in

    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_ehemaliger_NSDAP-Mitglieder,_die_nach_Mai_1945_politisch_tätig_waren#Westliche_Besatzungszonen_und_Bundesrepublik_Deutschland

    um den Stolz und das Erreichte, auch im Umgang mit allen Piraten und Nichtpiraten, zuzulassen. Du wirst feststellen, dass die Altnazis, allen voran Filbinger (“war nach den erhaltenen Strafverfahrenslisten an mindestens 234 Marinestrafverfahren beteiligt, 169-mal als Vorsitzender Richter, 63-mal als Ankläger. In vier Fällen ging es um Todesstrafen, die Filbinger je zweimal beantragt oder gefällt hatte. Diese Fälle wurden erst 1978 aufgedeckt und dann breit diskutiert.” wikipedia) bis in die 1980er Jahre die Politik in Ihren Parteien teils an vorderster Stelle “mitgestaltet” haben – von einer “Auseinandersetzung” mit diesem Thema in ihren eigenen Reihen gab es bei den Altparteien bis heute wenig mehr als Lippenbekentnisse – man wartete, bis das “Problem” durch natürliche “Abwahl” sprich Tod der Vergessenheit anheim fiel.

    Also greift an! Und zwar jeden Reporter, der Euch weis machen will, Euer offener, fairer, rechtlich einwandfreier Umgang mit einer der schwierigsten Themen der Geschichte wäre unrichtig, inkonsequent… Haltet Ihnen vor, wie die Altparteien dieses Thema handhabten und fragt sie, ob sie vergessen hätten, wie die maßgebliche Presse dieser Jahre die Politik erst dann “stichelten”, wenn auch das letzte Fünkchen Ungewißheit über die Vergangenheit eines (Mit)täters in der so gern verglichenen Partei verglüht war.

    Du hast alles richtig gemacht – wer glaubt, fehlerfrei zu sein, wird sicher kein Pirat!

    Also bleibe so, wie Du bist – wir brauchen Dich!

    Bernhard

    • Juergen Sievers sagt:

      Dem kann man sich nur anschließen. Dennoch, dass die “Anderen” etwas so oder so machten oder nicht machten, ist keine gute Begründung.
      Martin hat sich sicher mit dem Phänomen #Piraten sehr auseinander gesetzt, nun in Verantwortung geraten mehr wie jeder andere nur für sich verantwortliche #pirat. Sicher auch kritisch, ob dass alles nicht zu schnell geht oder wohin das führen kann und, und, und,. Warum solche Gedanken nicht transparent machen, dann kann jeder verstehen, warum es zu solchen Ausrutschern kommen kann. Da kann aus leichtsinniges Dahinreden plötzlich ein ernstzunehmende Sorge werden.
      Mich verwirrt dieser Boom auch, weiss aber wie die Menschen in den letzten 40 Jahren politisch aus gehungert wurden und wie sehr sie sich nach einer aufrichtigen, demokratischen Politik sehnen.
      Dafür gehen die/ich dieses Risiko ein, es kann nicht schlimmer kommen. Spätesten mit der “Schuldenkriese” weiss ein jeder, wenn wir es jetzt nicht zurück in real-demokratischen Hände bekommen, werden die Leute im Lande mit ihre gesamten Schaffenskraft und über Generationen irgendwelche Schulden abtragen. Wie die Frauen, die aus Rumänien und anderen politisch kaputten Ländern nach D. gebracht werden und ihre Jugend lang hier die Reisekosten abarbeiten müssen.
      Es geht wirklich um viel und es hat noch nicht einmal angefangen. Martin sollte wirklich transparent machen was ihm um getrieben hatte und einfach weiter machen.
      j.

  165. Fips der Affe sagt:

    Hallo Martin,

    schade dass du auf die harte Tour lernen musstest wie in D. Politik gemacht wird. Die etablierten Parteien werden jede Gelegenheit nutzen um die Piraten in den Dreck zu ziehen. Sie reißen gern Kommentare aus dem Zusammenhang. Selbst wenn an dem Kommentar inhaltlich gar nichts falsch ist, ja er ist sogar wahr, siehst du ja selbst an den Kommentaren hier wie dumm die Menschen in D. sind.
    Die Intelligenz ist halt in der Politik auf “Buzzwords” eingestellt, diese ersetzen dort die Argumente. Mache deine Vergleiche in Zukunft statt mit Nazis einfach über Massenmörder die keinen der Heuchler stören (z.B. Pol Pot).

    Ein Mitpirat!

  166. simon sagt:

    alles nur blablabla

    modewörter wie “beteiligung”, “transparenz” usw….

    das haben wir hier in bayern schon längst. volksbegehren, volksentscheid, bürgerbegehren, bürgerentscheid etc. und das mit ziemlich niedrigen hürden.
    das ganze führte dazu, dass z.B. Lindau erst in einem Entscheid für einen Bahnhof und dann kurz danach geneu gegen diesen Bahnhof gestimmt hat.

    es gibt auch transparenz bereits viel besser als in den 90ern. jeder bürger kann per knopfdruck ab Länderebene aufwärts fast alles erhalten, was wirklich relevant ist.

    nur nutzt das keiner. und es wissen auch zu wenige. von dem her verfangen eure platten rufe nach mehr transparenz beim bürger, weil der weiß ja gar nicht wie transparent mittlerweile alles ist.

    und inhaltlich? habt ihr da was zu bieten??? also bürgerrechte in allen ehren aber leutheusser-schnarrenberger oder wolfgang wieland sind mir zuverlässigere garanten für bürgerliche freiheiten als ihr nerds.

    und zur umwelt? gar nix. wir erleben tagtäglich den raubbau am ganzen planeten. ihr schnallt das nicht mal. fläche wird zubetoniert, wälder gerodet, meere vergiftet, die tiere ausgerottet oder in massenställen gequält, die luft wird immer schlechter und ihr – kümmert euch um so existenzielle dinge wie downloads per mausklick – sicher, das urheberrecht muss endlich reformiert werden aber eure ganzen downloads helfen den ausgerotteten arrten wenig.

    der planet kämpft um sein fortbestehen und ihr kümmert euch ums urheberrecht. danke

  167. Mehil sagt:

    Einmal Quatsch geredet und das wars?

    Der Vergleich war blöd, soviel ist klar. Es ist aber auch klar dass es ein Ausrutscher war, dass es keine rechte Intention gab, dass es eine Klarstellung gab usw usf.

    Ich finde es besorgniserregend wenn wegen soetwas gute engagierte Leute gehen sollen, und wollen. Dieses “Opfern” ist etwas was wir aus anderen Parteien zur Genüge kennen. Die Piraten wollten eigentlich anders sein.

    Was du gesagt hast war ein Fauxpas, die Folge allerdings ist ein richtiges Armutszeugnis (wenn auch nicht für dich persönlich, so doch für die Partei)

  168. Su sagt:

    Ich finde die Konsequenzen, die du deswegen ziehen musst, sehr schade.
    Auch die Reaktionen sind extrem und zu heftig. Die angespannte Situation und Panik finde ich viel schlimmer als jeden Nazi-Vorwurf, den wir derzeit einstecken müssen.

    Ja – Nazis raus aber NEIN – nicht rechtfertigen und reagieren als wären wir ernstlich im Verdacht. Jeder, der sich mit den Piraten auseinander setzt, wird erkennen, dass alle Ideale und Ziele dieser Partei unvereinbar sind mit rechtem Gedankengut OHNE dass wir nun einen auf Linke machen müssen !

  169. Matt Doe sagt:

    *seufz* Ich habe irritiert eben in den Nachrichten von der Äußerung erfahren. Über G+ bin ich dann zu diesem Blog gekommen. Ich habe den Text gelesen aber ich habe bis jetzt nicht verstanden, wie man auf so einen Vergleich kommen kann.

    Was hat das extrem schnelle Wachstum einer weitgehend basisdemokratischen Partei mit dem Wachstum jener menschenverachtenden, programmatisch totalitären, elitären und aggressiven Partei zu tun? Die NSDAP ist groß geworden, weil sie sehr emotionale Themen berührt hat. Das tun die Piraten auch, aber dass sind doch nun wirklich nicht ansatzweise ähnliche Themen wie damals! Die NSDAP hat bei den emotionalen Themen mit ihrem Absolutheitsanspruch auf die unterschiedlich stark gefakte Wahrheit gepunktet. Da sehe ich die Piraten eher das Gegenteil anstreben. Die NSDAP hat sich mit Demonstranten anderer Parteien Straßenschlachten geliefert, gegen die heutige Hooligans oder autonome Krawalle wie Kindergartengezänk wirken. Derartiges wird ja wohl kaum für den Wahlkampf der Piraten avisiert, oder? Die NSDAP hat in ihren Hochburgen schon Ende der 20er in Zusammenarbeit mit den Behörden politische Gegner inhaftieren lassen. Ist das ein Faktor für das Wachstum der Piraten? Oder etwa die Morde an politischen Gegnern Ende der 20er und Anfang der 30er? Quo vadis piratae?

  170. Viktor sagt:

    Lieber Polikter Martin Delius,

    ich habe einige Talkshowauftritte und dein Verhalten in den Medien beobachtet und war sehr froh, dass du bei den Piraten aktiv bist, Du bist wahrscheinlich einer der besten und talentiertesten Politiker in der Piratenpartei und dein Auftretten bei Illner hat tausenden von Leuten begeistert, besonders in vielen Zeitungen konnte man ein sehr postive Reflexion über dein Verhalten lesen. Durch dein ruhiges und sachliches Verhalten waren alle andere in der Runde schlecht dargestellt, weil die alle durcheinander geredet haben, sich beleidigt und dazwischen gerdet. Es sah so aus als ob du ein zivilisierte Person in einem Unerzogenen Haufen warst.

    Umso schwerer war ich heute erschrocken und überrascht, als ich dieses Zitat von dir gelesen habe, weil man es von dir kaum vorstellen kann. Dein Auftretten war immer sachlich und du warst eigentlich nie geneigt zu populistischen Sprüchen. Ich hoffe, dass der Strum der auf dich losbricht, dich nicht zu stark verletzt und deiner Seele Schaden zufügt. Ich hoffe sehr, dass du diese Zeit die sicherlich sehr schwer wird gut überstehst und nicht geschwächt wirst.

    Es wäre schön, wenn du in einem Jahr dich wieder zu Kandidatur entschließt und wieder für dieses Amt als Kandidat zur Verfügung steht. Wenn du diese Krise durchgelebt hast, dann wirst du gestärkt daraus hervorgehen.

    Stell dir vor du bist wie ein Metall, dass geschmolzen wird um daraus ein schönes Werkzeug herzustellen, ich bin mir sicher dass du daraus viel Lernen wirst und dass dieser schwerwiegender Fehler dir später auch zum Vorteil dienen wird.

    An deinem Verhalten sieht man deutlich, dass du keiner bist der scharf auf die Karriere ist und nicht an einem Amt klebt, wie es bei Guttenberg, Wulff und andere der Fall war. Durch das Einsehen und sofort zugeben, deises Fehlers hast du beim überwiegenden Teil der Bevölkerung viel Respekt und Achtung verdient. Dein Verhalten ist hier Lobenswert und für einige Politiker kann man nur empfehlen, dass Sie dich zum Vorbild nehmen.

    Wünsche dir viel Kraft und viel Mut, dieser Kriese durchzustehen. Jeder der dich angreift sollte man sehen, was er für Kommentare und Wörter schon von sich gelassen hat, lass dich nicht von deinen Fraktionskoleggen wie Lauer, Weißs und Urbach niedermachen. Ich hoffe dass die anderen Leute zu dir so stehen, wie du auch zu Harald Semken stands und nicht auf Ihne eingeschlagen hast. Ich hoffe dass einige Leute dir auch den Respekt entgegenbringen, so wie du es auch bei vielen anderen tust. Die Leute die auf Hase und dich einschlagen sollten nicht vergessen, dass auch sie vielleicht Morgen zu den Opfern gehören dürften.

    • Jack Sparrow sagt:

      So ist es, an einer Krise kann man wachsen oder aber an ihr Schaden nehmen. Es wäre schade für dieses Land und für dich wenn Du dich für die zweite Variante entscheidest.

      Uff, fast hätte ich gesagt was uns nicht umwirft macht uns stärker…

  171. Jean sagt:

    Wir haben ein “Menschliches” Problem in der Politik und das in allen Parteien, das System Demokratie ist krank, weil der “Mensch” krank ist…..wir drehen uns im Kreise, seit Jahren….und die Piraten werden sich mitdrehen….sowas auch; die Geschichte wiederholt sich ! Physiker sollten keine Politik machen, siehe Frau Merkel !!!

  172. Stringtheorie sagt:

    die (internen) reaktionen und vor allem deine entschuldigung, lieber martin, beweisen das die piratenpartei binnen kürzester zeit dahin kommt wo alle anderen parteien sind.

    an deinem vergleich ist nichts verwerfliches! dein vergleich ist technisch und damit belastbar objektiv korrekt und entspricht der wahrheit (zahlen lügen nich).
    wenn jemand nun aus emotionaler, nostalgischer sicht oder weil es sein intellekt nicht erfassen kann, ein problem damit hat – ist es sein problem.
    durch dein kuschen verbiegst du die wahrheit um zu gefallen (und die partei). damit reihst du dich ein in die riege schmieriger politiker die nur das sagen was die meisten stimmen bringt, ganz egal ob es stimmt oder nicht (gilt auch für alle empörten).
    was kommt alles nächstes? das es falsch ist zu sagen isreal unterdrückt die palästinenser?

  173. Thomas Paine sagt:

    Dein dummer und infantiler Vergleich mit der NSDAP ….
    … da frage ich mich wie dumm, unbedarft und naiv kann man eigentlich sein???? Unfassbar!!!! Gibt es nochmehr solche Leute in der Piratenpartei (dann muss ich mir eine andere suchen die ich wählen kann). Und zu deiner gezogenen Konsequenz nicht anzutreten zur Wahl des politischen Bundesgeschäftsführer – Glückwunsch!!! Die Partei hätte sich über lange Zeit der Lächerlichkeit preisgegeben mit so einem Geschäftsführer. Eine Frage bleibt dann dennoch, glaubst du daß deine Aussage den Berliner Piraten weniger schadet oder bleibst du nur aus Bequemlichkeit und den Tantiemen? Mein Tip: Alle Ämter aufgeben und die gewonnene Zeit der Weiterbildung (Rethorik und deutsche Geschichte wären ein guter Anfang) und der persönlichen Reifung zukommen lassen. Vielen Dank und schönen Gruß

    • klaubi sagt:

      Ihr Beitrag hier kann hervorragendes mit den Adjektiven beschrieben werden, die Sie für Herrn Delius Vergleich ausgesucht haben. Beleidigungen und völlig unbegründete Spekulationen. Der Stil und die inhaltliche Leere lassen vermuten, dass die angeratenen Fortbildungsmaßnahmen Ihnen recht gut täten. Im Sinne einer Verbesserung der sachlichen Diskussionskultur.

  174. Thorsten Knedeisen sagt:

    Hallo Martin,

    dein Vergleich war ein rein mathematischer. Niemals wolltest du jemanden verletzen. Auch Überlebende des Holocausts oder deren Erben würden dich nicht so verstehen, wie man es dir vorgeworfen hat. Auf einer sachlichen Ebene ist dir also kein Vorwurf zu machen. Dennoch hast du richtig reagiert, um denjenigen, die den wahren Missbrauch begehen, den Spiegel vorzuhalten.

    Ganz im Gegenteil: Diese Art von NSDAP-Keule, wie sie leider immer wieder als Mobbinginstrument hervorgeholt wird, relativiert die Greuel der Geschichte, weil sie harmlose Äußerungen, die zudem mathematisch korrekt die Größenordnung einer Relation von Zahlen darstellen, auf eine Stufe mit Volksverhetzung stellen.

    Wann wollen Menschen endlich den Unterschied zwischen Korrelation und Kausalität verstehen?

    Es kommt darauf an, was man im Herzen trägt, nicht was andere einem zuschreiben.

    Lasse dich also bitte nicht unterkriegen, denn dieses Land braucht dringend Leute, die sich entgegen den meisten “Spitzenpolitikern” in ihrem Handeln nicht von kurzfristigen Außenwirkungen, sondern von ihren vernünftigen Einsichten leiten lassen!

    Also Kopf hoch, es kommt wieder Sonnenschein, nicht alle Leute sind so oberflächlich, dass sie gewissen Politikern oder Teilen der Presse auf den Leim gehen.

    Um dieser neuen Hoffnung zur Vernunft Raum zu geben, sind wir hier.

    Freundliche Grüße,
    Thorsten Knedeisen

    PS: Es ist klar, dass du ein solches Statement, wie meines, nicht abgeben kannst, weil man dich trotz des Wahrheitsgehaltes sofort verunglimpfen würde. Auch behaupte ich hiermit nicht, dass du meine Ansichten teilen würdest. Also opfere ich mich hiermit nun ausdrücklich dem Shitstorm, kommt und keult, na haut schon, wer ist der erste, immer ordentlich druff…

  175. Hathor sagt:

    Tja, das ist dann wohl die Quittung, wenn man partout nicht beim Politiker-Sprechblasen-absondern mitmachen will. Da hat man 100-200 relativ bedeutungsleere, partiell ausbaubare Sätze, die man ziemlich beliebig kombinieren kann, und damit kommt man problemlos durch die meisten Interview/Talk-Situationen. Wer bei dem Spielchen so nicht mitspielen will, muss sich ad-hoc Antworten einfallen lassen, die noch keinen Fail-Proof-Test hinter sich haben. Manchmal klappt’s, und gelegentlich scheiter’s tragisch.

    Ebenfalls tragisch ist in dem Zusammenhang, dass Piraten mit ihren sofortigen Twitter-Feedback-Shitstorms noch gnadenloser etwaige Fehler sanktionieren, als es die klassischen Medien eh schon machen. Das viele Twitternutzer, mit ihren auf 140-Zeichen-Statements geeichten Leseverständnis, nur noch ein rudimentäres Abstraktionsvermögen für komplexere Texte besitzen, macht die Sache nun auch nicht gerade besser.

  176. Od sagt:

    Du bist einer der Sympathieträger der Partei, weißt du das eigentlich?
    Nach Deinem Auftritt bei Illner, war jeder aus meinem Umkreis hingerissen von Dir, Deiner Ausstrahlung und Deiner besonnen Art, ruhig und souverän zu antworten.
    Du hast die “Anderen” in der Runde sehr alt aussehen lassen, weißt Du das?

    Und ja, Dein Vergleich war dumm, aber noch dümmer ist daraus zu entnehmen, dass du gesagt haben könntest, die Piraten seien die NSDAP!
    Es gibt leider bestimmter “Unwörter”, die man nie, nie, nie benutzen darf, aber ich denke, dass weißt du inzwischen auch …

    Ich bin mir sicher, dass Du aus diesem blöden Fehler gelernt hast … und in Zukunft uns weiterhin wie bei Illner begeistern wirst ….

    (Im Grunde genommen hast nicht Du einen Fehler gemacht, sondern die Leute, die das falsch interpretieren …. aber so ist leider unsere Gesellschaft)

    Lass Dich nicht beirren, aus Deinem Fehler hast du ja bereits gelernt^^ und mach weiter!

    Du wirst der Partei in Zukunft mehr Vorteile bringen, als den Schaden den Du heute blöderweise angerichtet hast!

    Meinen Vertrauen hast Du!

  177. deralex sagt:

    sehr geehrter herr delius,

    auch ich habe heute abend in den nachrichten von ihrem verbalen ausrutscher und mehr als unglücklichen aussage gehört. dazu zwei denkanstöße (die auch für die horde an selbsternannten moralapostel und gottgleichen gerechtigkeitsfetischisten gelten sollten, nicht müssen, aber dürfen..;-)) :

    a) in bezug au ihren rücktritt gratuliere (und dies meine ich absolut ernst!) ich ihnen; wer etwas in die hand nimmt, gestaltet und dabei einen fehler macht, hat immer aus der verantwortung heraus zu handeln. im regelfall in zwei richtungen; entweder die eine: durchalten und relativieren um jeden preis (siehe wullf, früher kohl, unter anderem auch westerwelle) oder aber die andere: scham oder zumindestens reue zeigen und ein signal dafür setzen. das ist ihnen gelungen, dafür braucht man rückgrat, das haben sie mit bravour bewiesen und dafür ziehe ich (auch als nichtwähler der piraten) meinen hut!

    b) des weiteren möchte ihnen auch zu der aussage gratulieren: ja, man kann angesichts des historischen kontextes eigentlich gar nicht darüber streiten. jeder, der bildung nicht aus dem boulevard bezogen hat, wird den vergleich mit der nsdap für falsch halten, oder zumindestens für unglücklich. aber eine ernsthafte frage habe ich dennoch (nicht nur an sie, sondern auch an das auditorium der selbstgerechten): wenn das ziel unserer gesellschaft ist, tolerant und weltoffen zu sein, sollten wir (sie, ich und alle anderen leser) uns in einer immerwährenden katharsis fragen, ob wir mit dem immer gleichbleibenden, reflexartigen und niemals hinterfragenden automatismus, sobald der “schmuddelteil” der deutschen geschichte uns ungewollt ins bewusstsein hüpft, probleme der vergangenheit, der gegenwart und der zukunft behandeln, oder ob wir nicht mit einer art “geistigen reife” und “besonnenheit”, vor allem aber mit verstand ans werk gehen….!?!?!
    ..die entscheidung liegt in uns…

    fakt ist: faschismus ist ein eindeutiges problem, dem entschieden entgegen getreten werden muß!! das sind wir denen schuldig, die für diese erkenntnis unendliches leid erfahren haben!
    fakt ist aber auch: wir sind nicht besser als die, die wir verurteilen (und am besten auch noch unüberlegt) und bei einem kleinsten anzeichen von “gefahr” (nicht nur von rechts, dies gilt auch für links) in gebetsmühlenartigen auotmatismus verfallen….gerecht ist man immer besonders zu sich selbst…auch darüber sollte man mal selbstkritisch nachdenken, bevor man verurteilt..

    ihre aussage war (mit verlaub!) einfach dämlich! dafür haben sie ihre konsequenz gezogen, der ich mit tiefem respekt gegenüber trete und hoffe, daß sie sich von vermeintlichen selbstgerechten inner- und außerparteilich nicht von ihrem weg abbringen lassen!
    es wäre sehr schade um dieses land..

    mit freundlichen grüßen aus NRW

    ein überzeugter sozialdemokrat

  178. Zach sagt:

    Was man macht wenn man ein psychisches Trauma hat? Also wenn ein Land ein ‘Nationaltrauma’ hat, ein Mensch könnte da ja noch zum Psychologen gehen…

    Ich stimme einigen meiner Vorredner zu:
    Mal davon abgesehen das der NSDAP-Vergleich schlichtweg… extrem dämlich war, halte ich die (Über-)Reaktion der Medien und macher Menschen hier für das wirkliche Problem.

    Man muss nur einen Nazivergleich in den Raum werfen und schon vergisst ein Großteil der Menschen alle Grundlagen rationalen Denkens und verhält sich wie der sprichwörtliche Mob mit Fackeln und Mistgabeln. Eine verbale Fehlzündung und die Öffentlichkeit näht einem die braune Uniform (oder die Springerstiefel) an den Leib.

    Zwar sollte man es als Politiker besser wissen, als die Nazis in politischen Äusserungen zu benutzen (selbst in Äusserungen ÜBER Nazis, siehe meinen Kommentar zu den Sitzblockaden-Nazi-Methoden hier: http://www.zachseinblog.de/index.php/2012/04/21/politik-piraten-an-steuerbord-gesichtet/ ) aber das entschuldigt meiner Meinung nach nicht, das über-empörte Geschrei mancher veröffentlichter Meinungen.

  179. Susanne sagt:

    Hi Martin,

    dickes Lob an Dich, dass Du genügend Rückgrat beweist, zu diesem blöden Fehler zu stehen und Dich der Kritik zu stellen. Shit happens – anderen Politikern sind mindestens genauso dumme Fehler passiert.

    Grüße von einer Nichtpiratin

  180. EinerDerBasis sagt:

    Ganz ehrlich, Scheiß drauf was die Leute sagen. Die kapieren die Zusammenhänge nicht! Du gabst ein Interview und hast halt einen blöden Satz gesagt. Ich habe verstanden was du gemeint hast und du ziehst damit zu keiner Zeit Parallelen zwischen uns und der nsdap.
    Wir Piraten sind halt noch nicht so presseerfahren. Passiert halt. Deswegen geht jetzt auch die Welt nicht unter.
    Und alle anderen die hier schreien “wie könntest du nur…!”, gtfo!!!
    Es ist nicht immer einfach in den Medien zu stehen. Macht es doch eines Tages besser wenn ihr soweit seit und reist nicht die Klappe so dumm auf. Der man hier ist bestimmt kein rechter, brauner, extremist, Nazi oder Antisemit! Der ist ein Pirat. Er arbeitet mit und für uns! Also aufhören mit dem gebashe und chillen. Das wird schon wieder. Hauta rein!

  181. Jack Sparrow sagt:

    Trotzki
    Stalin
    Pol Pot
    waren keine Nazis, trotzdem haben solche Unmenschen und ihr Gedankengut keinen Platz bei den Piraten, auch nicht in Westentaschenformat.
    Wer heute zum Kampf gegen rechtsextremes Gedankengut aufruft und das linksextreme dabei nicht erwähnt fördert damit unbewusst oder bewusst die Linksextremen unter den Piraten von denen einige jetzt Morgenluft wittern.
    Es gibt bereits heute führende Piraten die das Denunziantentum aktiv fördern.
    Leute das gab es doch schon mal alles; Säuberungswellen in Parteien, Denunziantentum, Schauprozesse, Umerziehungslager, Todeslager…
    Jeder der auf der Autobahn langsamer fährt als wir ist ein Lahmarsch, jeder der schneller fährt ein Raser. Der Mensch nimmt sich zum Maßstab, dieser Kern ist Grundlage der meisten furchtbaren Konflikte in der Welt heute. Deswegen rufe ich auf zur Objektivität, zur Sachlichkeit, zum Anstand.
    Die Piraten müssen das bleiben was sie sind, nämlich die Volkspartei Deutschlands die die beste Politik für den kleine Mann auf der Straße macht und das geht nur wenn sie von den gescheiterten Ideologien Nationalsozialismus und Kommunismus fern bleibt.
    Der freie Wettbewerb der Ideen und Köpfe, Basisdemokratie, Schwarmintelligenz und dezentrale Machtstrukturen sind die Systematik die die Piraten aufsteigen lassen wie ein Komet.
    Bleiben sich die Piraten treu werden sie in wenigen Jahren die stärkste politische Kraft in einem Deutschland sein in dem es sich besser leben lässt als heute.

  182. Es sollte mehr nach den Taten und nicht nach den Worten gemessen werden.
    Die raffinierten Täter handeln wie Diebe, die am lautesten schreien: Haltet den Dieb!

  183. werfdenball sagt:

    Ganz ehrlich, nach solchen Ereignissen bin ich wirklich am Zweifeln ob ich meine Stimme den Piraten geben will. Unerfahrenheit ist das eine. Aber das hier ist pure Dämlichkeit. Will ich dämliche Leute wählen? Mitten in der Diskussion um Ausschluss von Rechten aus der Partei kommt sowas. Da fehlt doch jegliches Gespür für irgendwas. Ich dachte bei den piraten hätte ich Gesunden Menschnverstand gefunden statt Politprofis. Aber nun mus sich feststellen Gesunden Menschenverstand scheint es da nicht zu geben. Was also habe ich gefunden?

  184. Ralf sagt:

    Nur Mut. Das wird wieder.

    Die Piraten haben jetzt gelernt, dass man die fünf berühmten Buchstaben in der Politik nicht verwenden darf und das haben sie Dir zu verdanken. Besser jetzt, denn später in Regierungsverantwortung.

    Der Schaden ist kurzfristig. Der Nutzen ist langfristig. Ein guter Deal, wenn auch sicher nicht so beabsichtigt. Doch wie jede Münze zwei Seiten hat, gibt es immer das Positive, das man aus schlechten Erfahrungen ziehen kann.

    Es kommt auf die Grundhaltung an. Das haben viele ehemalige Nichtwähler begriffen. Ich zähle mich selbst dazu und gebe gerne zu in diesem Jahrtausend bisher noch an keiner Wahl teilgenommen zu haben. Die Piraten sind als kleine – und wachsende – Volkspartei ein Spiegel der Gesellschaft. Mit Menschen in all ihren Fehlern und Irrtümern. Bei Fehlern kommt es nur auf zwei Dinge an. Man muss dazu stehen und daraus lernen. Beides sehe ich schon jetzt als gegeben an.

    Es wird mir eine Freude sein, bei der nächsten Wahl in meinem Bundesland zum ersten Mal seit 1998 nicht nur zu wählen, sondern aus Überzeugung zu wählen. Nie war ich von einer Protestwahl weiter entfernt. Lassen wir die Medien wie auch die Etablierten gerne im Glauben, das sei alles nur Protest. Die Piraten sollten aber wissen, dass dem nicht so ist.

  185. senest sagt:

    Und sagt mal, Piraten, nachdem Euer Aufstieg also »so rasant wie der der NSDAP zwischen 1928 und 1933« verläuft, werdet Ihr dann nach zwölf Jahren an der Macht auch verboten, oder schafft Ihr es, Euch vorher unwählbar zu machen?

  186. Zapfenfred sagt:

    @Martin Delius: Wenn, wie du schreibst “die Aussage, dass es in unserer Demokratie keine andere Partei mit so einem extremen Erwartungsdruck und Mitgliederwachstum gibt und **gab** ” vorausging – müsste doch eigentlich jedem, auch SLS, klar sein, wie es zu deinem unglücklichen Vergleich gekommen ist.
    Du hattest halt einfach spontan und ehrlich mit der ersten passenden Assoziation geantwortet: Dass es eine vergleichbare Aufstiegs-Geschwindigkeit einer Partei in der Vergangenheit eben doch bereits gegeben hat. Mit “rechtem Gedankengut” hatte deine Aussage nichts aber auch gar nichts zu tun. Da wird von Medien & Politik einmal mehr mal ein lächerlicherer Strohmann aufgebaut!

  187. Robert sagt:

    Normalerweise äußere ich mich nicht so zu politischen Themen, weil eben viel bewußt falsch interpretiert wird. Ich hoffe nur Martin tritt nicht zurück. Der Vergleich war harmlos, das Problem ist vielmehr, daß die Mehrheit nicht aus der Vergangenheit gelernt hat sondern nur gebetsmühlenartig nachplappert.
    z.B. muß es damals ja Gründe gegeben haben, warum die Menschen anfingen zu folgen, d.h. müssen die Braunen ein paar Dinge gemacht haben, die wohl positiv wirkten. Um in Zukunft aber zu verhindern daß ähnlich wieder Bauernfängerei betrieben wird, muß man auch Vergleiche starten, die positives zeigen. Erst dann kann man erkennen, wenn heute wieder jemand versucht einen einzulullen und sagen, daß klingt zwar gut, was Du sagst, aber dahinter steckt ein Gedankengut, daß ich nicht will.
    Delius Vergleich war ein harmloser, der noch nicht einmal soviel Hirnschmalz benötigt zum korrekten Verstehen wie in meinem Beispiel, und dennoch kommen die Reflexe auf. Was ist also verkehrt? Ein normaler Vergleich, oder der Reflex ohne nachzudenken? Ich denke letzteres, denn Reflexe bewirken eine Lähmung echter Auseinandersetzung und somit ein Verhindern eines Lernprozesses. Zuletzt sah man es bei Grass, der in Sorge um den Weltfrieden schrieb. Ober er Recht hatte oder nicht spielte keine Rolle, seine aufgezeigten Punkte waren auch nicht mehr von Interesse, es ging nur noch darum ob er antisemitisch sei (und daß trotz äußerster Aktivität gegen Antisemtismus und Rassismus über Jahrzehnte!). Die Gefahr für den Weltfrieden ist real, vielleicht hatte er falsche Argumente, aber was hätte diskutiert werden müssen wäre weiter die Gefahr für den Weltfrieden, nicht seine Ideologie.

    Ich bin der Meinung, der Kampf gegen Extremismus ist effektiver, wenn wir frei reden dürfen, wenn keine Reflexe aufkommen nur weil man den Gegenüber nicht verstehen will, sobald Schlüsselwörter verwendet werden.

    Martin ist sicher nicht rechts, sein Vergleich induziert nichts dergleichen. Der frische Wind der Piraten darf nicht gebrochen werden durch Einknicken vor ein paar Reflexlern. Sollte dies passieren, Martin zurücktreten und die Piraten ihm keine Rückendeckung geben, sind die Piraten leider da angekommen, wo die Alten sind und werden damit nicht nur unwählbar für mich, auch die Überlegung politisch aktiv die Piraten zu fördern um so die Bandbreite der Themen mit zu erweitern würde ich überdenken, denn ich will keine neuen Grünen, keine neue FDP oder schwarzrote Partei, sondern eine, die sozial ist, sich gegen Extremismus einsetzt und Denken erlaubt, wo nicht Wortwahl oder Vergleiche genutzt werden um von Problemen wieder abzulenken, nur weil Wortwahl oder Vergleiche vielleicht nicht perfekt sind. Es geht um die Sache, nicht wie man es formuliert.

    Also bitte, besinnt euch auf die Freiheit, die groß geschrieben werden muß und fallt Martin nicht in den Rücken, nur weil die alten Parteien versuchen euch damit vermeintlich unwählbar zu machen. Ihr werdet unwählbar, wenn ihr kleinbeigebt.

  188. infrognito sagt:

    Das Erschreckende ist nicht der Vergleich, sondern die Reaktion darauf.

    Man darf nicht mehr das H-Wort sagen, oder die N****-Partei erwähnen, ohne vorher ein politisch korrektes Anti-Nazi Statement abzugeben. Man darf nicht das Gute in bösen Menschen suchen. Man darf auch keine Überlegungen anstellen, warum die N****-Partei so schnell so hoch kam.

    Ich weiß nicht, was an Neger schelcht ist, aber ich fühle mich unwohl, das Wort in den Mund zu nehmen – ganz ohne rassistische Hintergedanken. Ich fühle mich unwohl, das Wort “Jude” zu verwenden, weil ich nicht weiß, ob es jemand falsch versteht und sich vor den Kopf gestoßen fühlt. Und ich will vermeiden, immer wieder ein Statement abgeben zu müssen, daß ich den Holocaust und das Nazi Regime verabscheue. Und dennoch – oder gerade deshalb – fühle ich mich mitschuldig an Dingen, die ich nichtmal erlebt habe.

    Darum fände ich es besser, wenn endlich mal jemand diesen Teufelskreis durchbricht und stehenbleibt. Und damit die Nazikeulenschwinger bloßstellt.

    Hitler ist seit 67 Jahren tot und bestimmt immer noch die deutsche Politik. Ich verabscheue die Nazipolitik genauso wie die Politik derer, die sie für ihre Zwecke ausnutzen. Klarsfeld darf Hitler in jeden Zusammenhang ins Spiel bringen und jeden X-Beliebigen mit ihm vergleichen – und niemand schreit auf.

  189. Greg sagt:

    Das ist mal wieder typisch Deutschland…Vergewaltiger und Verbrecher werden in 2min in den Medien abgehandelt und auf Bewährung freigelassen und eine unglückliche Formulierung zerstört Karrieren und wird tagelang in der Presse analysiert….Bravo!

  190. Reinhard (Pirat Primzahl) sagt:

    Äusserungen von Manfred Vandersee, Bodo Thiesen, Hartmut Semken, Dieter Moews haben uns zweifellos sehr geschadet.
    Dein NSDAP-Vergleich finde ich dagegen erträglich, aber weglassen wäre besser gewesen.

    Um so mehr schätze ich deinen Rückzug der Kandidatur zum Politischer Geschäftsführer als ein Signal für die oben Genannten. Damit hast du aus deiner bedauerlichen Äusserung insgesamt etwas sehr positives gemacht.
    Hast du dafür deine Kanidatur als Politischer Geschäftsführer geopfert? War das Kalkül?

    Respekt und Gruß
    Pirat Reinhard aus Essen

  191. Peter Zipperling sagt:

    Hallo Martin,

    ich könnte kotzen, nicht wegen Deiner Äußerung, sondern wegen der billigen Reaktionen auf diese, Deine Äußerung!
    Dass billige Reaktionen der Presse oder anderer Parteien folgen geht in Ordnung, die müssen/dürfen scharf schießen – was mir quer runter geht, ist die Reaktion einiger weniger Piraten.
    Und genau diese Piraten sollten weniger hysterisch betrachten, sondern historisch sehen:

    Der Erfolg der NSDAP war der einer Krise, das ist auch der Erfolg der Piratenpartei. Punkt.

    Aber Dich jetzt zu diffamieren und demontieren, welcher Pirat steht wirklich so weit rechts, um sich dieses Recht herauszunehmen?

    Leute, denkt einfach mal darüber nach was Ihr so schreibt, der Vergleich hätte vielen “passieren” können; und gerade speziell Euch, sonst hättet Ihr einfach mal die Fresse gehalten und hier _nichts_ geschrieben.
    Nutzt lieber Euer Hirnschmalz um die Äußerung von Martin allgemeinverständlich zu transportieren, anstatt wild und blind um Euch zu beißen.

    Meinen Rückenwind für Martin,

    Ahoi, der Peter (schabe)

  192. PS: o.g. Kanidatenliste ist nun nicht mehr aktuell

  193. jay sagt:

    herr delius hat sich vermutlich aus antifaschistischer perspektive zu viel mit der deutschen vergangenheit auseinander gesetzt und weiß deshalb aus polithistorischer sicht über das damalige wachstum der NSDAP und die folgen bescheid. anderen wäre das schlicht nicht passiert, weil sie keine ahnung über die politische entwicklung und vergangenheit haben.

    “witzig” ist, wenn man so wie ich, direkt nach der NSDAP-Vergleichs Meldung inkl. Facepalm Delius hier im interview sieht: http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.media.!etc!medialib!rbb!rbb!abendschau!abendschau_20120420_pirat.html
    erst dann, wenn die antifaschistische grundeinstellung so offensichtlich ist, wird der vergleich mit der NSDAP so richtig… epic (fail).
    auf die frage wie es dazu gekommen ist hier meine einschätzung (kann gernde korrigiert werden): zu oft darüber mit politisch gebildeten freunden geredet – wer die prozentzahlen kennt, dem fällt auch die parallele im wachstum (und nur im wachstum) auf.

    rücktritt ist fair und sehr authentisch. aber bitte nicht von der bildfläche verschwinden – das wäre wirklich kuschen und sinnlos. weiterarbeiten, später wieder nach vorne kommen, und dann halt die nazi-vergleiche weglassen. piraten brauchen antifaschisten!

  194. Claudia sagt:

    ich hab´s nicht verstanden und versteh bis jetzt nicht, was an dem Vergleich so schrecklich sein soll. Den Zusammenhang im einzelnen kenne ich nicht, – muß ich?. Dich, Martin Delius kenne ich auch nicht, hatte Dich aber nie im Verdacht mit den Nazis zu sympathisieren. Wenn ich NSDAP und “Aufstieg” lese, klingelt´s bei mir “Achtung!!!” Auf den ersten Blick hat der Vergleich den Inhalt: wir müssen aufpassen, dass uns nichts aus dem Ruder läuft. Mehr sagt mir das nicht. Wieso soll sich einer wegen solcher Äußerung zurückziehen von irgendwas?
    In meiner Generation fragte man sich bei Eltern, Lehrern, Onkels und Tanten, …, immer: “was hattest Du für eine Rolle damals?” Insofern hatten die Nazis im Leben einer Frau Merkel oder Künast eine Gegenwart. Aber bei Euch? Für Euch ist das doch Geschichte, die man sich anlesen muß, ein bisschen näher als “der gallische Krieg”, aber eben Geschichte. Jemand, der dies oder jenes Phänomen mit diesem oder jenem der katholischen Kirchengeschichte vergleicht, kriegt sdoch auch nicht so eins auf den Deckel.

  195. Hallo junger Pirat, ich will dich mit 2 Artikeln bekannt machen, die ich als alter Vampir zu deinem Zitat und seinen Folgen geschrieben habe:
    http://www.elynitthria.net/archives/661
    http://www.elynitthria.net/archives/676

    Lass dich bloß nicht unterkriegen davon; das sind gemeine und hinterhältige Manöver, die 2 Ziele verfolgen: einmal Wähler irrezuleiten durch Diskreditierung eines neuen Politischen Gegners, zum 2. aber wissen die, dass ihr die Brutalität des politischen Kampfes noch nicht gewohnt seid, und das nutzen die aus. Sie wollen euch nur schwächen.
    Lieben Gruß aus München

  196. basisman sagt:

    hallo an alle!

    Ich als Basispirat mach mich ab
    bin tagaustagein an den Infoständen ab und du denkst dass du so mal eben solche Vergleiche raushaust, die wir wider ausbügeln sollen.
    Nicht gerade hilfreich. Nimm deinen Hut und verlass die polit. Bühne

    Zieh die konesquenzen – so wie das immer üblich ist, und wie wir das auch
    von den anderen Parteien fordern.

    ein super-angepisster Basispirat der keinen Bock hat auf
    den Verfall der Ansprüche…

    • Jacky Neiwel sagt:

      Von solchen Leuten an den Infoständen, liest man hier ne ganze Menge. Ich bin wirklich neugierig, wie ihr denn an sonem Infostand mit potenziellen Wählern kommuniziert.

      Ich dachte Teil des vermittelten Programms ist es, dass Politiker auch mal verbal daneben greifen können sollten, ohne danach von der Partei abgesägt zu werden? Was denken diese Wähler wohl, wenn sie jetzt sowas hier von den Standleuten lesen?

  197. Rainer Vogel sagt:

    Hallo, liebe Leute,

    der Fall zeigt einmal mehr das Grundproblem, welches viele junge Menschen heute wirklich haben, nämlich die mangelnde Bildung. Es reicht eben nicht, nur am Computer zu sitzen und die Umwelt virtuell wahrzunehmen. Die Piraten sind in der Mehrzahl junge Technokraten und decken mit ihrem Wissensstand und ihren Interessen nur einen kleinen gesellschaftlichen Bereich ab. Um auf Dauer erfolgreiche Politik machen zu können, muss man aber allen gesellschaftlichen Gruppen zuhören können und in der Lage sein diese richtig zu verstehen. Richtiges Verstehen setzt ein hohes Maß an Allgemeinbildung und Feinfühligkeit voraus.
    Selbst eine ehrwürdige Partei wie die FDP, schafft dies heute nicht mehr. Sie ist heute nicht mal mehr eine Klientelpartei, sondern nur noch eine Splittergruppe. Den Piraten droht nach der ersten Begeisterung ein ähnliches Schicksal.
    Gründliches Nachdenken ist daher immer Pflicht, denn das unterscheidet uns vom Computer. Dummschwätzer, wie z.B Guido Westerwelle, werden als Politiker nicht mehr ernst genommen und das ist auch richtig so.

  198. Gordon sagt:

    Es ist schon schwer zu verkraften, dass auch fast 7 Jahrzehnte nach Kriegsende allein die Erwähnung solcher Begriffe wie Hitler, NSDAP, SS, usw. – wohlgmerkt ohne eine inhaltliche Verbindung herzustellen – so schwerwiegende Konsequenzen für einen politischen Funktionär haben kann. Und besonders von den Piraten hätte man hier eine reifere Einstellung zum Thema Freiheit der Rede erwartet.
    Herr Delius hat einfach einen zutrefffenden Vergleich gebracht. Und wenn etwas zutrifft dann muss man es auch aussprechen dürfen. Andernfalls befinden wir uns in einer Meinungsdiktatur (und ja, das ist ein inhaltlicher Bezug zum NS-Regime)!

  199. Nobbi sagt:

    Was ein Aufstand, was ein scheinheiliges Getue – der “Vergleich” war eine Art unbedachter Metapher und so man will auch richtig zu verstehen. Nicht mehr und auch nicht weniger. Natürlich kann man sich auch an Petitessen aufhängen, wenn man ansonsten unbewaffnet ist?

    Zitat aus http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2008/Ernennung_Hitlers.pdf (man beachte das Datum):
    “Nach mehreren Erfolgen bei Landtags- und Kommunalwahlen folgte schließlich der Durchbruch bei den Reichstagswahlen im September 1930. Die stark von den Folgen der Weltwirtschaftskrise im Oktober 1929 beeinflusste Wahl läutete mit einer massiven Schwächung der demokratischen Kräfte und einer Stärkung des links- und rechtsextremen Lagers den Untergang der Weimarer Republik ein. Die bis dahin politisch unbedeutende NSDAP konnte sich mit einem Stimmenanteil von 18,3 Prozent hinter der SPD (24,5 Prozent) als zweitstärkste Partei und bedeutsamer politischer Faktor im politischen System der Weimarer Republik etablieren.”
    > 1933: 37,3% der Stimmen.

    Was Her Delius also de facto zum Ausdruck bringen wollte, ist so schwer nicht zu verstehen – eine gedankliche Annäherung an rechte Ideologie war es jedenfalls nicht. Um darauf abzuzielen, bedarf es schon einer gewissen Boshaftigkeit oder Reflexbetroffenheit?

    Es ist ebenfalls der ganz normale Lauf der Dinge – Menschen in diesem Alter haben praktisch keinerlei Kontakt mehr zu der fraglichen Epoche. Es ist für sie ein Abschnitt im Geschichtsbuch, so wie viele andere eben auch und Herr Delius hat eine darin enthaltene Begebenheit einfach unbedacht und ansonsten wertfrei als “Vergleich” verwendet… diese ungeschickte Wahl kann man vorwerfen, mehr aber auch nicht?

    Nicht gleich einknicken Herr Delius – die Menschen mögen die Piraten, sie mögen den Mut der jungen Menschen und verzeihen ihnen auch mal einen Fehler. Aber sie mögen auf die Dauer keine Weichschnäbis, die sich sofort eingeschüchtert und doch wieder ganz artig in die Ecke stellen, die allen gefallen wollen, anstatt souverän und integer klarzustellen und Unfug auch als solchen zurückzuweisen. Denken Sie mal drüber nach ;)

    Was den Piraten imho fehlt: Ein paar ältere “Senatoren”, welche junge Menschen in Machtpositionen mit ihrem Rat begleiten?

  200. Stefan sagt:

    Der Vergleich war selbstredend Unsinn (dass man darüber überhaupt diskutieren muss…), trotzdem hat Martin recht mit seiner ursprünglichen Intention, die auch ohne NSDAP-Vergleich korrekt bleibt:
    So schnelles Wachstum bringt einfach sehr schnell Probleme in so eine kleine Partei (nähere Ausführungen in meinem Blog:
    https://piratstefan.wordpress.com/2012/04/03/wem-nutzt-der-erfolg-der-piraten-eigentlich/)

    Wenn die Probleme schneller wachsen als der politische Erfolg (Umsetzung des Programms, seriöse und sachliche Argumente, die auch beachtet werden, …) dann nützt das niemanden.

  201. Nobbi sagt:

    Probleme, schnelles Wachstum, Programm….. *schmunzel*

    Vielleicht, ja vielleicht ist das Kern”problem” (ich pers. nenne sowas lieber “Herausforderung” ;) ) ja ein gänzlich anderes? Dass sich der eine oder andere oder gar die Partei itself gar keine Gedanken macht, woher der Erfolg überhaupt rührt? Mithin, was die Menschen überhaupt in eure Arme treibt und was sie wirklich erwarten – wer sagt denn, dies sei im “Programm” begründet?

    Was, wenn der Zustrom nur ähnlichem politischem Verdruss geschuldet ist wie seinerzeit? Wenn die Wahl der “Piraten” einfach eine willkommene Chance für den Schuss vor den berühmten Bug für viele ist… und das “Programm” nichtmal wirklich bekannt?
    Kann es sein… dass mancher Pirat blind eitel sich selbst und sein “Programm” maßlos überschätzt? Keine Ahnung von (Massen)psychologie hat? Dass sich die Partei mehr mit sich selbst beschäftigt, als mit den Sorgen der Menschen? Was, wenn es bei vielen Menschen so in der Art ankommt?

    Ich stelle das einfach mal in den Raum:
    Dem überwiegendem Teil eures Zustromes gefällt einfach, dass den etablierten Mächtigen mal einer vor die Tür macht, Angst macht, (noch) nicht in deren Boot eingebunden ist. Er ist unzufrieden und erwartet von den Piraten zunächst nur, dass sie der etablierten Macht den Schneid abkauft. Haben die Piraten später auch ein wirkliches (und besseres) Programm (statt nur Geschnatter und isolierte Einzelplätze).. dann ist das auch schön, aber eben sekundär im Augenblick.
    Kaum einer dieser Wähler will die Mühen der Basisdemokratie am Buckel haben – die Masse will auf die Dauer schlicht eine verlässliche Vertretung, die alles in ihrem Sinne regelt. Und sie will Gesichter. So einfach war das schon immer… und wirds auch immer bleiben. Wenn die Piraten das ignorieren, so werden sie scheitern, Strohfeuer quasi – jede Wette. ;)

    Und Herr Delius, der macht es dem politischem Gegner zu einfach, wenn ihn dieser wegen eines kleinen Lapsus nach Belieben vor sich hertreiben kann?

  202. adrian brunner sagt:

    Hallo Martin Delius,
    würde mich NICHT unterkriegen lassen! Als Physiker hast du doch nur die Geschwindigkeit des Aufstiegs im Kopf gehabt, und die daraus möglichen Themen des Mitwachsens der Organisation!
    Piraten können sich doch nicht von aussen und erst noch von lächerlichen mainstream-Konkurrenten (die Lügen über 911, Kriegsbeteiligungen und Rettungsschirme auf dem Buckel der Steuerzahler … usw. mittragen!) solche Anwürfe gefallen lassen! Bitte Rückgrat und Zivilcourage – was sonst leider unter den deutschen Politiker-MarioNETTEN kaum existiert!
    Ein Schweizer Piraten-Unterstützer:
    Adrian Brunner

  203. adrian brunner sagt:

    Kehrt doch die Argumentation um: Dass so viele Leute so schnell die PIRATEN wählen, ist ja nicht gerade ein gutes Zeugnis für die anderen alten, lahmen Parteien, die ja gar nichts mehr mit dem Volk zu tun habe wollen, ausser einmal gewählt zu werden! Sollen gefälligst Schnauze halten und besser endlich eine neue Verfassung vors Volk bringen!
    Adrian Brunner

    • chaosmon sagt:

      Ich stimme Brunner zu. Die anderen Parteien sollten sich mal an die eigene Nase fassen. Dein Vergleich war vielleicht ein wenig Unglücklich, aber nicht unbedingt falsch. Ich verstehe den Vergleich wie ein Drohung. Wenn sich die Politik nicht ändert, wenn Menschen sich nicht wieder für Politik interessieren, wenn wir Politikern nicht verzeihen, wenn wir die Wort NSDAP, Nazis, Hitler nicht benutzen können ohne sie sofort abzuwerten, droht sich die Geschichte zu wiederholen. Die Piraten sind ein letzter Schutz gegen den braunen Sumpf. Wir hatten doch erst die Sorgen das die NPD in manchen Dörfern zu viel Erfolg hatte. Die Piratenpartei hat Ähnlichkeiten zur NSDAP. Und wenn es die PP nicht hinbekommt, kann genauso schnell die NPD Aufsteigen. Gegen die Tabus. Die PP hatte grade deswegen soviel Erfolgreich weil sie dem Volk am nähsten steht. Die Diskussion in der PP gibt es dochj nur weil in der Bevölkerung kein Konsens zum Umgang mit Rechten herrscht. In den anderen Parteien schon eher.

      Außerdem bin ich ein wenig von den Piraten enttäuscht,die nicht sofort bei deinem Rücktritt bei der Kanditatur beim Piraten Vorstand protestiert haben.

      Ich hoffe das die PP eine Partei ist die ihren Politikern solche Fehler verzeihen kann.

      Wenn das nicht der Fall ist, wird das Experiment “Piraten” scheitern. Hiermit forder ich die auf die Piraten entscheiden zu lassen wen sie im Vorstand haben wollen.

      Bitte sei souverän und versuche die Sache nicht auszusitzen.
      Wenn du von der Sache persönlich zu dolle betroffen bist,und deswegen nicht zur Wahl stehen möchtest, dann stelle dies bitte nocheinmal klar.

  204. Manchmal gewinnt man ja den Eindruck, als wäre die derzeitige Selbstzerlegung der Piratenpartei extern gesteuert. Es ist schon komisch, dass so kurz vor den anstehenden Landtagswahlen plötzlich so viele Leute anfangen, unkontrolliert doofe Formulierungen wählen. Wenn man sowas ausspricht, noch dazu in einem Interview, denkt man doch vorher drüber nach, welche Folgen das hat. Das hohe Gut der Meinungsfreiheit ist die eine Sache – das hohe Gut des gesunden Menschenverstandes sollte aber nicht darunter leiden. Tausend andere Analogien wären möglich gewesen, warum musste es ausgerechnet diese sein?

  205. Jo.Fa sagt:

    Bei dieser Sache hier fällt mir etwas ein, was ich vor etwa zwei Wochen erlebt habe. Da rief doch tatsächlich ein Junge von sieben oder acht Jahren in dem Bus, mit dem ich fuhr, seinem aussteigenden Kumpel hinterher: “Du dummer Jude”. Es ist schon erstaunlich, wie sich augenblicklich Menschen aller Altersklassen umsahen, den Kopf schüttelten und zu murmeln begannen. Allesamt Menschen, die nicht mit der Wimper zucken, wenn sich Kinder und Jugendliche mit einer großen Vielfalt von Schimpfwörtern von “Hurensohn”, “Arschloch” und “Wichser” über “Spasti” bis zum “scheiß Neger” vorarbeiten.
    Ein echter Skandal jedenfalls; erstaunlich, dass sich die Lokalpresse nicht gleich zu einem Artikel über die kleinen Jungen mit rechten Tendenzen hat hinreißen lassen, dem Nazi von morgen, den man am besten von der Schule werfen sollte.

    Ich stehe der Piratenpartei durchaus kritisch gegenüber. Trotzdem… was um eine solche Äußerung für einen Wind gemacht wird, hat die Grenze zur Lächerlichkeit bereits überschritten. Hauptsache man findet wieder einen Fehlerfitzelchen, das man breittreten kann, um eine neue Partei auf der politischen Bühne zu schwächen. Natürlich ist ein solcher Vergleich unglücklich, aber wer darin eine gedankliche Annäherung an rechte Ideologien oder eine ähnliche Problematik sieht, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Insofern: Kopf hoch, Herr Delius. Nicht sie sind das Problem.

  206. Manni sagt:

    Lieber Martin,

    Lerne aus deinen Fehlern, und halte durch! Es wäre zu schade, wenn diese Partei, die sich Ehrlichkeit, Transparenz und Bürgerbeteiligung auf die Fahnen schreibt, an derartigen Ausrutschern kranken sollte. Zu schade wäre es auch, wenn eine so frische Partei auf deine Kompetenzen und Qualitäten verzichten müsste, insbesondere in deiner jetzigen Funktion.

  207. Al sagt:

    Diesen Kommentar habe ich dazu gerade in meinem Weblog.al geschrieben:

    Könnte man nicht von einem Menschen, geboren im Jahr 1984 in Halle (Saale) erwarten, dass er weiss, wovon er spricht? Jeder Vergleich hinkt, aber erst recht jeder Vergleich mit den Nazis des Dritten Reiches. Ist die Nazi-Zeit tatsächlich schon so weit weg, dass ein junger, erwachsener Mensch nicht mehr automatisch Hitler, seine SA-Schlägertrupps und die Konzentrationslager im Kopf hat, wenn der Begriff “NSDAP” auftaucht?! Disqualifiziert sich Herr Delius mit diesem Vergleich oder das (west-) deutsche Bildungssystem? Spannende Frage …!

  208. Timo Essner sagt:

    An alle Flamer, welche genüßlich die Gunst der Stunde ergreifen, um auf Martin Delius’ unseligen Kommentar einzuschlachten:

    Wenn man den ganzen Tag lang irgendwelchen Mikrophonen möglichst schlagezeilentaugliche Kommentare zu … wasauchimmer geben muss, dann rutscht einem auch mal nach einem extrem stressigen 12-Stunden-Tag ein Fauxpas heraus.

    Man sollte einzelne Statements immer im Kontext zur Persönlichkeit sehen: Erstens bringt der Martin Delius ständig sinnvolle, tiefsinnige und wahre Statements – und hat damit eindrucksvoll bewiesen, dass er durchaus ein vernunftbegabter Charakter mit Hirn und Herz ist.

    Zweitens sollte man bedenken, dass der Aufbau einer politischen Partei extrem anstrengend ist und u. U. mit der Gründung eines Unternehmens zu vergleichen ist; das bedeutet wochenlang nahezu schlaflos und im Dauerlauf -zigtausend Dinge zu erledigen, Termine wahrzunehmen, endlose Diskussionen mit nicht immer diskurstauglichen Diskussions-“Partnern” zu führen usw. usf.

    Wenn man dann bedenkt, was für’n Schwachsinn gefühlte 98 Prozent der Bevölkerung so veranstalten, wenn man mal ein Bier zu viel oder eine Stunde Schlaf zu wenig hatte, dann ist dieser Shitstorm gegen Martin wegen EINEM VERPATZTEN ZITAT nach einigen TAUSEND GUTEN ZITATEN schon wirklich vergleichbar mit einer kopflosen Feindbildprojektion im schlimmsten Sinne. Beißt nur schön nach den Hacken, ihr deutschen Kleingeister!

    Um mit Goethe zu sprechen: Der Casus macht mich lachen!

  209. mcthespoon sagt:

    Es ist wohl so, begibt man sich argumentativ in die Hitlerzeit, landet man auf einem mit Fußangeln und Fettnäpfchen übersähten Acker. Auch mit den besten Absichten und mit aller Vorsicht agierend kommt man da nich ungeschoren drüber. Und ohne sowas schon gar nicht, das hätte eigentlich… gut, ist ja alles gesagt.

    Kopf hoch, nich die Hände. Keine Interviews mehr, was soll denn der Unsinn.

    Übrigens, das Argument, ist ja alles soo lange her, was geht mich das an, hier mehrfach aufgetaucht, ist ein sicherer Fettnäpfchenplatsch.

  210. Aiucard-ilR sagt:

    hi

    ich hoffe das dieses zitat um das sich die welt jetzt dreht………unterbewusst mehr als eine mahnung gemeint war und so verstanden wird……….bei dem rasanten wachstum der piraten ist es wirklich furchteinflößend zu wissen……….sie hat noch kein gefestigtes profil was manche menschen missbrauchen könnten…………wäre da aber nicht unser gesunder menschenverstand…….und unsere “fun generation” die sehr liberal und weltoffen ist…….die sowas eigentlich vorwegnimmt und quasi im vorfeld keinen boden dafür lässt und verhindert……….aber man weiß ja nie

  211. Christian sagt:

    Hallo Martin,

    richtig das war wohl ein Fehler. Nur Fehler dürfen wir Menschen durchaus machen, schlimm ist nur, wenn man nix draus lernt.
    Das Du das so unumwunden eingestehst, macht Dich sympatisch und ehrlich. Mach weiter so.
    Schöner Gruß

  212. Jack Sparrow sagt:

    Das enorme Wachtum der Partei hat letzlich zu grossen Druck von Aussen und Innen auf die Systematik der Piraten geführt – aber – es ist letztlich auch eine Immunisierung gegen linksextreme und rechtsextreme Programmatik.

    Die Mitte der Gesellschaft die sich zunehmend hinter der Partei versammelt bietet für solch eine Programmatik so gut wie keine Unterstützung. Gleichzeitig lässt sich durch konsequente Umsetzung von Politik für den Bürger Frustration abbauen die in der Vergangenheit extremistisches Gedankengut gefördert hat.

    Die Systematik und somit die Prozesseffizienz der Partei aufrecht zu erhalten bei dem gegenwärtigen Wachstum ist eine enorme Herausforderung aber machbar wie Beispiele anderer hochkomplexer Organisationen zeigen. Apple hat es geschafft und wir können es auch.

  213. Adam sagt:

    OFFTOPIC:
    Bitte, bitte in Zukunft auf Orthographie (insb. Zeichensetzung) achten!

    Sorry, aber wer sich keine Mühe gibt, sich korrekt auszudrücken, zeigt meiner Ansicht nach entweder mangelnden Respekt gegenüber den Lesern oder ein geistiges Defizit.

    Gruß,
    Adam

  214. der.Chris sagt:

    Bin das erste mal auf Ihrer Website und sehe wie Transparenz erfahrbar gemacht werden kann.
    Meinen Dirkektkandidaten im Bundestag kann ich selten bis nie über seine Arbeit und seine Kontakte zu wem auch immer befragen, geschweige denn mit einer überzeugenden Antwort rechnen.
    Auf Ihrer Präsentation kann ich nachlesen, wie und was Sie arbeiten, wen Sie treffen, was Sie verdienen, welche Einladungen Sie annehmen.
    Jeder, auch ich, kann nachlesen, was Sie wo auf welche Fragen gesagt haben.

    Ihre Entschuldigung nehme ich gerne an, halte sie sogar für überflüssig.

    Bei anderen Politikerinnen und Politikern bin ich oft nur auf deren (Ehren)wort angewiesen und stehe am Ende immer da wie der letzte Depp.
    Machen Sie bitte weiter so, damit Aufrichtigkeit, Transparenz u.v.m. wieder zu den politischen Tugenden und zur politischen Kultur gerechnet werden kann.
    Sie und viele Ihrer Kolleginnen und Kollegen haben meine Hochachtung, und ich hoffe, dass Sie es schaffen Ihre Ziele zum Nutzen Vieler umzusetzen.

  215. Lars sagt:

    whats all the hype about? das zitat war offenbar, wie nicht anders zu erwarten und wie so oft, aus dem zusammenhang gerissen. aus dem zusammenhang gerissene zitate sind eine mächtige und äusserst zuverlässige allzweck-waffe, siehe jüngst causa ken jebsen in berlin. mit obiger erklärung wirkt die nsdap-aussage überhaupt nicht mehr skandalös, sondern im gegenteil sogar sinnvoll und höchstens ein wenig übertrieben, mehr nicht. der eigentliche skandal ist die reaktion der piraten, sie sofort in vorauseilendem gehorsam eingeknickt sind, noch bevor der shit-storm richtig losging. schwache leistung!

  216. C. Zimmermann sagt:

    Lieber Martin Delius!

    Auch wenn die Diskussion langsam wieder abebbt und ich nicht glaube, dass sie die Popularität der Piratenpartei ernsthaft gefährden wird, möchte ich doch etwas loswerden.
    Ich glaube nicht, dass das Deine Aussage ein Fehler war, sie war lediglich nicht “politisch korrekt”. Du hast nichts weiter gemacht, als den Aufstieg Deiner Partei mit dem Aufstieg einer anderen Partei verglichen.Punkt. Du hast nicht gesagt, dass Deine Partei und die andere Partei Inhalte,Ziele, Strukturen…..teilt,sondern einzig und allein die Rasanz des Aufstiegs miteinander verglichen. Ich sehe da keinen inhaltlichen Fehler. Die Reaktion der Öffentlichkeit aber weist uns darauf hin, dass wir ein Problem haben. Der Schrecken der Nazizeit ist allgegenwärtig, nicht überwunden und unser Land schwer traumatisiert. Die menschliche Reaktion auf ein nicht bearbeitetes, nicht bewältigtes Trauma ist Verdrängung und Schweigen. Das führt dann zu diesen “So etwas sagt man nicht…” Fettnäpfen, in die Du hiermit voll rein getreten bist.
    Ich gehe davon aus, dass Du mit Deiner Aussage niemanden verletzen oder provozieren wolltest, sondern Dein Anliegen in diesem Moment ein völlig anderes war. Nicht Du hast einen Fehler gemacht, sondern wir sind auf einen Fehler aufmerksam gemacht worden. Auf einen Mangel, auf ein Defizit in unseren Herzen und unserem Verstand. Viele sind darüber ehrlich entsetzt, andere nutzen natürlich das Entsetzen, um der Piratenpartei das Leben schwer zu machen.
    Es gab mal ein ähnliches Desaster, als John Lennon in den 60`er Jahren sagte: ” Die Beatles sind populärer als Jesus.” Er hat damit ein riesiges moralisches “So etwas sagt man nicht” Entsetzen ausgelöst, obwohl er rein faktisch mit großer Wahrscheinlichkeit recht hatte. Auch er hat den Fehler gemacht, sich zu entschuldigen und die katholische Kirche hat es ihm dann großzügigerweise irgendwann verziehen. Wofür? Warum? Hätte sich nicht stattdessen die katholische Kirche und die entsetzte Gesellschaft Gedanken machen sollen, wie und warum es dazu kommen konnte, dass eine Pop Band mehr Interesse bei jungen Leuten weckt, als Jesus. Stand da nicht eine Aufgabe, eine Herausforderung dahinter? Aber der einfachere Weg schien es zu sein, den Überbringer der schlechten Nachricht für den Inhalt der Nachricht verantwortlich zu machen. Und so ist es auch in Deinem Fall. Du hast, ohne es zu wollen die schlechte Nachricht überbracht: “Leute wir haben ein unbewältigtes Problem mit dem Schrecken der Nazis in Vergangenheit und Gegenwart.” Und wirst nun dafür verantwortlich gemacht. Das ist die falsche Reaktion. Genauso falsch, wie Abgeordnete, die den Saal verlassen, wenn die NPD redet, genauso falsch wie rechte Demonstrationen zu verbieten. Annahme, Integration und Auseinandersetzung ist der Anfang aller Lösung. Ablehnung, Ignoranz und Schweigen zeigt, dass wir Angst haben und macht den Schrecken nur noch größer. Ich glaube nicht, dass Du Dich entschuldigen musst, sondern dass Du und wir die Nazi-Debatte aus einem anderen Blickwinkel betrachten sollten, um somit neue und andere Wege im Hinblick auf die politische Entwicklung in unserem Land zu gehen. Was die Piraten bis jetzt so glaubwürdig macht, ist Ihre absolut frische, ehrliche und authentische Art. Dazu gehört nicht, dass man sich von etwas distanziert, was man gesagt hat, sondern dass man es erklärt. Bitte werdet nicht “politisch korrekt” Bitte überlegt Euch nicht jedes Wort, was ihr sagt. Redet und bleibt weiter begeistert an Euren Sachen dran.

  217. Zum Glück sagt:

    Ich verstehe den Hype nicht. Fehler machen doch alle mal. Wichtig ist und bleibt, dass man daraus etwas mitnimmt und lernt. (http://www.pkv-testsieger.org/)

  218. Nessa sagt:

    Halli Hallo zusammen :)

    Ich wollte mal fragen:
    Warum konnte die NSDAP soviele Wählerstimmen 23/24 bekommen?

  219. Der Vergleich war absolut angemessen da inhaltlich korrekt.
    @alle hater: Politik: Es geht um Inhalte, nicht um Personen. Wäre es umgekehrt wären wir beim Playboy.

  220. Micha sagt:

    Unglaublich … Was für eine Diskussion wegen eines mehr als nur unglücklichen Vergleichs. Aber trotzdem: Einsicht und Entschuldigung liegen doch vor … also was soll `s …

    Jedem dürfte klar sein das es immer sinnvoll ist zunächst nachzudenken …

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